Altbackener Diablo-Aufguss aus Korea.
Natürlich dürfen weitläufige, monstergespickte Verliese nicht fehlen.
Anders als die Starcraft-Klone hinkt der Diablo-Doppelgänger Elixir seinem Vorbild gar nicht mal so weit hinterher. Die Story übertrifft die des Blizzard-Klassikers sogar - zumindest ist sie abgefahrener und verworrener. Titelheldin Elixir ist nämlich ein magiebegabtes, schwebendes Baby, das mithilfe der bis zu vier Mann starken Rollenspiel-Party den Häschern des grausamen Fantasy-Königs zu entkommen sucht. Dabei prügelt und labert sich die Truppe durch Wälder, Dungeons und Städte, immer auf der Suche nach der nächsten Quest. Unterwegs werden Reichtümer eingesackt und Fähigkeiten ausgebaut. Verläuft das Abenteuer im ersten Spielviertel noch streng linear, können Sie sich später Ihren eigenen Weg suchen; es gibt sogar zwei verschiedene Enden. Wer Action-Rollenspiele im Diablo-Stil mag, sollte dem locker-leichten Elixir eine Chance geben. Allerdings muss man viel Geduld mitbringen, um zum einen die vielen Dialoge nicht zu überspringen - zwischen all dem irrelevanten Geplapper versteckt sich nämlich manch hilfreicher Hinweis - und sich zum anderen nicht von den technischen Mängeln den Spaß verderben zu lassen. Beispielsweise gehen mangels Transparenzeffekten viele Gegner und Gegenstände in der altbackenen Grafik unter.
