Dead Island 2: Großer Test zum Splatter-Fest - Auch gekürzt ein Fetzenspaß

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 14,99 €
Dead Island 2: Großer Test zum Splatter-Fest - Auch gekürzt ein Fetzenspaß
Quelle: Plaion

Dead Island 2 inszeniert Kämpfe, so brutal, man will danach am liebsten den Bildschirm abwischen. Hinter all dem Gemetzel steckt aber auch ein Action-Abenteuer, das genau weiß, was es sein will - und dabei vieles richtig macht. Doch ruinieren die Schnitte in der USK-Fassung am Ende viel vom Zombie-Spaß? In unserem Test (mit Video) zu Dead Island 2 gibt's alle Antworten.

Die Physik-Spielerein erreichen zwar kein Half-Life-2-Niveau, sind aber gerade richtig dosiert, um die Action aufzulockern. Auch in Nebenaufgaben kommen oft kleine Rätsel zum Einsatz. Die sind zwar nicht wirklich wichtig, liefern aber kleine Belohnung, Geld und Erfahrungspunkte - das genügt als Anreiz, um in ältere Gebiete zurückzukehren und sie nochmal gründlich abzusuchen. Manche Bonusaufgaben gibt's auch von Charakteren, die man schon in der Hauptquest kennenlernt - das ist nett, weil man sie so noch etwas besser kennenlernt. Teilweise trifft man aber auch auf neue NPCs, die im Vergleich zur Hauptbesetzung deutlich schlechter ausgearbeitet wurden. Da gibt es zum Beispiel eine abgehobene Künstlerin, für die wir irgendwelche Zombieteile beschaffen sollen, das ist anspruchslos und auch die Dialoge fallen mau aus. Für andere Nebenquestreihen müssen wir mehrmals Gegnerwellen nach bestimmten Vorgaben plattmachen - das ist anfangs vielleicht noch okay, einmal hat es uns aber auch ganz schön genervt. 15 Zombies ins Wasser kicken? Nicht so lustig, wie es klingt.

Bildergalerie

Koop-Modus für drei Spieler

Nebenquests sind aber zumindest eine gute Gelegenheit, um den Koop-Modus auszuprobieren, denn in Dead Island 2 könnt ihr auch zu dritt auf Zombie-Jagd gehen. Dabei werden eure Quest-Fortschritte für alle Teammitglieder gespeichert, selbst wenn ihr euch später wieder trennt und alleine weiterspielt. Alle Spieler erhalten ihre eigene Beute, nur das Geld wird in der Gruppe aufgeteilt. Und auch sonst hat sich der Koop im Test schön unkompliziert präsentiert. Für Questdialoge oder Gebietswechsel wird zum Beispiel einfach die Gruppe zusammengerufen und schon geht's weiter. Das funktioniert also, doch letztendlich ist der Koop völlig optional; wenn ihr also keine Mitspieler findet oder sowieso lieber solo unterwegs seid, spielt ihr eben alleine und verpasst dabei auch nicht viel.

Der Koop-Modus klappte im Test ohne Probleme. Interessant: Hier werden auch Quest-Fortschritte für alle Teilnehmer gespeichert. Quelle: PC Games Der Koop-Modus klappte im Test ohne Probleme. Interessant: Hier werden auch Quest-Fortschritte für alle Teilnehmer gespeichert.

USK-Fassung geschnitten: Die Folgen der Selbstzensur

Spätestens jetzt müssen wir aber über die USK-Fassung reden. Denn die wurde tatsächlich ein bisschen gekürzt. Sieht man das Spiel in Bewegung, kann man das kaum glauben: Brechende Knochen, klaffende Wunden, schmelzende Haut, fliegende Körperteile, herabfallende Kiefer und Augäpfel, die aus Schädeln herausplatzen - das alles ist auch in der gekürzten USK-Version komplett enthalten. Erst wenn die Gegner als besiegt gelten, greifen die Kürzungen - denn ab hier dürft ihr die Körper der Zombies nicht mehr mit euren Waffen bearbeiten und weiter in ihre Bestandteile zerlegen. In der Uncut-Fassung ist das problemlos möglich. Das hat aber keine spielerischen Auswirkungen und ganz ehrlich: Im Test haben wir das Feature auch wirklich nicht vermisst. Wer aber kategorisch gegen Zensur jeder Art ist und sich schlichtweg nicht von der USK bevormunden lassen will, wird sich vielleicht trotzdem darüber ärgern - und das können wir absolut nachvollziehen.

