Versuch einer Fußballsimulation
Der Ball liegt schon auf der Torlinie, der dämliche PC-Kicker denkt aber nicht daran, zu vollenden.
Zwei wesentliche Schwächen machen European Super League zum Flop: Steuerung und Spielerverhalten, beides nur in stümperhaften Ansätzen zu erkennen. Da die genannten Punkte gerade bei einer Fußballsimulation entscheidend zum Spielspaß beitragen, ist Frust an der Tagesordnung. So hat man in der Abwehr keine"Stochern"-Taste, sondern muss den Gegner per Grätsche vom Leder trennen. Dazu das Handbuch: "Achten Sie bei dieser Aktion auf Ihr Timing, um kein Foul zu begehen!". Im Spiel bedeutet das: 90 Prozent aller Attacken führen zu Fouls und gelben oder roten Karten, die der Schiri oft und gerne zückt. In der Offensive ist es keinen Deut besser: Mit der Aufgabe, Pässe anzunehmen, sind die computergesteuerten Akteure überfordert, ständige Ballverluste die Folge. Da helfen dem Spiel auch die 16 lizenzierten Teams wie Bayern München, AC Mailand und FC Liverpool nicht, obwohl Fans die Kicker sogar am Gesicht erkennen werden. Bis auf die Grafik ist European Super League ein Totalausfall.
