Netter Versuch, Heroes of Might & Magic vom Thron zu stoßen.
Auch mit viel gutem Willen, ist der 2D-Grafik keine Schönheit abzugewinnen.
Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch der Angriff auf den Thron des Fantasy-Strategie-Alleinherrschers Heroes of Might & Magic. Und alle Jahre wieder verschwinden die Ursupatoren auch sang und klanglos, weil sie gegen den Runden-Strategieklassiker nicht anstinken können. So erging es auch Disciples, erster Teil. Und, dafür braucht man kein Hellseher zu sein, dem Nachfolger wird kein anderes Schicksal beschieden sein. Dazu hat sich einfach zu wenig am Spiel geändert: Sie ziehen mit einem oder mehreren Rittern samt Mini-Armee durch die 2D-Lande, rauben Schätze, erobern Festungen und errichten Produktionsanlagen für neue Truppen. Kommt es zum Gefecht mit Untoten, Zwergen, Dämonen oder Imperialen, wechselt Disciples 2 auf eine Art Schachbrett, wo Ihre bis zu sechs Krieger der anderen Partei in sehr abstrakten Rundenschlachten einheizen. Der Sieger bekommt Erfahrungspunkte gutgeschrieben, die sich mit der Zeit in besseren Schwertkünsten oder härteren Rüstungen niederschlagen. Artefakte wie magische Schriftrollen oder Talismane, auf die Sie hin und wieder stoßen, verschaffen Ihren Helden noch größere Vorteile, so dass Sie die lieb gewordenen Jungs gar nicht mehr missen wollen. Glücklicherweise müssen Sie das auch nicht: Je einem halten Sie durch alle je sieben Missionen der vier Kampagnen die Treue - das motiviert.

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Das einzig gleiche zu Homm3 sind der Grafikstil (wobei Disciples um ein 100-faches bessere Grafiken bietet) und das Fantasy-Setting.
Fazit: Nur wer sich auch wirklich eingängig mit dem Spiel beschäftigt, kappiert auch worum es geht...