Dragon Age: Origins - Awakening-Test: Ein neuer Charakter, Import-Hinweis und Wertung
Nach dem Tod des Erzdämons in Dragon Age: Origins ist nichts mehr wie es war - und doch alles beim Alten. PC Games testet Dragon Age: Origins - Awakening.
Quelle: PC Games
Wir bekämpfen Schmuggler in ihrem Versteck - hätten aber auch kooperieren können.
Wenig Grund zur Kritik gaben die Entwickler uns darüber hinaus bei den restlichen Neuerungen. Der obligatorische Zuwachs in Sachen Beutegut reicht jetzt bis zur Qualitätsstufe 9, zwei Levels höher als im Hauptspiel. Außerdem umfasst die Erweiterung neue Fähigkeiten, die vor allem die Krieger und Schurken wieder interessant machen. Bogenschützen lassen nun einen fatalen Pfeilhagel niederregnen, Zwei-Waffen-Kämpfer verfallen in einen tödlichen Schwertwirbel und Schurken stechen noch gezielter dorthin, wo es wirklich weh tut. Die Krone setzen dem Ganzen zwei neue Spezialisierungen pro Klasse auf: Schurken avancieren zu Schatten oder treten als Späher der Legion der Toten bei, Magier beschreiten als Hüter den Weg der Dalish-Ältesten oder stürzen sich als Kampfmagier ins Gefecht, während Krieger als Geistkrieger magische Fähigkeiten erwerben oder als Behüter die Gruppe stärken.
Die damit verbundenen Talente sorgen für viel Freude und gehen sogar so weit, dass Schurken beispielsweise kurzzeitige Unverwundbarkeit erlangen können. Um in den Genuss dieser Features zu kommen, müssen Sie übrigens nicht extra einen neuen Charakter anlegen. Stattdessen erhalten Sie auf Stufe 22 einen dritten Spezialisierungspunkt.
Apropos neue Charaktere: Gerade mal ein einziger Ihrer alten Mitstreiter aus dem Hauptspiel steht Ihnen erneut zur Seite. Einige wenige treffen Sie eventuell später im Verlauf der Handlung. Recht viel mehr als ein paar lauwarme Sätzchen kommen dabei aber nicht herum, die weitreichenden Entscheidungen und freund- oder feindschaftlichen Bande, die Dragon Age ausmachten, spielen im Add-on keine Rolle mehr. Das mag kein absoluter Weltuntergang sein, da neue knifflige Entscheidungen anstehen und die frischen Charaktere interessant ausfallen. Insbesondere der sarkastische Magier Anders entlockte uns so manches Schmunzeln und mit dem Krieger Gerechtigkeit gelang Bioware ein echtes Meisterstück in Sachen ungewöhnlicher Charaktergestaltung. Dennoch wuchs einem die originale Besetzung über dutzende Stunden ans Herz und dafür fällt das Wiedersehen definitiv zu dürftig aus. Schade, von einem reinen Add-on haben wir uns mehr erhofft.
Um das Gemeckere abzurunden, erwähnen wir zu guter Letzt die mäßige Synchronisation. Zum Glück erscheint die PC-Version im Gegensatz zur Xbox-Fassung multilingual. Jedes deutsche Exemplar beinhaltet also auch die englische Tonspur. Diese bewegt sich auf gewohnt hohem Niveau und gehört zum Besten, was die Branche zu bieten hat. Allgemein genügen die Dialoge höchsten Spieleransprüchen. Die Entwickler lernen mit jedem ihrer Werke dazu und erreichen in Awakening zwar nicht ganz den Hollywood-Glanz von Mass Effect 2, heben die Messlatte im Vergleich zum Hauptspiel aber an. Gespräche wirken durch die Bank lebendiger und mitreißender. Hier kommt dem Add-on auch die kürzere Spielzeit zugute. Dadurch fällt der Plot weitaus straffer aus und dementsprechend könnten auch Spieler ihren Spaß haben, denen Origins noch zu mächtig und umfangreich war.
Dank der guten Geschichten und spielmechanischen Verbesserungen gelingt der kanadischen Kultschmiede also trotz verschenkten Potenzials und einiger Kritikpunkte unterm Strich ein großartiges Spielerlebnis.
Quelle: PC Games
Je nach Verlauf des Hauptspiels begrüßt Sie in dieser Sequenz eine andere Majestät.
Die Import-Frage
Insgesamt gibt es drei Möglichkeiten, wie Sie die Erweiterung beginnen können. Wir erklären Ihnen, was sich dabei aus dem Hauptspiel übernehmen lässt und wo die Grenzen liegen.
• Ein Held Fereldens: Sie haben das Hauptspiel abgeschlossen? Fein. Mit Ihrem gewohnten Alter Ego können Sie natürlich weiterspielen. Dabei behalten Sie Ihre Gegenstände und vergangene Entscheidungen wirken sich aufs Add-on aus. Behauptet zumindest Bioware. In der Praxis äußert sich das bestenfalls in minimal abgeänderten Dialogen. Für ein reines Add-on ist das unserer Meinung nach zu wenig! Teilweise fühlt es sich richtig seltsam an, wenn ein Charakter Sie oberflächlich begrüßt, obwohl Sie schon gemeinsam dutzenden tödlichen Gefahren getrotzt haben. Die Übernahme Ihres Inventars birgt ebenfalls einige Tücken. Sie behalten nur „Ihre“ Ausrüstung – die Ihrer Gefährten verschwindet mit selbigen. Allzu schade ist das jedoch nicht, Sie finden bald neue Beutestücke, die selbst legendäre Objekte wie König Marics Schwert übertreffen.