Das wirklich heftige Wunden-System ist auch in der deutschen Fassung enthalten. Nur besiegte Gegner darf man nicht weiter "bearbeiten". Quelle: PC Games Das wirklich heftige Wunden-System ist auch in der deutschen Fassung enthalten. Nur besiegte Gegner darf man nicht weiter "bearbeiten".

Die Schnitte haben lediglich eine Auswirkung, die betrifft den Koop: Wenn ihr eine Spielersuche startet, könnt ihr euch nur mit anderen USK-Spielern zusammentun. Anders sieht es aus, wenn ihr Besitzer der internationalen Fassung in eurer Freundesliste habt und sie direkt in eure Partie einladet. Dann werden die Schnitte nämlich vorübergehend für alle Spieler in der Session aktiviert. Heißt also: Wer eine internationale Fassung hat und sich mit einem USK-Spieler verbindet, muss für die Dauer der Partie mit den leichten Schnitten leben. Wirkt das alles ziemlich unnötig? Absolut. Aber für die USK-Beschlüsse können die Entwickler schlichtweg nichts. Wir finden, unter diesen Umständen hat Dambuster Studios noch die beste Lösung für deutsche Spieler gefunden.

Ausblick und Ende

Trotz Koop-Modus und Nebenquests solltet ihr von Dead Island 2 keinen Dauerbrenner erwarten. Das Spiel ist irgendwann einfach durchgespielt und dann gibt es - abgesehen von den anderen Klassen - kaum Anreize, es nochmal von vorne zu beginnen. Die Story bietet keinerlei Entscheidungsmomente und läuft immer gleich ab. Und ein richtiges Endgame gibt's in dem Sinne auch nicht - ihr dürft nach dem Finale einfach weiterspielen. Was übrigens völlig okay ist, Spiele dürfen auch einfach mal fertig sein. Einen New-Game-Plus-Modus hätten wir allerdings doch sehr begrüßt - der fehlt noch zum Launch, könnte aber zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Wir wissen aber zumindest schon, dass wir von Dead Island 2 noch nicht zum letzten Mal gehört haben. Schon jetzt wird ein Expansion Pass im Rahmen der Gold Edition verkauft, 80 Euro kostet die PC-Fassung. Damit soll die Hauptquestreihe irgendwann später mit zwei neuen Kapiteln fortgesetzt werden, inklusive frischer Gebiete zum Erkunden, neuer Quests, Gegner, Waffen und so weiter. Die Details kennen wir natürlich noch nicht, aber zumindest wissen wir: Die Entwickler haben ein prima Fundament für künftige Erweiterungen aufgebaut. Hoffentlich nutzen sie es gut!

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Schön, performant, stabil

Auch die Technik hinterlässt im Test einen sauberen Eindruck. Selbst ohne Day-One-Patch haben wir auf PS5 und PC nur sehr wenige, meist harmlose Bugs erlebt. Die Performance verdient ein Extralob: Auf dem PC und aktuellen Konsolen läuft das Spiel wunderbar flüssig, sieht sehr gut aus und die Ladezeiten sind schön kurz - da wurde also sauber optimiert. Grafisch ist Dead Island 2 kein Wunderwerk, aber das hatten wir nach unserer letzten Preview auch nicht erwartet: Die Levelgestaltung ist sehr gelungen, die Zombies sind in aller Regel sehr schön animiert und die Lichtstimmung in den Außengebieten verbreitet eine schicke Postkartenatmosphäre. Auch die Charaktere in der Hauptquest sind schön in Szene gesetzt, die saubere Mimik ergänzt sich prima mit den wunderbaren englischen Sprechern. Einzig die Reflexionen fallen negativ auf, egal ob man vor einem Spiegel, einem Fernseher oder eine Glaswand steht - wirklich überzeugend sieht das nicht aus. Doch über solche Details können wir locker hinwegsehen.

