GTA 5 im Test: Neuer Glanz für San Andreas
GTA 5 im Test für PS4: Nachdem Rockstars Action-Kracher schon im letzten Jahr über 30 Millionen Spieler begeisterte, erschien nun auch eine aufgebohrte Version für Playstation 4 und Xbox One (GTA 5 für PC folgt im Januar 2015). Wir haben Grand Theft Auto 5 ausgiebig gespielt und liefern euch in diesem Test unsere Eindrücke. Lohnt ein erneuter Kauf?
Neuer Glanz für San Andreas
Doch auch wenn ihr nicht gerade Missionen absolviert oder eure Zeit mit Mini-Spielen totschlagt, hat Grand Theft Auto 5 noch genug zu bieten. Der größte Star im Spiel ist nämlich serientypisch die riesige Spielwelt, die euch nicht nur die fiktive Millionenstadt Los Santos, sondern auch noch Teile des Umlandes des Staates San Andreas erkunden lässt. An fast jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Ob ihr nun in der Stadt beobachtet, wie sich eine Gang und die Cops einen Schusswechsel liefern, oder ob ihr in den ländlichen Gebieten durch die Natur streift und die zahlreichen Wildtiere erspäht. Die Welt ist voller Leben und ihrer eigenen kleinen (Zufalls-)Geschichten und macht deutlich, warum GTA 5 immer noch das Nonplusultra der Open-World-Spiele ist.
Das war es allerdings auch schon zuvor, dafür brauchte man keine extra PS4-Version. Schön also, dass Rockstar seine hauseigene Cash-Cow nicht einfach nur auf die Weide der neuen Konsolengeneration getrieben hat, sondern ihr vorher noch ein ordentliches Euter-Lifting verpasst hat. GTA 5 auf der PS4 ist mit Abstand der am flüssigsten laufende, bestaussehende und technisch sauberste Teil der Reihe. Ganz perfekt ist aber auch dieser nicht. Startet man das neue GTA 5, fallen sofort die höhere Auflösung und der damit einhergehende Detailgrad auf. Vor allem die Modelle der Hauptfiguren sind super gestaltet und es lassen sich sogar die Poren im Gesicht erkennen.
Quelle: Computec Media GmbH
Auch an den Waffen sind viele Details erkennbar.
Lediglich die Haare wirken teilweise etwas grob. Zudem läuft das Spielgeschehen nun merklich flüssiger und geschmeidiger. Dies liegt nicht nur an der verbesserten Performance, sondern auch daran, dass Rockstar ihren drei Antihelden einige neue und verbesserte Animationen spendiert hat. Insgesamt sollte man aber nicht erwarten, optisch eine vollkommen neue Erfahrung geboten zu bekommen. GTA 5 sieht nun deutlich feiner und detaillierter aus, man merkt dem Titel trotzdem an, dass er letztlich doch "nur" eine überarbeitete Version aus der letzten Konsolengeneration ist. Zwar sind beispielsweise die Bodentexturen nun um einiges schärfer, doch einige Hauswände wirken immer noch etwas grob.
Auch bei der Weitsicht trickst GTA 5 etwas. Diese wurde zwar deutlich erhöht, doch durch den Einsatz von Nebel und Smog hat auch die ihre klaren Grenzen. Dafür glänzt das Action-Epos jedoch mit wunderschönen Lichteffekten. Wenn sich die Neon-Reklamen auf den Autodächern spiegeln oder das Licht der aufgehenden Sonne durch die Baumwipfel bricht, kann man nur staunen. Die Vegetation in den ländlichen Gebieten wurde übrigens nochmals erhöht und zudem treiben sich nun mehr (und viel detailliertere) Wildtiere dort herum. Überfliegen wir diese Regionen oder fahren mit Vollgas hindurch, fällt aber auch auf, dass vereinzelte Texturen zu spät laden oder ein paar kleinere Büsche aufploppen.
In diesem Artikel
Apropos Pop-ups: Dieser technische Makel war quasi schon ein Markenzeichen der GTA-Reihe, bis auf die erwähnten Büsche sind uns in dieser Fassung aber keine weiteren aufgefallen, was gerade die Fahrten durch die Stadt um einiges angenehmer macht. Dennoch kann man gerade hier erkennen, dass der Titel technisch nicht ganz makellos ist. Die Framerate ist zwar nun viel konstanter als noch in der letztjährigen Urfassung, doch trotzdem kann es vereinzelt noch zu kleineren Rucklern kommen, wenn man mit Vollgas durch die dichtbefahrene City brettert. Dafür wurde das vormals auffällige Kantenflimmern auf ein Minimum reduziert. War die PS3-Version teilweise recht anstrengend für die Augen, kann man die New-Gen-Version viel angenehmer spielen. Insgesamt macht die Technik einen sehr guten Eindruck und die von uns aufgeführten Macken fallen fast schon in die Kategorie Erbsenzählerei. GTA 5 ist jederzeit gut spielbar und sieht richtig toll aus.
An die grafische Opulenz eines (von Anfang an auf die neue Generation ausgelegten) Assassin's Creed: Unity kommt es zwar nicht heran, dafür läuft es aber eben auch viel flüssiger. Ganz nebenbei zeigt der Titel auch Konkurrent Watch Dogs, was man mit schönen Lichteffekten auch tagsüber aus einer Open World herausholen kann. Im Vergleich mit Ubisofts Hacker-Action zieht GTA 5 jedoch bei Regen klar den Kürzeren. Der Regen selbst sieht zwar richtig gut aus, es gibt jedoch kaum Interaktion. Weder die Spielfigur wird nass noch tropft der Regen auf das Auto, in dem man gerade sitzt. Dafür sieht es unglaublich toll aus, wenn die Straße nach einem ordentlichen Schauer wieder langsam abtrocknet. Ohnehin sind die Straßenbeläge schön texturiert, sodass man Muster im Kopfsteinpflaster oder Risse im Asphalt detailliert erkennen kann.

Was genau funktioniert denn nicht?
Wobei man bei dem Text die Frage erheben kann ob die Person es schon Spielen darf
Was genau funktioniert denn nicht?
Die Kollegen der PC Games Hardware haben ein umfassendes Benchmark mit dem Spiel gemacht:
GTA 5 PC: Benchmarks von 25 Radeon- und Geforce-Karten plus Skalierung von 1 bis 6 CPU-Kernen
Außerdem gibt's hier einen Artikel zu den Systemanforderungen:
GTA 5 PC: Systemanforderungen kritisch analysiert