FF14 bekommt sein Stalking-Problem nicht in den Griff - schon wieder ist ein neues Tool da
Final Fantasy 14 leidet auch im Jahre 2026 noch unter einem gewaltigen Stalker-Problem.
Final Fantasy 14 ist neben seiner Story wohl auch für die besonders "freundliche" Community bekannt, da man anders als in WoW nicht direkt im Chat zusammengeschrien wird, wenn man mal einen Fehler macht. Das ist zwar durchaus korrekt, doch leider hat die FF14-Community auch eine recht große Schattenseite.
Letztes Jahr wurde nämlich eine ziemlich unangenehme Mod unter dem Namen PlayerScope veröffentlicht. Mit der konnte man im Endeffekt sämtliche Charaktere eines Spielers tracken, wogegen weder Blocklisten noch Einstellungen rund um Privatsphäre helfen konnten.
Von wegen freundlichste MMO-Community - FF14 hat schon wieder eine Stalking-Mod
Die Mod wurde primär dafür verwendet, bestimmte Spieler virtuell zu stalken und sie auf Schritt und Tritt zu verfolgen, was natürlich eine extrem unangenehme Situation für die Opfer ist. Das Ganze artete so aus, dass Square Enix sogar rechtliche Schritte gegen den Entwickler einleitete.
Der Modder hat sich daher dazu entschieden, sämtliche Daten der Mod zu löschen, nachdem die Entwickler in 7.2 und folgenden Patches von Final Fantasy 14 (jetzt kaufen 24,99 € ) bereits die Sicherheitsmaßnahmen des Spiels aufrüsteten, damit so eine Situation nicht noch einmal passiert.
Allem Anschein nach, ist hier aber nicht alles nach Plan gelaufen. Nur kurze Zeit nach dem neuen Patch erklärte ein User nämlich, dass die neuen Sicherheitsmaßnahmen ebenfalls umgangen werden können.
FF14-Spieler hatten zumindest ein paar Monate Ruhe vor neuen Stalking-Plugins, in den letzten Wochen ist der Damm nun jedoch gebrochen. So ploppte vor etwa einem Monat Memoria auf, welches Spielern dabei helfen sollte, sich "daran zu erinnern, wem sie über den Weg gelaufen sind."
Memoria wurde allem Anschein nach jedoch mithilfe von KI kreiert, weswegen das Projekt aufgrund von KI-Halluzinationen in der Datenbank recht schnell wieder eingestampft wurde.
Vor wenigen Tagen hat sich jetzt laut Community-Spekulationen derselbe Entwickler mit einer brandneuen Mod namens EchoVault zurückgemeldet. Genau wie mit dem ursprünglichen PlayerScope können Nutzer hierdurch sämtliche mit einem Account verbundenen Charaktere identifizieren und dann auf einer separaten Website speichern.
Die Mod trackt dabei ebenfalls den Aufenthaltsort von Spielern, Namensänderungen und andere Dinge - quasi so, als würden euch Spieler ohne eure Zustimmung als Battle.net-Freund hinzufügen, mit ein paar zusätzlichen Spielereien.
Zumindest lassen sich durch die Mod keinerlei persönliche Daten oder gar Zahlungsinformationen herausfinden. Die Mod sammelt und verknüpft stattdessen "nur" Kennungen und Charakterinformationen, die der Spielclient bei Begegnungen mit anderen Figuren verarbeitet. Die können dann wiederum in eine Datenbank gespeist werden, wodurch langfristige Profile entstehen, mit denen mehrere Charaktere demselben Account zugeordnet werden können.
Laut dem Entwickler kann man sich auf Wunsch zwar aus der Liste streichen lassen, einige Reddit-User berichten jedoch darüber, dass sich über solche Forderungen schlicht lustig gemacht wird. EchoVault erhielt über die letzten Tage zusätzlich zahlreiche Updates in Form von "Quality-of-Life-Verbesserungen", welche die Datenerfassung weiter ausbauen.
Erst vor einem Tag gab es etwa ein neues Update, mit dem das Addon auf Wunsch nun automatisch nach Spielern scannen kann, während man in einem sicheren Gebiet herumsteht. Auf Reddit gehen die Meinungen zwar auseinander, da einige User kein Problem an der Mod sehen, viele andere sehen sie jedoch als eine massive Verletzung der Privatsphäre.
Es wird daher darum gebeten, dass Spieler direkte Reports an Square Enix schicken, damit die Entwickler Schritte gegen die Mod einleiten können.
Selbst wenn EchoVault verschwinden sollte, ist es jedoch unwahrscheinlich, dass FF14-Spieler allzu lang in Ruhe gelassen werden. Bis Square Enix nämlich die ganzen Sicherheitslücken vollständig schließt, können solche Mods schlicht immer und immer wieder kreiert werden.
Bisher haben sich die Entwickler noch nicht zur Situation gemeldet. Hoffen wir also, dass sie dieses Mal einen etwas besseren Plan entwickeln, um solche Mods vollständig lahmzulegen. Wirklich funktionierende Schutzmaßnahmen gibt es für Spieler momentan nämlich nicht.
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Wenn es da draußen wirklich Gamer gibt, die solche Addons brauchen, um andere so zu stören, dann fragt man sich doch, wieso??? Wissen die Leute nichts mehr mit ihrer Freizeit anzufangen? Dagegen wirkt das oft gescholtene WoW ja wie Urlaub dagegen. Selbst da hatte ich nur zu Classic-Zeiten höchstens mal Spieler, die einem frecherweise Loot wegwürfelten, den sie nicht brauchten oder fiese Emotes (wie Spucken) machten. Nicht schön, aber harmlos dagegen.
Ich verstehe wirklich auch nicht, wieso diese Mods immer wieder kreiert werden, aber es ist leider echt ein recht großes Problem da.
Wenn es da draußen wirklich Gamer gibt, die solche Addons brauchen, um andere so zu stören, dann fragt man sich doch, wieso??? Wissen die Leute nichts mehr mit ihrer Freizeit anzufangen? Dagegen wirkt das oft gescholtene WoW ja wie Urlaub dagegen. Selbst da hatte ich nur zu Classic-Zeiten höchstens mal Spieler, die einem frecherweise Loot wegwürfelten, den sie nicht brauchten oder fiese Emotes (wie Spucken) machten. Nicht schön, aber harmlos dagegen.