Gutes Spiel, schlechter Deal: Donkey Kong Country Returns HD im Test

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Gutes Spiel, schlechter Deal: Donkey Kong Country Returns HD im Test
Quelle: Nintendo

Affengeil geht anders: Donkey Kong Country Returns HD glänzt im Test mit vielen alten Stärken - und einigen Schwächen, die auch die Neuauflage runterziehen. Der größte Kritikpunkt ist aber der Preis.

Im Strandkapitel bekommt ihr es zum Beispiel mit Piraten und Krebstieren zu tun, reitet auf einem Wal über die See oder weicht Kanonenkugeln aus. Im Waldabschnitt feuert ihr euch dann mit explosiven Fässern über die Baumwipfel und schwingt an Lianen entlang. Gegen Ende steht dann ein cooler Fabrik-Schauplatz auf dem Reiseplan und ganz zum Schluss landet ihr noch in einem feurigen Vulkanszenario, in dem ihr euer ganzes Können braucht, um nicht alle paar Schritte in der nächstbesten Lavagrube zu landen.

Prima: Retro Studios hat sich für jeden Schauplatz eigene Gegnertypen, Spielideen und Herausforderungen ausgedacht, das wird bis zum Schluss nicht langweilig. Alle Level sind außerdem liebevoll von Hand gestaltet und wirken wie aus einem Guss - davon könnten sich auch heute noch andere Spiele ein paar Scheibchen abschneiden.

Für eine Handvoll Bananen

Donkey Kong tut, was er am besten kann: Über Plattformen und Sprungbretter hüpfen, Gegner mit Sprüngen oder einer Rollattacke plattmachen, unterwegs Bananen aufsammeln und natürlich versuchen, lebendig den Ausgang zu erreichen. Außerdem könnt ihr wieder auf den Boden trommeln, um Schätze zu heben oder geheime Wege zu öffnen. Denn die Level sind vollgestopft mit Sammelkram: Bananenmünzen, Puzzle-Teile, Kong-Buchstaben - wer wirklich alles davon einsacken will, wird viele Level mehrfach spielen müssen, denn manche Secrets sind sehr gut versteckt. Hier haben die Leveldesigner ganze Arbeit geleistet!

Donkey Kong führt eine Rolle aus, während Diddy auf ihm balanciert. Quelle: Nintendo Gutes Spiel, schlechter Deal: Donkey Kong Country Returns HD im Test (5) Leider gilt das nicht für die Bonusräume, in denen ihr noch mehr Goodies einsacken könnt: Die gut verborgenen Mini-Herausforderungen sind zwar ruck, zuck erledigt, spielen sich aber immer noch so eintönig wie vor 15 Jahren.

Auch lesenswert: Metroid Prime Remastered im Test

Die Steuerung ist zwar gelungen, aber auch ungewohnt: Es gibt zum Beispiel keine Taste zum Rennen, darum muss Donkey Kong erst etwas Fahrt aufnehmen, und er kommt auch langsamer zum Stehen als beispielsweise ein typischer Mario - wer hier also nicht aufpasst, landet schnell im Abgrund oder im nächsten Gegner. Das betrifft auch Donkeys nützliche Rolle, die man nur in einer Bewegung ausführen kann und die gerade zu Beginn etwas Übung erfordert.

Zwei Affen müsst ihr sein

Genau wie im ersten Serienteil ist auch Diddy Kong wieder mit von der Partie. Diesmal dürft ihr aber nicht zwischen den Charakteren wechseln, im Einzelspielermodus seid ihr also immer auf Donkey Kong festgelegt und nehmt den kleinen Sidekick einfach auf eure Schultern. Trotzdem ist Diddy ein Segen, denn mit ihm verdoppeln sich eure Lebenspunkte! Außerdem hat er ein praktisches Jetpack dabei, das eurer Affenteam für einen kurzen Moment schweben lässt - das ist bei besonders kniffligen Sprüngen oder Bosskämpfen fast schon unverzichtbar.

