Forza Horizon 6 im Test: Action, Speed und jede Menge Umfang - doch der große Wurf bleibt aus
Forza Horizon 6 liefert zum Release ein gewaltiges Content-Paket und eine wunderschöne Spielwelt. In unserem Test stellt sich aber auch heraus, dass die erfolgreichen Vorgänger Fluch und Segen zugleich sind.
Die Forza-Horizon-Reihe zieht von Mexiko weiter ins Land der aufgehenden Sonne. Teil sechs des beliebten Arcade-Racers bringt uns mit Japan eine interessante neue Spielwelt und viele Möglichkeiten in Sachen Tuning, Drift-Events und Faszination fürs Auto.
Doch schöpft Forza Horizon 6 (jetzt kaufen / 62,99 € ) das gewaltige Potenzial aus oder lässt Entwickler Playground Games eine große Chance liegen? In unserem ausführlichen Test verraten wir euch, was uns besonders fasziniert, wo uns noch einige Probleme auffallen und warum wir trotz eines tollen Rennspiels teilweise ein wenig enttäuscht sind.
In diesem Artikel
Auf dem Weg zum Superstar
Obwohl das Hauptaugenmerk auf der rasanten Racing-Action liegt, erzählt uns Forza Horizon 6 wie in den Vorgängern nebenher auch wieder eine Story. Ihr dürft dabei zwar keinen Oscar-Kandidaten erwarten, aber es ist trotzdem nett, dass wir ein wenig Geschichte drumherum bekommen.
Nach Mexiko aus Teil fünf zieht das Horizon-Festival nun weiter nach Japan. Wir treffen dort zu Beginn unserer Reise auf Mei und Jordan, die uns in die lokale Racing-Szene einweihen. Unser Ziel ist es, durch verschiedene Wettbewerbe zur Legend Island aufzusteigen.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber direkt zum Einstieg. Nach einer umfangreichen Charaktererstellung, bei der wir Aussehen und Kleidung festlegen, stellen wir nämlich fest, dass unser Hauptcharakter dieses Mal wieder stumm bleibt.
Noch im direkten Vorgänger durften wir zumindest zwischen einer männlichen und weiblichen Stimme wählen. Eine Quasselstrippe war unsere Figur in Forza Horizon 5 zwar auch nicht, aber zumindest in den Zwischensequenzen konnten wir einige Dialoge belauschen. Im neuen Teil unterhalten sich aber wieder nur die anderen Personen untereinander oder wir hören eben Monologen zu. Das ist insgesamt ziemlich schade!
Quelle: PC Games
Mei und Jordan nehmen uns zu Beginn unseres Japan-Abenteuers ein wenig an die Hand und erklären, wie wir die Karriereleiter erklimmen.
Ein Umfangmonster
Im Endeffekt ist es aber auch kein Beinbruch, dass wir auf dem Weg zum Superstar stumm bleiben, schließlich zählt in Forza Horizon 6 unser Skill am Lenkrad und nicht ein loses Mundwerk. Vielleicht freut es viele Spieler sogar, dass die eigene Figur die Klappe hält, denn der besonders coole Slang im Vorgänger war nicht für alle gemacht.
Die eigentlichen Hauptprotagonisten sind erneut die vielen verschiedenen Fahrzeuge und die unterschiedlichen Events. Über 550 Autos von echten Herstellern stehen uns zur Verfügung. Mit dabei sind deutsche Marken wie Audi, BMW, Mercedes und Porsche, aber auch die bekanntesten internationalen Hersteller von Chrysler über Ferrari bis hin zu Volvo.
Besonders ins Rampenlicht wird die japanische Fahrzeug-Szene gestellt. Die Autokultur in Japan ist äußerst speziell und die Einwohner lieben ihre Vehikel. Drift-Wettbewerbe, Tuning-Treffen und sogenannte Touge-Rennen sind berühmt-berüchtigt im Land der aufgehenden Sonne und haben regelmäßig massig Zuschauer. All das können wir in Forza Horizon 6 ebenfalls in Angriff nehmen, warum uns die Umsetzung aber nicht komplett überzeugt, behandeln wir später noch ausführlicher.
Quelle: PC Games
Touge ist ein Mix aus Bergrennen und Drift-Event. Im 1-gegen-1 düsen wir steile Hänge hinunter und versuchen, unseren Widersacher zu schlagen.
Wie in den Vorgängern setzen wir uns nicht nur ans Steuer von PS-Monstern wie in anderen Rennspielen, sondern dürfen zwischendurch auch in schwach motorisierten Fahrzeugen Platz nehmen. Vom Mini über den VW Käfer bis hin zu Kleinwagen bietet uns das Spiel einmal mehr immensen Umfang.
Langsame Fahrzeuge müssen aber nicht langsam bleiben, denn uns stehen wieder etliche Tuning-Möglichkeiten zur Verfügung. Sowohl in optischer als auch in technischer Hinsicht lässt sich aus einer süßen, kleinen Isetta beispielsweise ein richtiges Geschoss machen, das wir bis an die 200km/h-Grenze quälen können.
