Die Poesie der Liebe: Filmrezension zum romantischen Drama

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Szenenbild aus "Die Poesie der Liebe"
Quelle: Temperclay

Im Paris der 1970er-Jahre lernen Sarah und Victor, die von Doria Tillier und Nicolas Bedos verkörpert werden, nachts in einem Club kennen und lieben. Obwohl beide mit unterschiedlichen Einstellungen in die Beziehung gehen und diese zwischendurch droht, zu Bruch zu gehen, heiraten die beiden und gründen eine Familie. Doch Victor hat große Erfolge als Schriftsteller, während Sarah im Hintergrund zu bleiben scheint. Doch ein Geheimnis droht das neu gefundene Glück zu zerstören.

Das Regiedebüt des französischen Autors und Darstellers Nicolas Bedos steht in der Tradition von Beziehungsdramen wie "Szenen einer Ehe". Bedos, der auch die männliche Hauptrolle spielt, porträtiert die 1971 beginnende und bis ins Jahr 2003 reichende Liebe zwischen dem Literaturstar Victor Adelman und seiner Frau Sarah. Den Rahmen liefert ein Gespräch, das Sarah nach Victors Tod mit einem Nachwuchsautor führt.

Es liegt in der Natur des Kinos, dass die in Kapitel unterteilte Chronik hauptsächlich die schwierigen Phasen der Beziehung thematisiert. Der mit Ekstase überschriebene Teil, in dem das Paar nach holprigem Start das Glück genießt, fällt betont kurz aus. Stattdessen geht es um Eifersucht, Machtverhältnisse und darum, wie Adelmans Ruhm die Ehe beeinflusst. Das ist filmisch wenig raffiniert umgesetzt, sondern in literarischer Manier auf Dialoge und Emotionen fokussiert. Für Kurzweil sorgt aber schon die mit Ausstattung und Kostümen nachgebildete Reise durch vier Jahrzehnte.

FAZIT: Konventionell gefilmtes Lebensdrama für ein reiferes Publikum.

Wertung zu Die Poesie der Liebe

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