Hausmeister und Topmanager
STRUKTURMASSNAHME Man stellt lediglich die Infrastruktur zur Verfügung, Passagiere und Flugzeuge und damit das Geld kommen nach den richtigen Investitionen von selbst.
Jedes Objekt eines internationalen Airports zu managen - vom einzelnen Terminal über die Startbahnen bis hin zum Wasserspender -, kann das wirklich funktionieren? Es kann, aber leider nicht mit dieser Wirtschaftssimulation.
Stellen Sie sich vor, sie hätten 50 Millionen Dollar und wüssten nicht, wohin damit. Während andere den Rest ihres Lebens in der Karibik verbringen würden, kaufen Sie sich ein trostloses Stück Land und bauen einen Flughafen. Ein kleiner Terminal, eine Startbahn und ein paar Nebengebäude reichen schon aus, damit die Fluggesellschaften Schlange stehen. Die angebotenen Linienflüge werden auf die freien Zeitfenster verteilt und schon beginnt man mit dem Geldverdienen.
Ganz so einfach geht es allerdings nicht weiter, denn mit zunehmenden Flugzahlen verlangen die Passagiere jede Menge Parkplätze sowie einen sicheren, sauberen und luxuriösen Terminal. Gleichzeitig bestehen die Fluggesellschaften auf eigene Abfertigungsschalter, Lagerhallen und modernere Flugzeughallen. Das Wachstum geht gehörig ins Geld, vor allem die laufenden Kosten übersteigen schnell die Umsätze. Wer fehl investiert, dem laufen schnell die Passagiere und die Fluggesellschaften weg. Leider gibt es keine Möglichkeit, den Schwachpunkt zu identifizieren. Beispielsweise meldet das Programm "Ihr Flughafen ist OK", dennoch schließt keine Fluggesellschaft einen Rahmenvertrag ab. Möglichkeiten dafür gibt es viele: ein unzureichender Ruf des Flughafens, zu wenige offene Zeitfenster, zu kurze Startbahnen und ca. 100 weitere potenzielle Schwachpunkte. Woran es nun aber hapert, darüber schweigt sich das Programm aus.
Die Vorgänge auf dem Flughafen werden mit einer ansehnlichen 3D-Grafikengine dargestellt. Flugzeugbewegungen sind damit ebenso zu beobachten wie einzelne Passagiere auf ihrem Weg durch den Flughafen. Hier zeigt sich allerdings auch, wie unausgereift insbesondere die Routenplanung des Flughafen Manager ist: So kollidieren auf den riesigen Rollfeldern selbst kleinste Flugzeuge, manchmal warten sie aber auch aufeinander, selbst wenn sie noch mehrere Kilometer voneinander entfernt sind. Zudem docken Transportflugzeuge am Passagierterminal an und beschweren sich anschließend, dass sie zu lange auf ihre Ladung warten müssen - die wesentlich günstiger gelegenen Parkpositionen in der Nähe der Lagerhallen bleiben dabei unbesetzt.
