Feedback: Enter the Matrix

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64 Prozent der Umfrage-Teilnehmer würden Enter the Matrix weiterempfehlen. 64 Prozent der Umfrage-Teilnehmer würden Enter the Matrix weiterempfehlen. Wie beim Kinostreifen Matrix Reloaded sind auch die Meinungen über das Spiel zum Film geteilt. Die einen loben die Atmosphäre, filmreife Prügelszenen und coole Zwischensequenzen, für andere ist Enter the Matrix nur ein weiteres Beispiel für eine misslungene Lizenzproduktion. Wie man es auch sieht: Enter the Matrix führte wochenlang unangefochten die Bestsellerlisten fast aller Systeme an. Wir haben Spieler und Macher befragt.

Sechs Fragen an den Experten

PC Games: Ganz persönlich: Was war besser - Spiel oder Film?

Tobias Leckeband (Webmaster der größten deutschen Matrix-Community): "Ganz persönlich fand ich den Film besser."

PC Games: Ist es gelungen, Spiel und Film zu verknüpfen?

Leckeband: "Das Spiel gewährt weitere Einblicke in die Welt der Matrix und die Ideen der Wachowski-Brüder. Mir persönlich gefällt der Auftritt des Orakels sehr gut, das neue Rätsel aufwirft. Allerdings ist meiner Meinung nach das Spiel eher eine Erweiterung des Filmes, umgekehrt gibt es im Film kaum offensichtliche Hinweise auf das Spiel."

PC Games: Die Story des Spiels ist ohne Filmkenntnis stellenweise nur schwer nachzuvollziehen. Hilft es dem Filmverständnis, das Spiel gespielt zu haben?

Leckeband: "Um Matrix Reloaded zu verstehen, ist es primär wichtig, den ersten Teil der Trilogie gesehen zu haben. Das Spiel bildet - ähnlich wie die Animatrix-Folgen - eine weitere Möglichkeit, in das Matrix-Universum einzutauchen und die Handlungen des Films quasi noch einmal zu erleben. Als Hilfe, den Film zu verstehen, würde ich es nicht einstufen."

PC Games: Wie waren die Reaktionen der Matrix-Szene auf das Spiel zum Film?

Leckeband: Enter the Matrix wurden von den Matrix-Fans - gemessen an den hohen Erwartungen - eher negativ aufgenommen. Aufgrund der hohen Entwicklungskosten haben sich viele vor allem eine bessere Grafik erhofft. Zudem wurde die kurze Spieldauer kritisiert."

PC Games: Im Spiel besetzten Niobe und Ghost die Hauptrollen, auf der Leinwand waren sie nur kurz zu sehen. Ist über die beiden Charaktere noch mehr bekannt? Wären sie interessant genug für größere Rollen?

Leckeband: "Ich denke, in beiden Charakteren steckt Potenzial. Vor allem Niobe als ehemalige Freundin von Morpheus ist sehr interessant, da ihr Charakter im Film zwischen zwei Widersachern steht. Aber natürlich stehen beide Charaktere im Schatten von Neo, Trinity und Morpheus."

PC Games: Auch zum nächsten Teil der Trilogie soll es entsprechende Spiele geben, außerdem ist ein Online-Rollenspiel geplant. Welche Kriterien müssen diese Games erfüllen, um die Matrix-Fans zufrieden zu stellen?

Leckeband: "Am wichtigsten für Matrix-Fans wird immer die Story sein. Mit dieser Lizenz ist es ein Balance-Akt. Ein richtiger Fan, welcher sich schon sehr intensiv mit der Philosophie des Matrix-Universums auseinander gesetzt hat, erwartet deutlich mehr von der Story als ein durchschnittlicher Spieler, der von einer zu philosophischen Handlung eher abgeschreckt werden würde. Auf der technischen Seite darf man bei Programmen, die unter so großem Zeitdruck entstehen, wohl keine revolutionären Effekte mehr erwarten. Dass sie ‚rund laufen' aber schon - was bei Enter the Matrix ja nicht überall der Fall war."

Bildergalerie: Enter the Matrix
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