Wer mag, kann sich auch zu zweit auf die Bananenjagd begeben, im lokalen Koop übernimmt dann euer Mitspieler die Rolle von Diddy Kong. Der Sidekick mit der roten Kappe spielt sich leichtfüßiger, außerdem kann er Gegner aus der Ferne mit einer Erdnusskanone abschießen, was manche Situationen etwas einfacher macht. Noch mehr spielbare Charaktere wie in Tropical Freeze gibt es allerdings nicht, auf Dixie & Co müsst ihr also verzichten.

Das Gleiche gilt auch für Unterwasserlevel, auch die hat Retro Studios erst im Nachfolger eingebaut. Stimmungsvolle Tauchgänge dürft ihr in Returns also nicht erwarten, das heißt: Wer hier ins Wasser fällt, verliert sofort ein Leben. Und auch bei den Reittieren wurde gespart, das coole Nashorn Rambi lässt sich zum Beispiel nur in einer Handvoll Level blicken - von ihm hätte ich gerne mehr gesehen!

Immer fordernd, nicht immer fair

Lasst euch von der fröhlich-bunten Gestaltung nicht täuschen: Donkey Kong Country Returns ist ein knackig-schwerer Plattformer, der auch geübten Spielern einiges abverlangt! In jedem Level gibt es zwar Checkpoints, doch die liegen manchmal arg weit auseinander. Und spätestens im letzten Spieldrittel, wenn punktgenaue Sprünge und optimales Timing gefragt sind, muss die Steuerung wirklich sitzen. Der Anspruch bleibt zwar über weite Strecken fair - doch es gibt auch ein paar Momente, in denen es Retro Studios schlichtweg übertreibt.