Obwohl die Tuning-Fanbase in Japan so gewaltig ist, schafft es Forza Horizon 6 aber nicht, uns komplett zu überzeugen. Die Möglichkeiten werden im Vergleich zu Teil fünf ein wenig erweitert, ohne aber an Titel wie Need for Speed: Underground und Midnight Club heranzukommen.
Unter anderem bei Muscle-Cars, die an sich prädestiniert dafür wären, fehlen uns viele Tuning-Optionen. Es gibt außerdem keine Unterbodenbeleuchtung, keine Felgen-Spinner, keine Wheelie-Bars und insgesamt für unseren Geschmack zu wenige Anpassungen, um das Japan-Setting besonders herausstechen zu lassen. Das ist eine vertane Chance!

Wie gesagt, gibt schon diverse Speditionen, die setzen voll drauf.
Hat ja auch diverse Vorteile was das Handling angeht, alleine dass kein Getriebe mehr dazwischen ist.... von den heute gerne wegsterbenden komplexen Abgasnachbehandlungsanlagen, wo die Reparatur mit Pech auch mal fünfstellig wird, ganz zu schweigen.
Den "Elektrotrucker" kennst du? Der hat immer schöne Beiträge zum Thema auf Youtube.. mit Einblicken auch in den Speditionsalltag.
Würde es solche Fahrzeuge für den Verteiler LKW Bereich geben, ich hätte die ersten Kaufverträge schon unterschrieben.
Dauerhaft führt da kein Weg dran vorbei.
So, und jetzt genug offtopic von meiner Seite.
in der Regel ein Mitsubishi Space Star wenn ein Händler in rausschmeißt, Dacia Sandero ähnlich, drunter geht in Deutschland nicht.
Da ist 15.000 € für einen Dacia Spring nicht unrealistisch.
Dann wirklich lieber den Sandero, damit habe ich schon öfter geliebäugelt, aber nee, mein Auto bleibt 😍.
Meine Tochter bekommt demnächst den Führerschein und braucht ein Auto, das zu finden ist heute schwerer als noch vor 5 Jahren 😥.
Themal E-LKW, habe gerade erst letzte Woche wieder ein paar HV-Batterien per WE eingelagert und geprüft 😉.
Reichweite E-LKW 40t ca.450km, das ist ein Witz für ein Fuhrunternehmen 🤦♂️.
in der Regel ein Mitsubishi Space Star wenn ein Händler in rausschmeißt, Dacia Sandero ähnlich, drunter geht in Deutschland nicht.
Da ist 15.000 € für einen Dacia Spring nicht unrealistisch.
Zurück zum Spiel, da ist in FH 6 das Problem eher dass die Elektroautos die ich bisher hatte wenig Feedback liefern.. zumindest der Hyundai Ioniq 5 N macht mir da Probleme, mal sehen, ob ich den noch brauchbar getuned kriege.
Ein Lambo oder Ferrari wird es noch lange als Verbrenner geben, die Elitären brauchen doch sowas 😉.
Und über LKW´s ect. möchte ich auch nicht reden 🥱.
Aber ja, ein E-Auto als Zweitwagen für die Stadt würde ich mir sofort kaufen, aber was haben wir da für <15.000€.......den DACIA Spring, wow 🤦♂️. Nein danke, und ein SUV bzw. Monster für >35.000€ brauche ich auch nicht 🙄. Egal, fahre meinen i30 bis er sich von selbst zerbröselt 😜.
Aber was das Thema angeht mit den 24 H Nordschleife..
Am Sonntag sagte dann auch einer im Klartext, worum es ging.. ".. damit auch unsere Kinder Motorsport betreiben können MIT Lärm und Geräuschen!".
Oh boy, ja, ich kann es irgendwie nachvollziehen, aber es hatte schon irgendwie den Ansatz von Greenwashing.
Über kurz oder lang geht der Motorsport interessanten Zeiten entgegen. Ich sehe nicht, dass auf längere Sicht ein Kraut gewachsen ist gegen den E-Antrieb, aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Im "normalen" Alltagsbetrieb hat der einfach zu viele Vorteile auf seiner Seite (ja, es gibt Szenarien da ist der Verbrenner noch überlegen), und die Nachteile werden technisch absehbar vermutlich irgendwie gelöst werden.. würde den Rahmen aber hier sprengen.
Wie man dann noch im Motorsport "auf Krampf" dann den Verbrenner da am Leben erhalten will... man wird sehen.
Ich verstehe es wie gesagt aus emotionalen Gründen definitiv noch (und auch aus sportlichen Gründen, manuelles Schalten ist z.B. in der Regel Teil des Sportes, die Fahrzeuge sind ja Sportgeräte letztlich), aber das wird zunehmend schwieriger werden wenn die technische "Basis" mehr und mehr wegbricht und sich von dem entfernt was dann im normalen Straßenverkehr läuft.
Das wird bei den unteren Tourenwagenklassen anfangen.. Auf was beziehst du dich in der Homologation wenn es keine Hot Hatches mehr mit Verbrennungsmotoren gibt?
Wie willst du als Hersteller noch das Budget für den Motorsport verargumentieren wenn du mit einer Antriebstechnologie siegst die du in der Praxis kaum oder gar nicht mehr einsetzt?
Wird noch spannend alles.