Diablo 4: Lord of Hatred: Vor allem die Musik gibt Sanctuary eine Seele
Ein Hintergrundbericht über die Musikproduktion zur Diablo-4-Erweiterung Lord of Hatred zeigt, wie viel Aufwand in die musikalische Untermalung geflossen ist.
Blizzard Entertainment hat auf dem offiziellen Diablo-Youtube-Kanal ein Hintergrundvideo veröffentlicht, das detaillierte Einblicke in die Entstehung des Soundtracks für die Diablo 4-Erweiterung "Lord of Hatred" gewährt. Die Kurzdokumentation zeigt die kreativen und technischen Prozesse des Musikteams um Hauptkomponist Ted Reedy. Funfact vorab: Die gesamten Notenblätter wogen zusammen 23 Kilogramm.
So wichtig ist die Musik in Diablo 4: Lord of Hatred
Im Mittelpunkt der Musikproduktion standen Aufnahmen in den Ocean Way Studios in Nashville, einer zu einem Tonstudio umgebauten ehemaligen Kirche. Das Studio wurde bereits für die Orchestermusik der vorherigen Erweiterung Vessel of Hatred genutzt. Laut Reedy lag die primäre Herausforderung des Projekts in dem enormen Gesamtvolumen der benötigten Kompositionen, welche für Zwischensequenzen, Städte, Regionen, Dungeons, geskriptete Sequenzen und Bosskämpfe konzipiert werden mussten. Insgesamt waren über 100 internationale Musiker an der Produktion beteiligt, darunter ein Orchester in Nashville, ein Chor in London, sowie spezialisierte Perkussion-Spieler und zwei Solosängerinnen.
Für das neue Spielgebiet Skovos entwickelte das Team ein eigenständiges akustisches Profil. Um eine maritime und historisch verwurzelte Atmosphäre zu erzeugen, kamen altertümliche Musikinstrumente wie ein Aulos (das ist eine altgriechische Doppelflöte) und eine Leier zum Einsatz. Die baulichen und musikalischen Eigenheiten dieser Instrumente flossen direkt in die Komposition ein. Zudem wurde in Zusammenarbeit mit den Sängerinnen Úyanga Bold und Asja Kadric eine fiktive, mythische Sprache entwickelt, die als textliche Basis für die Gesangspartituren dient.
Die Beteiligten betonen in der Dokumentation die Bedeutung menschlicher Handarbeit in der Spieleentwicklung. Komponist Ted Reedy hebt hervor, dass der Soundtrack keine computer- oder KI-generierten Inhalte nutzt, sondern vollständig von echten Musikern eingespielt wurde. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn die Community auf Reddit ist voll des Lobes, wenn es um den Soundtrack der Erweiterung Lord of Hatred für Diablo 4 geht. Hier stellvertretend ein Kommentar dazu:
"Alter, als ich zum ersten Tresor kam und das Rogue Encampment-Theme anfing, stellten sich mir die Nackenhaare auf, und ich dachte, es würde nur Rogue Encampment spielen, aber dann hörte ich das Arcane Sanctuary-Theme im nächsten Portal und hatte ein riesiges Grinsen im Gesicht. Diese Erweiterung ist definitiv das Reaper of Souls für Diablo 4. Phänomenales Erlebnis auf ganzer Linie bisher." (X-Nutzer dvblcvpMTG, maschinell übersetzt)
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Quelle: Blizzard, via Youtube
