Dragon Age 2 Test - Positive Aspekte Teil 2 (Talente, Crafting, Inventar)

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Test Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Pro und Kontra prallen aufeinander: Dragon Age 2 trumpft mit actionreichen Kämpfen auf. Aber geht das auf Kosten klassischer Rollenspielelemente? Wir sagen Ihnen, was Biowares neues Rollenspiel-Epos bietet und wo Sie Abstriche in Kauf nehmen müssen.

Talentsystem, Crafting und Inventar in Dragon Age 2 - übersichtlich und strukturiert, für klassische Rollenspielfans jedoch zu simpel und beschränkt!
Schon beim ersten Stufenaufstieg der Figuren stellen Sie fest: Bei der Charakterentwicklung gibt es in Dragon Age 2 eher vordefinierte Wege. In Origins durfte man für alle Charaktere innerhalb der Klassen Schurke, Magier und Krieger nach Belieben Talente aus den dafür vorgesehenen Bereichen lernen. Einsteiger fühlten sich damit überfordert und recht leicht konnte man sich verskillen, also suboptimal entwickeln. In Dragon Age 2 gibt es für die Charaktere fest vorgegebene Talentgruppen , standardmäßig sechs an der Zahl. Dabei sind die Waffentalente für Ihre Begleiter jetzt begrenzt. Nur Krieger Fenris beispielsweise darf zweihändige Waffen führen, Kriegerin Aveline nur Einhandwaffen plus Schild. Bevor jetzt alle Rollenspielpuristen ob dieser Einschränkung die Hände über dem Kopf zusammenschlagen – die dargebotenen Talente lassen noch genug Spielraum, um die Charaktere einzigartig und abwechslungsreich zu entwickeln. Immerhin gestehen die Entwickler der Hauptfigur die Möglichkeit zu, zwei Waffengattungen zu benutzen. Trotzdem ist es schade, dass man beispielsweise seine Begleit-Schurkin Isabela nicht im Bogenkampf unterrichten oder Schurke Varric im Nahkampf ausbilden kann. Für Ihre Hauptfigur Hawke stehen pro gewählter Klasse noch drei Extra-Talentbäume zur Verfügung: Wie in Origins erhalten Sie auf Stufe 7 und 14 je einen Spezialisierungspunkt zur Freischaltung. Wenn Sie als Magier starten, dürfen Sie Hawke etwa zum Geistheiler spezialisieren, für die magisch begabten Begleiter Merril und Anders bleibt dieser Weg jedoch verwehrt. Wenn ein Begleiter Ihnen gegenüber sehr freundlich oder feindlich eingestellt ist, resultieren daraus zusätzliche passive Effekte. Kurios dabei: Auch Feindschaften sorgen für Boni. Isabela erhält beispielsweise +10% Ausweich-Chance , wenn sie mit Ihnen auf Kriegsfuß steht. Schlussendlich erhält Hawke weitere Boni, falls er ein komplettes Rüstungs-Set trägt.

Cool geworden sind die klassenübergreifenden Kombos, auch wenn man die nur in den schweren Spielmodi so richtig braucht. Maßgeblich für den erfolgreichen Einsatz von Kombos sind die Talente der Recken und das funktioniert beispielsweise so: Die Zweihand-Fertigkeit "Trennung" des Kriegers lässt ein Ziel straucheln. Das Schurkentalent "Explosiver Treffer" verursacht bei strauchelnden Zielen 400 % Extra-Schaden, vorausgesetzt Sie haben dieses Talent verbessert. Das Zusammenspiel der Skills zwischen den Charakteren sorgt somit für eine ordentliche Portion Taktik, die aber erst oberhalb des normalen Schwierigkeitsgrades wichtig wird. Jeder Talentbaum lässt sich nahe heranzoomen, um die einzelnen Skills und deren Wirkung zu untersuchen. Runde Symbole stehen dabei für passive Talente, die permanent wirken. Rautenförmige Symbole repräsentieren Einzelaktionen, sechseckige Symbole beschreiben Talente, die einen anhaltenden Modus ein- und ausschalten.
Nicht gespart, aber vereinfacht wurde beim Crafting-System in Dragon Age 2. Wie im Vorgänger Origins dürfen Sie Tränke, Gifte und Runen herstellen. Allerdings müssen Sie die dafür benötigten Rohstoffe nur noch einmal entdecken und das passende Rezept besitzen. Einmal freigeschaltet, fallen nur Geldkosten zur Herstellung des gewünschten Objekts an.