Anders sieht es bei den Last-Gen-Fassungen aus, die wir für einige Stunden ausprobiert haben. Auf der guten, alten PS4 hat das Spiel ordentlich zu kämpfen, um irgendwie noch auf 30 FPS zu kommen, die Framere fühlt sich unsauber an. Auch die Ladezeiten fallen ohne SSD wesentlich länger aus als auf anderen Plattformen, außerdem werden viele Texturen erst verzögert nachgeladen, das schadet der Atmosphäre. Spielbar ist es zwar trotzdem und es sieht sogar überraschend gut aus, aber wer Dead Island 2 richtig genießen will, greift eindeutig besser zu den Umsetzungen für PC, PS5 oder Xbox-Series-Konsolen.

Die PC-Fassung von Dead Island 2 gibt's zum Launch nur exklusiv über den Epic Store. Der Preis liegt bei 60 Euro. Die Konsolenumsetzungen landen bei den üblichen 70 Euro für ein Vollpreisspiel. Wer 20 Taler drauflegt, erhält die Gold Edition, die auch schon den Expansion Pass für die künftigen Add-ons enthält.

Wertung zu Dead Island 2 (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Dead Island 2 (XBO)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Dead Island 2 (PS4)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Dead Island 2 (PS5)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Dead Island 2 (XSX)

Wertung:

8.0 /10
Fazit

Ein Spiel, das genau weiß, was es sein will: Ein stimmungsvoller, fast schon altmodischer Zombie-Klopper mit hohem Splatter-Faktor, schicken Levels und überraschend guten Charakteren. Das Spiel ist nicht clever, innovativ oder fordernd - aber es macht einfach Spaß, und das ist doch die Hauptsache.


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Dead Island 2 ist nicht originell, es ist nicht wahnsinnig fordernd und auch nicht übertrieben umfangreich. Aber: Es macht einfach eine ganze Menge richtig, vor allem mit seinen wirklich derben Kämpfen dürfte es viele Dead-Island-Fans glücklich machen. Auch die schicken Schauplätze, das motivierende Erkunden und die angenehm cringe-freien Charaktere, die uns durch die Story begleiten, haben uns positiv überrascht. Dead Island 2 ist nicht bahnbrechend, will es auch gar nicht sein - aber wenn ihr einfach nur mal wieder einen schönen Zombie-Klopper für Erwachsene spielen wollt, in dem so richtig die Fetzen fliegen, könnt ihr euren Trip nach Hell-A definitiv buchen.

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    • Kommentare (76)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von derbeoida NPC
        Kinder sind eh viel zu gefährdet, deswegen sollte mal Kinder verbieten.
      • Von derbeoida NPC
        Kinder sind eh viel zu gefährdet, deswegen sollte mal Kinder verbieten.
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von 1xok
        Und wenn die Plattformen das nicht anbieten, dann soll der Staat es ihnen via Gesetz vorschreiben, nebst akzeptieren Verfahren zur Altersverifikation.
        Oh Nein, bitte nicht... wenn der "Staat" das versucht, dann geht das bei so vorhaben wie Digitalisierung von Identitätsnachweisen oder auch nur die Überlegung wie andere das umsetzen sollen usw. in schöner Regelmäßigkeit schief, wenn ich einen nicht sehen will im Zusammenhang mit solchen Themen, dann "der Staat" .. und das sage ich als jemand der wirklich nicht den Aluhut auf hat oder staatsverdrossen ist.

        Ferner: Wenn "der Staat" das vorschreiben würde, dann wären ja nicht die Anbieter gezwungen, die Artikel überhaupt anzubieten, sondern sie würden es einfach bleiben lassen wenn sie meinen dass es zu aufwendig wäre (und so wie ich unsere Experten da kenne würde eine aufwendige Lösung dabei herauskommen).. ich glaube nicht dass auch dir damit letztlich gedient wäre.
      • Von 1xok Mitglied
        Zitat von fud1974
        Was willst du denn jetzt konkret.. MEHR Jugendschutz?
        Ich will mich auf Steam, Epic und Co. einfach als Erwachsener registrieren können. Punkt. Und wenn die Plattformen das nicht anbieten, dann soll der Staat es ihnen via Gesetz vorschreiben, nebst akzeptieren Verfahren zur Altersverifikation. Auf die USK müssen wir hier nicht warten. Von der kommt dazu garantiert keine Initiative. Da hat man den Bock zum Gärtner gemacht.

