Dungeons & Dragons Online: Stormreach
Das Gegnerangebot aus Riesenratten, Spinnen und Goblins kennt man zur Genüge.
Es dauert mehrere Stunden bis zum ersten Levelaufstieg, ab Stufe 10 ist man dann praktisch arbeitslos: Das Spiel bietet keine Solo-Aufgaben, keine Berufe und vor allem keine Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe - außer Quests gibt es nichts zu tun. Die Entwickler reagieren bereits und veröffentlichen fleißig Updates mit neuen Quests - doch Langzeitmotivation sollte man sich davon nicht erhoffen.
Eigenheiten und Macken
Ungewöhnlich: Mana und Lebensenergie regenerieren nicht von selbst, entsprechende Erfrischungstränke sind selten und teuer. Etwa in der Mitte eines jeden Dungeons befindet sich daher ein Schrein, an dem man sich ausruhen und neue Kraft tanken kann - bis man diese Oase erreicht, muss man also mit seinen Mitteln Haus halten und überlegt vorgehen.
Doch die Entwickler legen ihrem generell schlüssigen Konzept unnötige Steine in den Weg: Es gibt keine deutschen Server oder Realms. Spielen Sie also mit einer deutschen Version, stoßen Sie schon bald auf Verständigungsprobleme, da viele Spieler englische Begriffe und Ortsnamen verwenden. (Tipp: Viele deutsche Spieler befinden sich mittlerweile auf dem Server "Dorn".)
Ein Suchfenster soll das Finden von Mitspielern erleichtern, in dem man die Suchergebnisse etwa nach Klasse und Level sortiert. Auch hier stört der Sprachen-Mischmasch, außerdem ist das Menü zu langsam. Immerhin gibt es einen integrierten Voice-Chat, das erleichtert die Kommunikation in der Gruppe. Optisch ist das Spiel gelungen: Gute Texturen, schummrige Dungeons und nette Architektur - das kann sich sehen lassen, die Dungeons & Dragons-Atmosphäre kommt gut rüber. Also kaufen oder nicht? Das lesen Sie im Meinungskasten.
