Doom Eternal: The Ancient Gods - Part One im Test: An der Schmerzgrenze
id Software schickt seinen Shooter-Hit in die Verlängerung: Der erste Story-DLC zu Doom Eternal bietet drei frische Levels, pfeift auf Fairness und schmeißt uns einfach mit Unmengen an Gegnern zu. Das spielt sich nochmal deutlich schneller und härter als das Hauptspiel - und das ist nicht immer gut.
Es war rasend schnell, herrlich düster und brutal gut: Mit Doom Eternal hat id Software einen Volltreffer gelandet, der Ego-Shooter zählt unbestritten zu den besten Shootern des Jahres. In unserem großen Test zeigten wir uns vom cleveren Leveldesign, den erbarmungslosen Kämpfen und der düsteren Atmosphäre begeistert. Doch es gab auch einige Kritik aus der Community, manche Spieler ärgerten sich zum Beispiel über die Sprungeinlagen, über das ständige Ressourcenmanagement - und über den saftigen Schwierigkeitsgrad, der deutlich über dem des Vorgängerspiels lag. Euch war Doom Eternal zu schwer? Dann lasst am besten gleich die Finger von The Ancient Gods - Part One. Denn die erste DLC-Erweiterung ist schon auf der normalen Stufe so unbarmherzig, dass das Hauptspiel dagegen wie ein ausgedehntes Tutorial wirkt.
Blutbad in zwei Akten
Der Name verrät es: The Ancient Gods wird in zwei Teilen veröffentlicht, in Part One erleben wir also nur die erste Hälfte der neuen Geschichte. Die knüpft nahtlos an das Hauptspiel an, das man allerdings nicht besitzen muss, denn The Ancient Gods ist auch eigenständig lauffähig. Am Grundprinzip ändert sich natürlich nix: Nach seinem Sieg über die Kahn Maykr sucht sich der Slayer neuen Streit, diesmal in drei fantastisch gestalteten Levels, die euch wieder kreuz und quer durch die Dimensionen führen und vier bis fünf Stunden beschäftigen sollten. Das Blutbad beginnt auf der UAC Atlantica Facility, einer verregneten Basis mitten im tosenden Ozean - ein angenehm klassischer, stimmungsvoller Schauplatz, der sogar in einem kleinen Tauchgang zum Meeresgrund endet. Danach geht's in die Blutsümpfe der Hölle, wo explosive Pflanzen, dichter Nebel und riesige Tentakelviecher für Abwechslung sorgen. Am Schluss landet der Slayer im überwucherten Urdak, das sich nun unter der Kontrolle der Dämonen befindet. Etwas schade: Anders als im Hauptspiel kehrt ihr zwischendurch nicht mehr in eure fliegende Festung zurück, die hat id Software diesmal kurzerhand gestrichen.
Quelle: PC Games
Die drei neuen Levels wurden genau so großartig gestaltet wie im Hauptspiel.
Fantastische Schauplätze
Alle Levels kommen wie gewohnt mit einigen Secrets und kleineren Umgebungsrätseln, dazu zählen auch wieder die umstrittenen Sprungeinlagen, in denen ihr an Stangen entlangschwingen und an Wänden raufklettern müsst. Insgesamt gibt es aber weniger Geheimnisse zu entdecken als im Hauptspiel, was schlichtweg daran liegt, dass ihr keine neuen Upgrades finden müsst. Euer Slayer ist nämlich vollständig ausgerüstet, alle Waffen, alle Runen, alle Verbesserungen sind von Anfang an freigeschaltet. Ihr erbeutet im Spielverlauf lediglich drei neue Runentypen, die in einen vierten, zusätzlichen Slot eingesetzt werden. Eine davon lässt euch beispielsweise ein verlorenes Extra-Leben zurück verdienen, sehr nützlich! Leider gibt es aber überhaupt keine neue Ausrüstung für den Slayer, ihr nutzt exakt die gleichen Waffen, Upgrades und Moves wie im Hauptspiel. Das ist ein bisschen enttäuschend, schließlich gab es schon im Hauptspiel größtenteils die gleichen Knarren wie in Doom (2016).
