FIFA 23: Die Fußball-Simulation im Test - Seite 4
Crossplay, Frauenfußball, WM-Modi: Was taugen die Neuerungen von EA Sports FIFA 23? Wir klären alles Wichtige zu Gameplay und Inhalt im ausführlichen Test.
Ach ja, VOLTA und Pro Clubs gibt's schließlich auch noch. Hier haben die Entwickler erneut etwas am Levelsystem gedreht: Künftig gibt es 100 statt der bisherigen 25 Ränge, was auf lange Sicht für mehr Motivation sorgen sollte. Außerdem sammelt ihr über beide Modi hinweg gemeinsamen Fortschritt. Durch eine Partie VOLTA Battles verdient ihr also auch XP für euren Pro-Clubs-Avatar. Eine sinnvolle Neuerung, die zusätzliche Anreize schafft, auch die etwas nischigen Spielvarianten auszuprobieren - selbst wenn uns VOLTA auch noch im vierten Jahr wie ein lästiges Anhängsel vorkommt, das EA Sports gerne für einen Story-Modus à la The Journey opfern dürfte.
Kampf mit der Technik
Widmen wir uns zuletzt der Frage: Ist FIFA 23 das schönste FIFA aller Zeiten? Hier gibt's von unserer Seite ein klares Ja! EA Sports hat zwar keine Grafik-Revolution losgetreten, aber vor allem im Hinblick auf Details noch mal eine kleine Schippe draufgelegt. Ihr dürft euch über noch mehr Spielergesichter, zusätzliche Übertragungspakete und Replays mit Augmented-Reality-Elementen freuen, die etwa die Schussgeschwindigkeit oder den Expected-Goals-Wert anzeigen. Und so dumm es klingen mag: Auch der überarbeitete Rasen und die realistischeren Tornetze verleihen dem Spielerlebnis noch mal etwas Authentizität.
In diesem Artikel
Quelle: PC Games
Die Replays in FIFA 23 sehen richtig gut aus, nur manchmal sind ein paar komische Kamerawinkel dabei.
Gleichzeitig offenbaren sich bei der Technik aber auch viele Abgründe. Selten war ein FIFA zum Launch so sehr von Problemen geplagt wie dieses Jahr. Das fängt bei kleineren Grafik-Fehlern an: Da friert die UI ein oder verschwindet komplett. Die Kamera wählt bei einer Jubelszene einen so komischen Winkel, dass man von unterhalb des Spielfelds durch Tribünen und Zuschauer durchguckt. Bei Cinematics ruckelt es auch gerne mal.
Viel nerviger sind aber Black-Screens, komplette Spielabstürze oder die Tatsache, dass sich die PC-Version aufgrund von Problemen mit der mit eingebauten Anti-Cheat-Software manchmal gar nicht erst starten ließ.
Und auch die Server geben aktuell noch kein allzu zuverlässiges Bild ab. Schon während unserer Testphase, in der eigentlich "nur" Presse, Streamer und Vorbesteller der Ultimate Edition unterwegs sein sollten, ließ die Verbindungsqualität öfter mal zu wünschen übrig. Nicht auszudenken, wie das aussieht, wenn zum offiziellen Release am 30. September Millionen von Spielern gleichzeitig auf den virtuellen Rasen strömen.
Alles in allem bleibt so ein eher durchwachsenes Fazit: Ja, FIFA 23 spielt sich so unterhaltsam wie schon lange nicht mehr - und dank Crossplay sogar über mehrere Plattformen hinweg! Hier hätte der Ableger durchaus das Potenzial gehabt, als gelungener Serien-Abschluss in Erinnerung zu bleiben. Das positive Bild wird aber durch zu viele Störgeräusche abseits des Platzes getrübt, allen voran Stillstand in den Offline-Modi und ärgerliche Technik-Probleme. So wird das "letzte FIFA aller Zeiten" wahrscheinlich eher als ein Sinnbild der gesamten Reihe in die Geschichte eingehen, als ein Spiel, das aus seinen Möglichkeiten leider nicht das Maximum herausholen konnte.
Meinung
FIFA 23 bereits zum Release mit Rabatt erhältlich:
FIFA 23 erscheint am 30. September 2022 für den PC via Steam, Epic Games Store und Origin. Außerdem gibt es Versionen für Playstation 4, PS5, Xbox One, Xbox Series S|X und Google Stadia. Spieler auf der Nintendo Switch bekommen die sogenannte Legacy Edition. Die enthält allerdings nur aktualisierte Kader und Trikots und keinerlei spielerischen Neuerungen.

Aber was zum Geier soll das, das 2on2 und club kein crossplay hat. Eunfach nurlächerlich. Aber ist mal wieder typisch EA, die kriegen einfach nichts vernünftig auf die Kette. Bla bla bla Qualität usw. Schwachsinn. In Cod WZ zocken 150 Leute im Crossplay zusammen auf ner riesen map da gehen nicht 4 Leute in einer kleinen Arena. Wenn das nicht fertig wurde zum Release okay kann passieren, wenn schnell nach dem launch reingemacht wird kann ich mit leben aber so?
Das ist in dem Test zu wenig berücksichtigt, eine eigene Wertung für den PC wäre hier z.B. eine Abhilfe.
Selbst wenn man Spielen könnte, ist die Frage ob ein Spiel es rechtfertigt, dass man dafür praktisch eine Art Rootkit installieren muss, nur um cheaten zu verhindern. Alleine das hätte in meinen Augen eine deftige Abwertung verdient. Den aktuellen Stand, dass viele nicht Spielen können sollte in jedem Fall eine deftige Abwertung verdienen.
Wenn sich der Blick auf etwas lohnt, dann ist das ein positives Framing = lobende Hervorhebung. Das ist jetzt aber keine Kritik am Test als solches. Ich bin an dieser Stelle total subjektiv, weil ich diesen Modus aus genannten Gründen dermaßen verachte, dass ich ihn am liebsten nicht im Spiel hätte.