Modelleisenbahnsimulator mit argen Schwächen
Die Grafik ist zwar ansehnlich, für akzeptable Darstellungsgeschwindigkeit wird aber High-End-Hardware benötigt.
Nachdem sich letzten Monat die Landschaftsbauer unter den Modellbahnfans an Trainz ergötzen konnten, sind nun die Techniker an der Reihe. Denn Modelleisenbahn.exe weist (neben der Grundvoraussetzung Landschaftseditor) ein einfaches, aber voll funktionsfähiges Signalsystem auf. Beliebig viele Weichen und Signalanlagen können per Hand und per Überfahren eines Schienenstücks geschaltet werden - wer gut plant, kann Dutzende Lokomotiven autonom über die Gleise fahren lassen.
Doch vor einen solchen Erfolg haben die Programmierer den Schweiß gesetzt. Dem Editor ist mit seinen zahlreichen unbeschrifteten und wild auf dem Bildschirm verteilten Funktionsknöpfen nur mit Mühe eine halbwegs ansehnliche Landschaft zu entlocken, ein funktionierendes Schienensystem ist hingegen relativ einfach zu verlegen.
Die Grafik von Eisenbahn.exe ist recht gut gelungen - allerdings ist selbst deren Genuss mit Arbeit behaftet. Die störrische Kamera ist nur mit viel Mühe und einem Mausrad zu zähmen. Überzeugender ist das "Fahrmodell": Anstatt das Verhalten von Modelleisenbahnen zu simulieren, orientiert sich Eisenbahn.exe an den trägen, realen Vorbildern.