Charaktere nach Belieben ausrüsten, das geht in Dragon Age 2 nur bedingt! Hawke, Ihre Hauptfigur, bestücken Sie mit Helm, Handschuhen, Rüstung und Stiefeln, ganz rollenspielklassisch. Für die Begleiter gibt es lediglich eine fix vorgegebene Komplettrüstung, hier schlägt der Mass Effect-Effekt voll zu. Wenigstens lässt sich das Kleidungsstück einmalig verbessern, was sich auch optisch bemerkbar macht. Ähnlich wie in Mass Effect 2 erledigen Sie bestimmte Gefährtenquests, um die jeweilige Aufwertung der Begleiterausrüstung freizuschalten. Immerhin lassen sich gefundene Waffen, Ringe, Amulette und Gürtel auf alle Charaktere verteilen, sofern sie die dafür notwendigen Attributwerte besitzen. Bioware gibt damit leider ein gutes Stück Rollenspieltradition auf. Rüstungsgegenstände, die man zuhauf findet, aber nicht zur Klasse von Hawke passen, taugen nur noch zum Verkauf.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Dragon Age 2 Test - Einleitung / Positive Aspekte Teil 1 (Story)
  2. Seite 2 Dragon Age 2 Test - Positive Aspekte Teil 2 (Talente, Crafting, Inventar)
  3. Seite 3 Dragon Age 2 Test - Positive Aspekte Teil 3 (Kampfsystem)
  4. Seite 4 Dragon Age 2 Test - Negative Aspekte
  5. Seite 5 Dragon Age 2 Test - Pro-/Contra-Argumente/Fazit
    • Kommentare (224)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Hui, ich zock das gerade. Nach dem ersten Dragon Age fühlt sich der Titel an wie die totale Luschenkost. Das ist ja noch schlimmer wie das abgespeckte Mass Effect 2. :D

        Total uninteressante Geschichte, total uninteressante Charakter (da interessieren mich auch Dialogoptionen nicht), gefühlt 4 Schauplätze, welche ständig wieder abgegrast werden. Gruppe nicht mehr ordentlich selbst ausrüstbar. Total ins grenzdebile abgleitendes Rumgeklicke anstatt Gruppen/Kampfmanagement. Heiler oder Tanks werden z.B. total entwertet, da alles ständig durch die Gegend rennt bzw. Heiltränke gespamt werden. Dazu Gegnerhorden bei denen gar kein Gefühl dafür hast warum der jetzt mehr HP hat und der wieder weniger. Und vieles mehr Bescheidenes.

        Es macht dafür Spaß, man klickt sich von einer Karten ständig in neue Kleinstabenteuer. Der Spaß ist allerdings auch begrenzt. Für den geistig und auch sonstig leicht zu erfreuenden Gesellen von nebenan eventuell (sehr) gut, für Kenner des epischen ersten Teils maximaler Durchschnitt.
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Hui, ich zock das gerade. Nach dem ersten Dragon Age fühlt sich der Titel an wie die totale Luschenkost. Das ist ja noch schlimmer wie das abgespeckte Mass Effect 2. :D

        Total uninteressante Geschichte, total uninteressante Charakter (da interessieren mich auch Dialogoptionen nicht), gefühlt 4 Schauplätze, welche ständig wieder abgegrast werden. Gruppe nicht mehr ordentlich selbst ausrüstbar. Total ins grenzdebile abgleitendes Rumgeklicke anstatt Gruppen/Kampfmanagement. Heiler oder Tanks werden z.B. total entwertet, da alles ständig durch die Gegend rennt bzw. Heiltränke gespamt werden. Dazu Gegnerhorden bei denen gar kein Gefühl dafür hast warum der jetzt mehr HP hat und der wieder weniger. Und vieles mehr Bescheidenes.

