Gorky Zero
Hier sehen Sie eines von 1.786 Benzinfässern, die Sie in die Luft jagen dürfen.
Alarm bei der Europäischen Union: Die russische Sekte "Bruderschaft der Erlösung" verwandelt unschuldige Menschen per Gehirnwäsche in willenlose Roboter, die Terror-Anschläge auf der ganzen Welt ausüben sollen. Um dem Treiben ein Ende zu setzen, beauftragt die EU ein geheimes Sondereinsatzkommando mit der Aufklärung dieses Falles. Und das sind Sie - in Person des Einzelkämpfers Cole Sullivan, der bereits im Vorgänger Gorky 17 seinen Mann stand.
Fisher light
Nach dem unsauber synchronisierten Intro finden Sie sich auch schon mit Ihrem Sam-Fisher-Verschnitt vor den verschlossenen Toren einer alten Lagerhalle wieder. Gorky Zero spielt sich aus einer nicht immer übersichtlichen Iso-Perspektive. Alternativ können Sie in den lahmen Schleich-Modus wechseln, bei dem Sie Ihrem Protagonisten über die Schulter spähen. Wie bei Splinter Cell oder Thief geht es nicht darum, wahllos Unmengen an Feinden durch Schusswaffengebrauch um die Ecke zu bringen, sondern Sie sollten tunlichst taktisch klug und möglichst unbemerkt vorgehen. Zwar führen Sie auch eine Pistole mit sich, geschickter ist es jedoch, die Gegner lautlos per Elektroschocker oder Messer aus dem Weg zu räumen. Wenn Cole Sullivan nicht gerade durch die Gegend schleicht, hackt er wie sein Vorbild Sam Fisher Computer oder kraxelt durch Lüftungsschächte, um Gegnern aus dem Weg zu gehen, was allerdings nur selten nötig ist, denn die feindlichen Wachen sind größtenteils strunzdoof. Oft rennen sie in die falsche Richtung oder bleiben an irgendwelchen Kisten hängen.
Billige Rätsel
Im höchsten von drei Schwierigkeitsgraden ist Gorky Zero dennoch ganz schön vertrackt, was jedoch mehr an den Gegner-Horden liegt, die über Sie herfallen, als an den mäßigen und immer gleichen Rätseln. Der düsteren und klotzigen Grafik mit ihren zuckeligen Animationen merkt man an, dass Gorky Zero schon vor einigen Monaten in Osteuropa erschienen ist. Unter der wenig übersichtlichen Optik leidet auch die Steuerung. Das exakte Anwählen von weiter entfernten Zielen gestaltet sich schwierig und bei Messer-Attacken pikst Cole Sullivan auffallend oft daneben.
