Der EA-Report - was ist dran am Mythos des bösen Publishers?
Vorurteil 4: EA beutet Spieler kommerziell aus.
Quelle: http://www.pcgames.de
Die Lizenz zum Gelddrucken: Die Sims.
In einer Zeit, als 80, im Regelfall eher 70 DM für Spiele üblich waren, setzte Electronic Arts 99 DM (ca. 50 Euro) als Preis für Tiberian Sun fest. In Verbindung mit einer geschickten Marketing-Kampagne, ganz auf den Release-Tag ("T-Day") zugeschnitten, gelang für ein qualitativ nicht überragendes Produkt ein überragender Erfolg. Gold in zwei, Platin in fünf Tagen, das schaffte so schnell kaum wieder jemand. Und den Spielern ist diese Aktion in böser Erinnerung geblieben.
Ganz klar: Electronic Arts ist ein börsennotiertes Unternehmen - Geld verdienen ist Sinn und Zweck der Entwicklungen. Mit Battlefield-Booster-Packs, Mini-Add-ons für Die Sims und Vollpreis-Updates bei den Sportspielen trotz minimaler Änderungen nimmt der Publisher allerdings eine herausragende Position ein. Auch das in Europa im Vergleich zu den USA viel teurere Rock Band erzürnt Spieler.
Doch niemand wird gezwungen, die Spiele zu erwerben - die Sims 2 machen auch ohne H&M Fashion Accessoires Spaß. Vom kostenpflichtigen Spore-Kreaturen-Editor gibt es eine kostenlose Demo, und dem fertigen Produkt liegt er auch bei.
Bei vielen Vollpreisprodukten stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis im Branchenvergleich. Command & Conquer 3 ist nicht kürzer als Universe at War, der Einzelspieler-Teil von Crysis kommt auf eine solide Spielzeit.
Apropos Vollpreis: Dass ein mehr als drei Jahre alte Sims 2 fast immer noch für diesen über die Theke wandert, ist verwunderlich, schließlich würde man mittlerweile eher einen Budget-Tarif erwarten, wie er bei anderen Produkten üblich ist. Crysis, Command & Conquer 3 oder Schlacht um Mittelerde 2 kosten mittlerweile deutlich weniger als bei Erscheinen und sind alle jünger als Sims 2.
Woran liegt's? Dass es sich immer noch akzeptabel verkauft - sonst würden Händler oder EA über eine Preissenkung nachdenken. Doch allein diese Erklärung reicht kaum aus - auch andere Chart-Dauergäste wie World of Warcraft gibt's mittlerweile zum Schnäppchenpreis. Tatsächlich muss sich EA hier den Vorwurf gefallen lassen, noch kommerzieller zu denken als der Wettbewerb.
Ja: Den Nimbus von Blizzard, die noch immer Patches für 10 Jahre alte Spiele veröffentlichen, wird EA nicht erreichen, eine außerordentich schlechte Position nehmen sie aber sicher nicht ein.

Also ich für meinen Teil sehe die starke Kritik an EA berechtigt. Wenn Ubisoft, Bioware, Blizzard, Activision etc. ein Spiel rausbringen brauche ich nicht viele Informationen; es funktioniert, es macht Spaß und es ist nicht ZU teuer.
Bei EA versuche ich die Spiele entweder zu umgehen oder mich im Vorfeld sehr gut zu informieren - schon zu viele schlechte Erfahrungen.
Sie bringen auf dem PC nur miserabel optimierte PS2 Versionen, wie z.B. bei FIFA und behaupten dann, für heutige PCs wäre es zu anspruchsvoll, dabei beweisen sie damit nur ihre eigene Stümperhaftigkeit. Selten dämlich!
EA wird langsam zu DER Lachnummer in der Spielebranche. Durch Online-Aktivierung und DRM vertreiben sie sich ihre Kunden, die noch bereit sind für ein PC Spiel zu bezahlen.
Sie bringen auf dem PC nur miserabel optimierte PS2 Versionen, wie z.B. bei FIFA und behaupten dann, für heutige PCs wäre es zu anspruchsvoll, dabei beweisen sie damit nur ihre eigene Stümperhaftigkeit. Selten dämlich!
Aus aktuellem Anlass Passagen über Spore ergänzt :-]
Das schafft ihr bestimmt auch, nur genug üben!