DCP 2015: Dieser Preis geht uns alle an

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Kolumne Florian Stangl - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Die Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2015 - ein Preis, der jeden Gamer betrifft.
Quelle: Deutscher Computerspielpreis

Viele Gamer finden den Deutschen Computerspielpreis überflüssig. Das aber sollte sich ändern, findet Chefredakteur Florian Stangl. In seiner Kolumne begründet er, warum der DCP 2015 ein großer Schritt in die richtige Richtung ist.

Der Deutsche Computerspielpreis 2015 ist Geschichte. Ihr kennt unsere Berichte dazu, habt den Live-Stream beobachtet und unsere Videos gesehen. Doch damit sollte die Beschäftigung mit diesem Event noch nicht vorbei sein. Jetzt geht es nämlich erst richtig los, und es geht euch alle etwas an.

Dass der Deutsche Computerspielpreis unter den Gamern umstritten ist und besonders kritisch betrachtet wird, ist mir natürlich bekannt – und verständlich. In den ersten Jahren gab es sicher Entscheidungen und Abläufe, die den Spielern mehr als komisch vorkamen. Dass die Politik mitmischt, finden viele bedenklich. Dass die Zielgruppe, die Gamer, in der Vergangenheit nichts mitbestimmen konnte, kam auch nicht gut an. Dazu gab es haufenweise Rubriken, die erwachsene Spieler – also unsere Leser und User – einfach nicht die Bohne interessieren.

Alles verständlich.

Und dennoch ist der Deutsche Computerspielpreis eine Veranstaltung, die uns Gamer direkt betrifft. Denn hier treffen Entwickler (die alle wie wir auch Gamer sind) auf Publisher, Medien und Politiker (von denen auch viele Gamer sind). Ob ein Alexander Dobrindt nun Mario Kart gezockt hat oder Doom, sollte uns völlig egal sein. Wichtig ist, dass er als Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur als Redner beim DCP 2015 nicht nur die Bedeutung des Preises betont, sondern auch weitere Gelder angekündigt hat. Ein Zeichen, dass Computer- und Videospiele unaufhaltsam die nötige und verdiente Beachtung erreichen. Da geht aber noch mehr, das ist auch klar.

Und - noch mal! - dennoch, der DCP 2015 mit dem erstmals vergebenen Publikumspreis und mit Lords of the Fallen als nachvollziehbarem Hauptgewinner ist auf einem sehr guten Weg. Mag man auch als Gamer aus seiner persönlichen Sicht noch viele Wünsche haben und kritikwürdiges finden können, so sollte man sich auch der Wirkung eines solchen Preises bewusst sein: In der großen, weiten Welt außerhalb unserer Branche ist unser Hobby schon längst angekommen und wird immer mehr Kulturgut, als spannende Spielwiese und Innovationstreiber wahrgenommen. Und darüber können und müssen wir als langjährige Intensivspieler froh sein. Es erleichtert den Kreativen unserer Branche, uns weiter mit spannenden, lustigen, dramatischen oder innovativen Spielen zu begeistern.

Wie zuvor geschrieben, geht aber noch mehr. Was wären für euch sinnvolle Verbesserungen? Eine eigene Rubrik für Indie-Spiele? Oder gar Early-Access-Titel? Soll jemand aus der Gaming-Szene den DCP moderieren?

Hinweis: Die Webseiten www.pcgames.de, www.videogameszone.de und www.gamesaktuell.de gehören zur Computec Media GmbH, die 2015 Medienpartner des deutschen Computerspielpreises ist.

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Paldonhb Mitglied
        Zitat von Angry-Angel
        Die einzig sinnvollen Änderungen wären, in meinen Augen, dass man die Politik komplett aus diesem Sektor raushält.
        Was passieren kann, wenn man die Politik mitmischen lässt, sieht man an den Echoverleihungen, dem Ethikrat und der Deutschrock-Band: "Frei.Wild".

