World at War
1940: Polen ist von den Deutschen überrannt worden, die Welt steht erneut vor einem Weltkrieg. Wie geht er aus?
Der Krieg wird erst mit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor zum Weltkrieg. Dieses Szenario spielen Sie parallel aus.
In World at War haben Sie die Gelegenheit, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs nachzuspielen - oder umzuschreiben. So können Sie auf historischen Trampelpfaden wandeln und in Europa, Afrika, Asien oder im Pazifik kämpfen, aber auch den Krieg auf Australien und die USA ausweiten. Im Gegensatz zum Genre-Kollegen Hearts of Iron 2 läuft das Spiel rundenweise ab, sodass Sie in Ruhe alle Fronten anschauen und Ihre Züge planen können.
Die Produktions- und Nachschubmenüs sind zudem nicht so komplex wie bei Hearts of Iron 2, was Gelegenheitsspielern entgegenkommt. Die deutschsprachigen Tutorials erklären nicht alle Aspekte von World of War, weshalb man sich oft im knapp 100 Seiten starken Handbuch (ebenfalls auf Deutsch) schlau macht. Hat man diese Hürde genommen, offenbart sich eine strategische Spielwiese mit vielen Möglichkeiten.
Als Achsenmacht sind Sie in der Lage, bereits 1940 die Sowjetunion anzugreifen, als Alliierter landen Sie schon 1942 in Norwegen. Die Welt brauchen Sie freilich nicht im Alleingang zu erobern. Entscheiden Sie sich zum Beispiel für die Achse Deutschland-Italien, dürfen Sie das verbündete Japan von der KI spielen lassen. Das Gleiche gilt für die Westalliierten, Sowjets und Chinesen.
Alt? Macht trotzdem Spaß!
Die optisch unspektakulären Schlachten sind in kurzen und statischen 2D-Zwischensequenzen dargestellt.
Grafisch und soundtechnisch hat World at War nicht viel zu bieten. Die strategische Karte wirkt wie ein Weltatlas aus dem Erdkunde-Grundschulunterricht, die Schlachtsequenzen sind nicht der Rede wert und die Musik ist so banal, dass man sie kaum wahrnimmt.
Warum das Spiel dennoch Spaß macht? Weil viele Strategien zum Erfolg führen und sich dadurch mannigfaltige Varianten ergeben. So kann man World at War auf unterschiedliche Weise durchspielen und ist dank der guten KI trotzdem immer aufs Neue gefordert. Der Mehrspielermodus hat uns nur technisch nicht gefallen: Sie können entweder zu fünft an einem Rechner oder per E-Mail über das Internet spielen, TCP/IP-Unterstützung für LAN- oder Internet-Partien gibt es aber nicht.
