Ein Mann von Welt (Kinokritik / Review)
Stellan Skarsgård (Good Will Hunting) spielt in dieser schwarzen Gangsterkomödie aus Norwegen einen aus dem Gefängis freigelassenen Mörder, der Probleme mit seinem neu gewonnenen Alltag hat.
Zwölf Jahre saß Ulrik im Gefängnis. Zurück im Leben, besorgt ihm sein alter Gangster-Boss Jensen eine Bleibe bei einer alten Vettel sowie einen Job in einer Kfz-Werkstatt. Zugleich pocht Jensen darauf, dass Ulrik sich an dem Mann rächt, der ihn in den Knast brachte. Ulrik hingegen steht der Sinn mehr nach Ruhe und Versöhnung mit seinem inzwischen erwachsenen Sohn. Doch als ihm seine Hauswirtin körperliche Gefälligkeiten im Gegenzug für das Abendessen abverlangt, sich eine Liaison mit einer Arbeitskollegin anbahnt und ihn die Freundin seines Sohnes nicht um sich haben will, scheint es mit dem Frieden vorbei.
Wunderbar stoisch stakst Stellan Skarsgård durch diese schwarzhumorige Komödie vor winterlich-grauen Hintergrund. Alle Frauen scheinen nur das eine zu wollen (und es sich auch zu nehmen), die Männer dagegen sind entweder Knallchargen, Sabbeltüten oder anderweitig verpeilt. Da scheint ein gutmütiger Ex-Mörder wie Ulrik noch am normalsten. Ein lakonischer Spaß mit einem Hauch Melancholie.
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