        Die zweite Änderung, um dem Ganzen Glaubwürdigkeit zu verleihen, die Preisträger einzig und alleine von den Spielern bestimmen zu lassen.
        Denn wir Gamer sind es, die durch unsere Käufe der Spiele die Weiterentwicklung eben Dieser ermöglichen.
        Also sollten wir Gamer auch in letzter Konsequenz, ganz demokratisch - via Abstimmung, bestimmen können, wer welchen Preis erhält.

        My two Euro-Cents
        Angel
        sehe ich ganz genau so
      • Von Paldonhb Mitglied
        Zitat von Angry-Angel
        Die einzig sinnvollen Änderungen wären, in meinen Augen, dass man die Politik komplett aus diesem Sektor raushält.
        Was passieren kann, wenn man die Politik mitmischen lässt, sieht man an den Echoverleihungen, dem Ethikrat und der Deutschrock-Band: "Frei.Wild".

        Die zweite Änderung, um dem Ganzen Glaubwürdigkeit zu verleihen, die Preisträger einzig und alleine von den Spielern bestimmen zu lassen.
        Denn wir Gamer sind es, die durch unsere Käufe der Spiele die Weiterentwicklung eben Dieser ermöglichen.
        Also sollten wir Gamer auch in letzter Konsequenz, ganz demokratisch - via Abstimmung, bestimmen können, wer welchen Preis erhält.

        My two Euro-Cents
        Angel
        sehe ich ganz genau so
      • Von ElReloaded Mitglied
        Zwei Vorschläge:

        Ich würde mir eine Rubrik "Kundenfreundlichkeit" wünschen, wo herausragende Leistungen im Support, aber auch bspw. beim Bereitstellen von kostenlosen Erweiterungen bzw. Mods oder Einbindung der Community in das Gamedesign gewürdigt werden. Support findet heute doch nicht mehr statt. Falls man Probleme hat, wird man zunächst mit jeder Menge Arbeit schikaniert: dxdiag, screenshot, rechnerconfig... dann bekommt man die Schwachsinns-Ratschläge: bestimmt wars der Antivir, oder die Platte ist zu fragmentiert. Ich wette, und ich meine das ernst, das bei vielen Herstellern Bots die Mails der User beantworten.

        Zweite Rubrik: innovativste neue Spielmechanik. Jedes Jahr kommen 100 neue Browsergames raus - aber wieviele neue Spielmechaniken sind da drin? Ich behaupte 0, max. 1. Und diese eine - die gilt es zu finden und auszuzeichnen. Das gilt natürlich auch für MMOs oder klassische PC-Spiele.
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von FelixSchuetz
        So ist es auch. Lords of the Fallen ist eine deutsch-polnische Koproduktion, in der zwar große Teile bei Deck 13 entwickelt wurden, aber eben nicht alle. CI Games ist keineswegs nur Publisher, sondern auch Mit-Entwickler.
        eben.
        ich hab nachgefragt bei deck13. und die sagen -natürlich- dass die entwicklung zu über 80% bei ihnen stattgefunden hat...
      • Von Felix Schuetz Redakteur
        Zitat von Bonkic
        so 100%ig scheinen die verantwortlichkeiten nicht aufgeteilt gewesen zu sein:
        So ist es auch. Lords of the Fallen ist eine deutsch-polnische Koproduktion, in der zwar große Teile bei Deck 13 entwickelt wurden, aber eben nicht alle. CI Games ist keineswegs nur Publisher, sondern auch Mit-Entwickler.
      • Von RoTTeN1234 Mitglied
        Zitat von MatthiasDammes
        Das Spiel wurde bei Deck 14 in Frankfurt entwickelt.
        Die Polen von CI waren Publisher.

        Das Vetorecht wurde meines Wissens doch bereits abgeschafft.
        Ah alles klar, dann ist das ja gut ;)
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