Von wegen Fan-Nähe! EA Sports FC 26 hat Marketing durchgespielt.

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Kolumne Tobias Meyer - Redaktionsleiter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Volta Stadion
Quelle: Electronic Arts

EA verspricht mit FC 26 erneut, auf die Community zu hören - doch hinter der Show stecken altbekannte Probleme. Eine Kolumne über Frust, Hoffnung und Maskottchen.

Wie geil ist das denn bitte?! EA hört endlich mal auf die Fans und nimmt sich Kritik an?! Battlefield 6 sieht schon mal mega gut aus, also wird EA FC26 doch sicherlich auch ein Kracher. Aber zu früh gefreut. Statt Community-Revolution bekomme ich eher "Komm-in-die-Gruppe-Vibes".

Der Enthüllungstrailer - viel Show, wenig Substanz?

Im Enthüllungstrailer zu EA Sports FC26 prahlte EA damit, dass man auf die Community hören will. Das wurde natürlich clever untermalt mit eingeblendeten Kommentaren und Reaktionen von Fans. Ausnahmsweise gab es sogar direkt mal Gameplay-Szenen, die zeigen, was sich alles getan hat.

Bessere Verteidigung, Belohnungen für besseres Timing, geschmeidigeres Dribbling, clevere Torhüter, schnelleres Gameplay. Da geht einem doch das Herz auf! Respekt, EA. Ihr seid einfach ein paar Marketing-Genies.

Denn Hand aufs Herz, das sind alles Phrasen, die jedes Jahr aufs Neue geschmettert werden. Nur, dass das halt in diesem Jahr mit fetziger Musik, schnellen Gameplay-Aufnahmen und haufenweise Animationen unterlegt ist. Das Ding ist das TikTok unter den Reveal-Trailern. Inhaltsloser Blödsinn, der aber immerhin pusht.

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Erste Einblicke - was steckt wirklich dahinter?

Für den Inhalt hat EA wie in jedem Jahr ein paar Deep Dives hinterhergeschoben: Gameplay, Karriere und Ultimate Team. Eigentlich wäre auch Clubs in der Liste, aber da hat man sich wohl gedacht, dass es eh kein Schwein interessiert.

Ich habe da natürlich mit ganz großem Interesse draufgeschaut, denn ich durfte vorab schon einen Vorschau-Build spielen. Das heißt: Ich stand schon auf dem Platz und kann euch verraten, wie viel wirklich hinter den ganzen Marketing-Sprüchen steckt.

Das Gameplay ist in diesem Jahr in zwei Bereiche geteilt: Competitive und Realismus. Ja, genau - die beiden Bereiche, die es auch schon im vergangenen Jahr gab - wenn auch leicht anders. Das heißt in diesem Jahr aber einfach heruntergebrochen, dass Online und Offline stärker getrennt werden.

Im Grunde ist das auch eine gute Idee. Immerhin habe auch ich in den letzten Jahren immer wieder kritisiert, dass die ständigen Updates dazu führen, dass das Spiel im Laufe der Saison verhunzt wird. Die Updates würden nun Offline-Spieler, also die Realismus-Fans, nicht betreffen.

Allerdings könnte der Unterschied zwischen Online- und Offline-Spiel dadurch viel zu groß werden. In meinem Freundeskreis wird immer wieder zwischen FUT und Karriere hin- und hergewechselt. Dadurch müsste man in FC26 also zwei verschiedene Spiele lernen. Man kann offline aber auch mit dem Competitive Gameplay spielen. Was das Ganze aber etwas absurd macht.

Evolution oder Stillstand?

Das Online-Spiel ist jetzt noch schneller, noch präziser, noch dynamischer, noch mehr Adjektive. Ich kann das leider noch nicht beurteilen, weil wir eben den Anstoßmodus gespielt haben, aber ich kann zumindest sagen: auf den ersten Blick spielt es sich wie immer. Und ich meine nicht das übliche "Das ist jedes Jahr das Gleiche", sondern wirklich: Es spielt sich wie immer.

Bildergalerie

Es sind nur ein paar kleine Ausnahmen, die auffielen: Als Verteidiger muss man die Zweikämpfe deutlich besser timen, sonst ist der Stürmer weg. Das erinnert an Zeiten, als das Zweikampfsystem von FIFA überarbeitet wurde. Und auch sonst scheint man eher back to the Roots zu gehen, denn ein weiteres Feature von FIFA18 ist zurück: der Vollspannflachschuss. Und mit ihm übrigens auch der Flachschuss-Bug.