        Es macht dafür Spaß, man klickt sich von einer Karten ständig in neue Kleinstabenteuer. Der Spaß ist allerdings auch begrenzt. Für den geistig und auch sonstig leicht zu erfreuenden Gesellen von nebenan eventuell (sehr) gut, für Kenner des epischen ersten Teils maximaler Durchschnitt.
      • Von SteelTiger Mitglied
        AW: Spieletest - Dragon Age 2 im Test: Das kontrovers diskutierte Rollenspiel erhitzt die Gemüter

        Erinnert stark an Assassin's Creed mit der Steuerung, und Handhabung, ebenso wie die Linearität. Die Grafik scheint zwar nicht auf den neusten Stand, ist aber ausreichend.
        Schnell fallen die immer gleichen Karten auf, und eine wirkliche Abwechslung kommt nicht zu Stande. Auflösungen von Quests gehen leider zu schnell einher, sodass man kaum den Grund der Auswirkungen mitbekommt. Dies macht es schwierig die gesamte / die vielen einzelnen Geschichten zu verstehen. Zum Beispiel ist es mir vollständig unklar, warum ich jahrelang kein kontakt zu meiner Schwester hatte, nachdem Sie eingesperrt wurde, obwohl andere Sie besuchen. Der Grund / die Quelle wurde natürlich am Ende nicht aufgelöst, denn die Probleme mit der Blutmagie bestanden auch schon vor den Götzen. (Falls es in Teil 1 erzählt wurde, müsste ich diesen noch spielen). Leider ist das Rollenspiel eher Oberflächlich gehalten, so kann man jediglich Attribute vergeben, Fertigkeitsbäume erweitern, sowie den eigenen Char ausrüsten. Manchmal haben die eigenen Reaktionen Auswirkungen auf die Spielumgebung, aber nicht auf die Haupthandlung. Ach spielt es keine Rolle, ob Eure Begleiter Euch hassen, lieben oder egal sind. Stehlen wird von Wachen gar nicht beachtet. So kann man getrost die Truhe des Truchsess lehren während sich eine Wache neben Einen befindet.

        Fazit: die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig, nach einigen Stunden aber kein Problem mehr. Das Spiel scheint oberflächlich gehalten, obwohl der vielen Quests und Sprachdialoge. Für wirkliche RPG-Gamer kein Muss. Wenn die Story etwas verständlicher und aufgeschlüsselter sein würde, würde das eine enorme Aufwertung bedeuten.
        Das Spiel ist zeitweilig, viel zu blutig. Man kann die Bluteffekte nur teilweise ausschalten.
      • Von KabraxisObliv Mitglied
        AW: Spieletest - Dragon Age 2 im Test: Actionreiche Kämpfe, weniger klassisches Rollenspiel

        Wer noch Fragen zum Spiel hat oder seine Meinung niederschreiben möchte, kann dies auch gerne im Sammelthread im Forum machen.
        Dort ist die Chance vielleicht höher eine Antwort bzw Kommentare zum Beitrag zu erhalten, da der Thread dort immer "aktuell" ist und der Test hier möglicherweise doch deutlich weniger aufgerufen wird als anfangs.