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LOX-TT Mitglied
        Zitat von Professor_X
        Naja, ich als ehemaliger Besitzer von DKC 1-3 auf dem SNES muss sagen, die damalige Softwareschmiede Rare Games hat am Super Nintendo bessere Charaktermodelle und Musikuntermalung abgeliefert als das Spiel heutzutage auf der Switch. Besonders DKC 2 - Diddy Kongs Quest war finde ich um einiges besser als DKC Returns oder Tropical Freeze. Schaut euch mal die letzten Levels vor dem Luftschiff in der Burg an, die tierischen Freunde von denen es 6 oder so gab Rambi das Rinozeros, Squawks der Papagei, Squitter die Spinne, die Klapperschlange, Enguarde der Schwertfisch, die Robbe die das Lavaerhitzte Wasser abkühlte, oder nur den Abspann wo die Kremlings und King K. Rool über die Planke in die Vergessene Welt wandern. Die Lorenlevels in der Geisterwelt, die versteckte DK-Münze in jedem Level, die war wirklich gut versteckt... es gab über 100 davon + die Kremlingsmünzen die man brauchte um die Vergessene Welt zu betreten! Das war ein richtiges Meisterwerk und das auf einer 32bit Konsole.
        Was mir bei den neuen DKCs auch fehlt sind klassische Figuren abseits der Kongs selbst. Alle tierischen Helfer sußer Rambi und Squash und kultige Gegner wie sämtliche Kremlings und K.Rool aber auch Zinker (Die Wespen mit den Stacheln) ClapTraps (die Krokodile mit dem großen Maul) die Biber, Geier etc. Fand die Gegner in DKC1-3 und DK64 cooler als diese Wikinger-Pinguine oder diese komischen Masken
      • Von LOX-TT Mitglied
        Zitat von Professor_X
        Naja, ich als ehemaliger Besitzer von DKC 1-3 auf dem SNES muss sagen, die damalige Softwareschmiede Rare Games hat am Super Nintendo bessere Charaktermodelle und Musikuntermalung abgeliefert als das Spiel heutzutage auf der Switch. Besonders DKC 2 - Diddy Kongs Quest war finde ich um einiges besser als DKC Returns oder Tropical Freeze. Schaut euch mal die letzten Levels vor dem Luftschiff in der Burg an, die tierischen Freunde von denen es 6 oder so gab Rambi das Rinozeros, Squawks der Papagei, Squitter die Spinne, die Klapperschlange, Enguarde der Schwertfisch, die Robbe die das Lavaerhitzte Wasser abkühlte, oder nur den Abspann wo die Kremlings und King K. Rool über die Planke in die Vergessene Welt wandern. Die Lorenlevels in der Geisterwelt, die versteckte DK-Münze in jedem Level, die war wirklich gut versteckt... es gab über 100 davon + die Kremlingsmünzen die man brauchte um die Vergessene Welt zu betreten! Das war ein richtiges Meisterwerk und das auf einer 32bit Konsole.
        Was mir bei den neuen DKCs auch fehlt sind klassische Figuren abseits der Kongs selbst. Alle tierischen Helfer sußer Rambi und Squash und kultige Gegner wie sämtliche Kremlings und K.Rool aber auch Zinker (Die Wespen mit den Stacheln) ClapTraps (die Krokodile mit dem großen Maul) die Biber, Geier etc. Fand die Gegner in DKC1-3 und DK64 cooler als diese Wikinger-Pinguine oder diese komischen Masken
      • Von Professor_X NPC
        Naja, ich als ehemaliger Besitzer von DKC 1-3 auf dem SNES muss sagen, die damalige Softwareschmiede Rare Games hat am Super Nintendo bessere Charaktermodelle und Musikuntermalung abgeliefert als das Spiel heutzutage auf der Switch. Besonders DKC 2 - Diddy Kongs Quest war finde ich um einiges besser als DKC Returns oder Tropical Freeze. Schaut euch mal die letzten Levels vor dem Luftschiff in der Burg an, die tierischen Freunde von denen es 6 oder so gab Rambi das Rinozeros, Squawks der Papagei, Squitter die Spinne, die Klapperschlange, Enguarde der Schwertfisch, die Robbe die das Lavaerhitzte Wasser abkühlte, oder nur den Abspann wo die Kremlings und King K. Rool über die Planke in die Vergessene Welt wandern. Die Lorenlevels in der Geisterwelt, die versteckte DK-Münze in jedem Level, die war wirklich gut versteckt... es gab über 100 davon + die Kremlingsmünzen die man brauchte um die Vergessene Welt zu betreten! Das war ein richtiges Meisterwerk und das auf einer 32bit Konsole.
      • Von DarkSamus666 Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von MaxFaxDax
        Jap, einfacher Vergleich:
        Metroid Prime: Mega Remaster für weniger Geld.
        Donkey Kong Country Returns HD:
        Mäßiges Remaster für zu viel Geld.
        Naja, DKCR ist schon ein gutes Remaster. Es bringt alle Bonusinhalte der DS-Version mit sich, bietet deutlich überarbeitete Charaktere, Texturen und Lichteffekte. Im Gegensatz zu MP Remastered würde dieses Spiel von einem Studio komplett neu überarbeitet, was halt wahrscheinlich mehr Aufwand war.
        Es bietet im Gegensatz zur Wii- und DS-Version klassische Gamepad-Steuerung und im Gegensatz zum DS 60fps. Dazu wird es in 1080p dargestellt.
      • Von Gast1754039402 Mitglied
        Stimmt, aber zur Ehrenrettung des DK HD Remaster…Metroid Prime ist ein Gamecube Spiel, hat längst nicnt die Zugkraft eines Donkey Kong und für 60 oder 70 Euro hätten das wohl wirklich nur absolute Hardcore Fans gekauft.
        Bei DK ist man wohl der Meinung, man kann sich den Preis erlauben. Ist halt DK. ;)
      • Von MaxFaxDax Anfänger/in
        Jap, einfacher Vergleich:
        Metroid Prime: Mega Remaster für weniger Geld.
        Donkey Kong Country Returns HD:
        Mäßiges Remaster für zu viel Geld.
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