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  1. Seite 1 Seite 1: Hype, Trailer & die Rückkehr der Phrasen
  2. Seite 2 Seite 2: Zwischen Retro-Bugs & Manager-Visionen - Das steckt im Spiel
  3. Seite 3 Seite 3: Ultimate Team & Abrechnung - EA FC 26 im Endspiel
    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bonkic Mitglied
        die horrenden lizenzzahlungen dürften zumindest auch mit ein grund für das knallharte durchmonetarisieren gerade von sportspielen sein. ich will ea bestimmt nicht in schutz nehmen und fut und co. sind die reine pest, aber nur mit spielverkäufen ist das vermutlich nicht mal mehr rentabel.

        nur 1 beispiel: an die nfl geht derzeit pro jahr wohl so ca. ne viertelmilliarde dollar.
        demgegenüber stehen vielleicht geschätzte 10 mio. verkaufte exemplare pa.
        kann sich jeder selbst ausrechnen, dass das nur mit zusatzmonetarisierung überhaupt noch funktioniert.
        wobei sich lizenzkosten und einnahmen natürlich wiederum gegenseitig bedingen: hat ea einen goldesel gefunden, wollen die lizenzinhaber (verständlicherweise sogar) auch was davon ab haben.

        und so schaukelt sich das munter hoch und wir bekommen jahr für jahr dasselbe spiel mit marginalen änderungen. 🤷‍♂️
      • Von Bonkic Mitglied
        die horrenden lizenzzahlungen dürften zumindest auch mit ein grund für das knallharte durchmonetarisieren gerade von sportspielen sein. ich will ea bestimmt nicht in schutz nehmen und fut und co. sind die reine pest, aber nur mit spielverkäufen ist das vermutlich nicht mal mehr rentabel.

        nur 1 beispiel: an die nfl geht derzeit pro jahr wohl so ca. ne viertelmilliarde dollar.
        demgegenüber stehen vielleicht geschätzte 10 mio. verkaufte exemplare pa.
        kann sich jeder selbst ausrechnen, dass das nur mit zusatzmonetarisierung überhaupt noch funktioniert.
        wobei sich lizenzkosten und einnahmen natürlich wiederum gegenseitig bedingen: hat ea einen goldesel gefunden, wollen die lizenzinhaber (verständlicherweise sogar) auch was davon ab haben.

        und so schaukelt sich das munter hoch und wir bekommen jahr für jahr dasselbe spiel mit marginalen änderungen. 🤷‍♂️
      • Von Paisen Hobby-Spieler/in
        Okay. Danke für die Aufklärung :)

        Ändert am Ende nichts daran, dass sich das Angebot von DAZN für mich deutlich verschlechtert hat.
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Paisen
        Es ging jahrelang so. Vor dem ganzen Bundesliga-Krempel hat es wohl gut genug funktioniert.
        Nicht ganz...
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von Paisen
        Es ging jahrelang so. Vor dem ganzen Bundesliga-Krempel hat es wohl gut genug funktioniert.
        nee, das hat nie funktioniert. dazn war nie profitabel, sondern hat immer gewaltige verluste verzeichnet.
        ohne den milliardär im hintergrund würde es dazn nicht (mehr) geben.

        das ist aber jetzt auch nicht unüblich, beinahe jeder abo-service in dem bereich agiert so. das ist immer ne wette auf die zukunft. läuft immer und überall auf die ein und selbe weise ab: mit dumping-preisen werden die kunden ins abo gelockt, dann wird an der preisschraube gedreht. das trägt sich dann irgendwann, oder eben nicht.

        natürlich ist das irgendwo ein hausgemachtes problem. denn diese anbieter sind ja (mindestens mit) dran schuld, dass die lizenzkosten für die ligen dermaßen explodiert sind.
      • Von Paisen Hobby-Spieler/in
        Zitat von McDrake
        DAZN hätte mit 10.- nie funktioniert in dem Umfang, den die angeboten haben.
        Der Preis war bewusst für den Kundenfang so niedrieg.
        Es ging jahrelang so. Vor dem ganzen Bundesliga-Krempel hat es wohl gut genug funktioniert.
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