Quelle: PC Games
Ghostbusters lässt grüßen: Die blauen Geister erledigt ihr nur mit dem Plasmastrahl.
Viel Glück und viel Sägen auf all deinen Wegen
Doom Eternal (jetzt kaufen 162,44 € ) wurde vor allem für seine schweißtreibenden Arena-Kämpfe gelobt, in denen ihr ganzen Dämonenhorden in irrem Tempo von der Bildfläche geputzt habt. The Ancient Gods setzt in dieser Hinsicht überall einen drauf: Kleine Gefechte gegen einzelne Gegner sind seltener geworden, stattdessen nehmen die Arena-Gemetzel nun den Großteil der Spielzeit ein, teilweise wirken sie regelrecht aneinandergereiht. Diese Kampfsequenzen sind zwar genau so fantastisch spielbar wie in Doom Eternal, allerdings werfen sie uns derart viele Gegner entgegen, dass sie sich mitunter gestreckt anfühlen. Zehn Minuten und mehr pro Kampf sind keine Seltenheit, damit erinnern die Blutbäder eher an die optionalen, besonders fordernden Slayer-Tore, die man im Hauptspiel mit einem Schlüssel öffnen musste. Auch in Ancient Gods gibt es wieder drei dieser Tore, allerdings stechen sie im Vergleich zum restlichen Spiel kaum noch heraus. Allein das spricht Bände darüber, wie knifflig die drei neuen Levels geraten sind.
Die Entwickler schleudern euch von Anfang an die dicksten Feinde aus dem Hauptspiel entgegen. Da spawnen auch mal mehrere Cyberdemons und Barons of Hell auf einmal, teilweise in Levelbereichen, wo ihr sie am wenigsten erwarten würdet, stets flankiert von Unmengen kleinerer Dämonen wie Imps oder Zombies, die euch dringend nötige Lebenspunkte, Schildenergie und Munition liefern. Und erinnert ihr euch noch an die rasend schnellen Marauder aus dem Hauptspiel? Glückwunsch, in Ancient Gods dürft ihr zwei von ihnen gleichzeitig bekämpfen. (Kleiner Tipp: Gar nicht lang fackeln und direkt die BFG 9000 auspacken.)
Bildergalerie
Action an der Schmerzgrenze
Das alles alleine wäre schon unbarmherzig genug, doch die Dämonen bekommen noch weitere Verstärkung in Form von drei neuen Gegnertypen. Zwei davon - Geschütztürme und ein korrumpierter Blood Maykr - lassen sich nur mit präzisen Treffern schnell und effektiv ausschalten. Der Sniper-Aufsatz für die Chain-Gun und die Balliste gewinnen deshalb stark an Bedeutung. Der dritte neue Gegnertyp ist eine Geisterform, der andere Dämonen erheblich verstärkt. Erst wenn man ihre Wirtskörper zerstört, wird der Geist freigesetzt. Dann ist Tempo gefragt: Nur mit dem Beam-Aufsatz der Plasmakanone lassen sich die blauen Viecher endgültig zerstören, sonst besetzen sie einen weiteren Dämon und das Spielchen beginnt von vorne. Hinzu kommen noch die bekannten Buff-Totems, außerdem tauchen von Zeit zu Zeit gestärkte Versionen von Dämonen auf, die noch schneller und härter austeilen als gewohnt.
Quelle: PC Games
Neue Waffen gibt es leider nicht. Trotzdem macht die Action immer noch irre viel Spaß.