        Feedback zum Test selbst ist hier natürlich besser aufgehoben. :)
      • Von Lagavulin NPC
        AW: Spieletest - Dragon Age 2 im Test: Das kontrovers diskutierte Rollenspiel erhitzt die Gemüter

        Als Antwort drauf sagte Herbboy, dass DA2 sich eher nicht so sehr an die "Old School" Gemeinde richtet. Darauf mein zweiter Post:

        Das ist ja genau das Problem, was ich habe. Das es eben nicht Old School vs. New School ist, sondern, dass die angeführten Kritikpunkte das Spiel alles andere als überdurchschnittlich machen. Über Levelscaling kann man streiten, über Inkonsistenzen in der Story hinwegsehen (mir macht's zumindest nicht so irre viel aus), aber ein Großteil der bemängelten Dinge machen dieses Spiel sozusagen "faktisch" schlecht. Sie sind objektivierbar und haben nichts mit persönlichen Vorlieben zu tun.
        Du sagst, das Spiel sei trotzdem gut. Mich würde wirklich interessieren, was es denn denn dann so gut macht. So wie ich das sehe, bleibt nämlich nicht mehr viel, wo DA2 noch punkten kann...

        Edit: Was ich halt nicht verstehe, ist, wenn die PC-Games Wertungen von 90% und mehr nur für absolute Ausnahmespiele vergibt, die einem vielleicht alle Jubeljahre mal unterkommen und die in keiner Spielesammlung fehlen sollten, wie kann dann DA2, das ja anscheinend in nahezu jedem Aspekt mängelbehaftet ist (und zum Teil sogar kinnladen-auf-den-tisch-knall-mäßiger Murks), nur 2% weniger bekommen?
        Dass man das Spiel wegen der Inszenierung und der actionreichen, flotten Kämpfe "gut" finden kann, ist ja eine Sache. Aber 88%?
      • Von Lagavulin NPC
        AW: Spieletest - Dragon Age 2 im Test: Das kontrovers diskutierte Rollenspiel erhitzt die Gemüter

        Hallo allerseits. Ich habe diesen Beitrag bereits im Rollenspielforum gepostet, aber trotz der netten Versuche von Herbboy konnte ich keine Antwort auf meine Frage bekommen. Deswegen versuche ich es hier nochmal:

        Vor kurzem erwarb ich nach langen Jahren Computerspiele-Abstinenz die aktuelle PC-Games, hauptsächlich wegen des beigefügten HMM5. Da ich mal wieder ein bißchen Zeit mit meinen
        Lieblingsgenres (RPG und Rundenstrategie) verbringen wollte, guckte ich
        hier und da, was es zur Zeit so alles an Aktuellem gibt und stieß dabei
        auf Dragon Age 2, was ja auch nicht schwer war.

        Neben den zu erwartenden Lobeshymnen, gab es aber auch Reviews wie dieses hier: www.rpgcodex.net/content.php ,
        wo sich der Rezensent zwar um Objektivität bemüht, aber nicht umhin
        kann, dass Spiel mehr oder weniger in Grund und Boden zu verreißen.
        Einige seiner Hauptkritikpunkte:
        - Eine unlogische und von Inkonsistenzen bestimmte Story
        - Aus dem Nichts auftauchende Gegnerwellen
        - Copy+paste maps
        - Unausgereiftes Loot- und Itemsystem
        - MMO-typische, phantasielose Quests: "Kille 10 dies, hole 10 das"
        - Schlauchlevel
        - Levelscaling
        - LP-Blasen als Gegner
        Das alles führt er sehr nachvollziehbar anhand von Beispielen an, so daß
        man, auch ohne das Spiel gespielt zu haben, einen sehr guten Einblick
        bekommt, ob das Spiel was für einen ist oder nicht.

        Was mich jetzt ehrlich gesagt sehr verdutzt hat, ist wie die PC-Games, obwohl sie
        im Test im Prinzip dieselben Punkte bemängelten (und noch einige mehr),
        trotz allem auf eine Wertung von 88% kam. Auch bevor ich mich im Netz
        umsah, kam mir der Gedanke, dass die im Test angeführten Kritikpunkte
        normalerweise dazu ausreichen, eine Wertung erheblich zu drücken. Und
        was da an Postitivem erwähnt wurde: Reicht das wirklich aus, um das
        Spiel da noch rauszureißen?
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