• Ein Grauer Wächter: Sie können für Awakening auch einen neuen Charakter erstellen. Die unterschiedlichen Herkünfte fallen natürlich weg, es bleiben die bekannten drei Rassen und Klassen zur Auswahl. In der Folge starten Sie als Kommandant der Grauen Wächter mit Stufe 18 ins Gefecht.
• Halb Held, halb Wächter: Sie haben eine Figur in Origins erschaffen, ohne es mit ihr durchzuspielen? Kein Problem, auch solche Charaktere lassen sich samt Inventar importieren. Aus Balance-Gründen erfolgt dabei eine Hochstufung auf Level 18.
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Die Spielzeit ist für den Preis durchaus reell - man bekommt locker 50h raus, wenn man sich etwas umschaut, experimentiert und die verschiedenen Herstellungen und Nebenquests verfolgt.
Aber große Verbesserungen kann man leider auch nicht feststellen, Kausalitätsbug in quests, eine haklige Steuerung, Entscheidungen, die nur scheinbar Alternativen darstellen, eine KI, die mit 'debil' noch freundlich umschrieben ist, ein oft schlicht unfaires Kampfsystem (Charaktere können nicht über nur hüfthohe Geländer zaubern, Gegnern hingegen macht das oft nichts aus, etc).
Auch das Taktik-Ärgernis No. 1 von Origins - die konstante Bewegunggeschwindigkeit und die reaktionsträgheit des Charaktere - ist erhalten geblieben; ebenso die nicht abzubrechenden Questen, deren Haken sich erst nach vielen Stunden Spiels offenbaren.
Es fühlt sich linearer an und die Gruppengespräche scheinen eher eingeschränkter zu sein, ...Romancen fehlen wohl gänzlich.
Nicht daß das Spiel keinen Spaß machen würde, das tut es ohne Frage, aber eben aus anderen Gründen.
So einen Beitrag (und die Person gleich mit) sollte man eigentlich ignorieren, aber nachdem ich ihn gemeldet habe kommentiere ich ihn mal trotzdem einfach:
Wer ist unsensibler: Derjenige, der ohne nachzudenken Spoiler in seinen Post schreibt, oder der, der andere Menschen im Real life verbrennt?
Unglaublich, was für Leute es gibt.
Zum Thema:
Das Addon macht spaß und sooo kurz finde ich es bissher nicht.
Was mir aber negativ aufgefallen ist, sind die insgesamt knapp gehaltenen Umgebungen. Wo in Neverwinter Nights (Auch in den Addons) Gebäude und Dungeons noch Räume enthielten, die für die Story unwichtig, für die Atmosphäre aber fördernd waren, findet man hier leider nur das wirklich benötigte und relevante.
Hatte man damals zB noch Nebenräume, die lediglich mit 1-2 Schatztruhen bestückt waren, dem Gebäude aber viel mehr Inhalt verschafft hatten (Beispiel: die Inn in der Hauptstadt in NWN 2), so hat man hier nur einen Thronsaal mit zwei unpassierbaren (aufgemalten) Türen. Kein Kapitänsquartier oder ähnliches.
Solche Details sind mir sehr wichtig. Wie das bei anderen ist, weiß ich nicht.
Auch wenn Spoiler ne Schweinerei sind, ob absichtlich oder nicht, bitte ich dich darum solche Äußerungen zu unterlassen. ;)
"Um die anhaltende Bedrohung durch die Dunkle Brut müssen Sie sich allerdings selbst kümmern. Zur Geschichte möchten wir an dieser Stelle gar nicht mehr verraten, zu groß wäre die Gefahr eines Spoilers."
Aha ... nett das ihr nicht spoilern wollt drum packt man auch gleich hier das Bild der Brutmutter mit dem Text:"Diese widerliche Kreatur, genannt "Mutter", ist Ihre Hauptwidersacherin." Dann weiß man auch gar nicht welcher Endgegner auf einen wartet und wie der ausschaut ...
Bei Risen habt ihr doch schon mal so ne Scheiße gebaut und den Endgegner gleich mit in die Gallerie gepackt. Spoiler hasse ich wie die Pest die Menschen die so unsensibel sind würde ich am liebsten in Brand setzen!
Entsprechend darf man sehr wohl erwarten, dass Gefährten mit denen man Ingame deutlich über ein Jahr unterwegs ist ein bisschen mehr als "hallo" zu sagen haben und andere nicht völlig spurlos verschwinden wie der angeblich vom Spieler unzertrennliche Mabari-Hund.
Inwzischen ist ja raus, dass der NPC in der Nähe der Burg ursprünglich dem Spieler Briefe von Leliana und Zevran geben sollte (sind in den Spieldaten integriert) was Bioware aus nicht nachvollziehbaren Gründen in der Endfassung rausgehauen hat.
Apropos rausgehauen, liegt es an meinem PC oder wieso ist die %-Bewertung und die vermutlich deutlich miesere durch die Spieler nicht mehr zu sehen?