Rechnet man das alles zusammen, die neuen Gegner, die Totems, die Stärkungsformen und die schieren Massen an schweren Dämonen, die hier minutenlang auf euch einstürmen, gerät die Balance zum Teil heftig ins Wanken: Auf normaler Schwierigkeitsstufe fühlt man sich häufiger in die Enge gedrängt als noch im Hauptspiel, wer hier nicht Superheldenreflexe an den Tag legt und unbeirrt Lebenskraft, Munition und Rüstung nachtankt, hat keine Chance mehr. Der Effekt: Manche Kämpfe können tatsächlich auch mal nerven, weniger wäre hier mehr gewesen. Das gilt auch für den letzten Bosskampf, der uns zig Anläuf gekostet hat. Am Ende erbarmte sich das Spiel und bot uns schließlich eine extra starke Rüstung an, im Grunde ein spieleigener Cheat, um uns über die Ziellinie zu bringen. Normalerweise hätten wir solche Hilfen abgelehnt, verstößt ja gegen die Gamer-Ehre und so. Diesmal schlugen wir aber ein. Wir wollten es einfach nur noch hinter uns bringen. Immerhin hat es sich aber gelohnt: Die Schlusssequenz liefert nochmal einen coolen Story-Twist und wirft einen bedrohlichen Schatten auf das nächste Kapitel, an den id Software bereits arbeitet!
Quelle: PC Games
Wir hoffen, ihr mögt die schnellen Marauder. In Ancient Gods bekämpft ihr zwei von ihnen gleichzeitig.
The Ancient Gods: Part Two hat noch keinen Releasetermin. Part One ist für ca. 20 Euro erhältlich und eigenständig lauffähig. Für 30 Euro könnt ihr auch Part One und Part Two als Season Pass kaufen. Der Battlemode-Multiplayermodus ist in allen Versionen enthalten.

Ich hatte Doom 2016 verschlungen, aber mir hat immer etwas gefehlt, ich hatte es im Schwierigkeitsgrad "los gibs mir" 2-mal durch, beim 3-ten mal hatte ich am Ende keine Lust mehr, immer wenn die Kämpfe mich zum schwitzen brachten, war der Kampf vorbei und ich suchte verzweifelt Dämonen, immer musste Doom 2016 mich in meinem Blutrausch stoppen, ich hasse so was. Bäh schon wieder alle tot, es waren doch gerade nur 30 Gegner. Das war bei Doom 1 auf einfach früher und je höher desto mehr Gegner.
Jetzt zu Doom Eternal, ich dachte "holla die Waldfee", das Spiel will mich wirklich hart dran nehmen, was mein Herz höher schlagen lässt. Ich liebe es, wenn ein Spiel dich so quält, dass man Gänsehaut vor Stress und Herzrasen bekommt, weil man nicht verrecken will und eine Reaktionszeit und Geschwindigkeit den Arsch retten (kann). Ich musste mich echt wieder daran gewöhnen, brauchte auch zwischendurch Pausen, weil es mich auslaugt.
So jetzt zum DLC.
WTF, wie geil ist das denn? Es macht genau das, was ich will. Die Kämpfe sind so Krass, es bringt meinen Blutdurst zum Überkochen und dann wenn der Trip zur Qual wird, nimmt der Kampf erst richtig Anlauf. Doom Eternal ist endlich wieder das Doom, das (oder welches) ich schon immer wollte. Ich habe immer verzweifelt nach Mods für die alten teile gesucht, bis ich auf Brutal Doom gestoßen bin. Ich bin 29 und ich will, dass Part 2 noch mal die Kämpfe länger macht. Es ist schon lange her, dass mich ein Spiel derart in Rage versetzt hat und nach dem Kampf fühlte es sich nach dem geilsten Sex an der Welt an. Doom ist halt nicht für jeden (et)was. Ich will meh , weil das Ende mich so hart genommen hat, das ich einen weiteren Ritt brauche um das zu verarbeiten
Zum Inhalt an sich sage ich jetzt mal nichts, gerade der letzte Teil liest sich etwas ... nennen wir es seltsam
Vor 20 Jahren war ich definitiv besser in sowas (Quake und so).