        Bei Paypal und anderen Zahlungsdienstleister bin ich ja bereist als Volljährig registriert. Und über Paypal bezahle ich auf Steam regelmäßig meine Spiele. Auf diese Daten könnte die Gamingplattformen zurückgreifen. Ansonsten gibt es Anbieter wie Onfido. Dauert nur 5 Minuten und der Käse ist gegessen.

        Und wer das alles nicht will, der lässt sich eben weiter als Kind behandeln, nutzt Uncut Patches, VPNs etc.. Nur ich habe als erwachsener Mensch darauf einfach keinen Bock mehr und auch keine Zeit dafür. Es ist lächerlich, insbesondere in Anbetracht, welche Daten die Leute auf diversen anderen Plattformen täglich teilen. Wir haben 2023.
        Zitat von pineappletastic
        1. Jedes Kind reagiert anders auf solche Inhalte.
        Siehe meine Antwort an fud1974 oben.
      • Von pineappletastic Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von 1xok
        Ich finde es okay wie es auf YouTube läuft. Es ist nicht perfekt, aber wie Du sagst, damit muss man leben.

        Was mich nervt sind die unseligen Schnipseleien im Auftrag der USK. Die bringen nämlich überhaupt nichts. Spiele wie Dead Island 2 sind für Kinder verstörend, egal ob man die Zombies nun noch am Boden liegend zerstückeln kann oder nicht. Wer denkt sich überhaupt derart schwachsinnige Regeln aus?

        Jedes Kind kann das Spiel jetzt sehr leicht versehentlich zu Gesicht bekommen, auch wenn es eigentlich nur Fortnite (um mal ein anderes Spiel zu nehmen) starten wollte. Auf Epic kommt eine lapidare Warnung, die man einfach wegklickt und schon ist der Bildschirm in Blut getränkt.
        1. Jedes Kind reagiert anders auf solche Inhalte. Als mich meine Brüder mit so Spielen wie Kingpin oder Filmen wie Braindead konfrontiert haben, war ich auch nicht schwerst traumatisiert und verstört. Man sollte auch nicht so tun, dass Kinder nicht angetan davon sind, sich Inhalte anzuschauen, die für sie nicht zugänglich sind oder "verboten" sind.

        2. Sollte man Eltern mal nicht aus der Verantwortung nehmen. Offiziell darf ein Kind unter 13 Jahren gar nicht die Plattform benutzen. Wenn man als Elternteil kein Bock auf Erlernung und Vermittlung von Medienkompetenz hat und immer mit dem fadenscheinigen Argument der fehlenden Zeit kommt, dann soll man sich nicht beschweren. Eltern sind dazu verpflichtet sich aktiv zu beteiligen und auch damit auseinanderzusetzen.

        3. Kann und sollte man seine Kinder auch nicht in Watte packen und vor allen potentiellen Gefahren schützen, denn hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Aufklärung ist wichtig. Kinder müssen eben auch ihre Erfahrungen machen. Eltern, die auf maximale Strenge setzen und einem alles verbieten, züchten Kinder heran, die mit Angststörungen groß werden und irgendwann aus dem Käfig ausbrechen.

        4. Ist der Konsum von Social Media und Pornos bedeutend gesundheitsschädlicher und entwicklungshemmender als es irgendein Videospiel jemals sein könnte. Wer denkt, dass Spiele wie Dead Island 2 eine Gefahr für das Wohlergehen der Kinder darstellt, sollte sich mal mit den anderen zwei Themen beschäftigen. Eltern, Lehrer, Sozialarbeiter wie auch Politiker sind mehr denn je gefragt, aber von nichts kommt auch nichts.
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von 1xok
        Was mich nervt sind die unseligen Schnipseleien im Auftrag der USK. (..)

        Jedes Kind kann das Spiel jetzt sehr leicht versehentlich zu Gesicht bekommen, auch wenn es eigentlich nur Fortnite (um mal ein anderes Spiel zu nehmen) starten wollte. Auf Epic kommt eine lapidare Warnung, die man einfach wegklickt und schon ist der Bildschirm in Blut getränkt.
        Was willst du denn jetzt konkret.. MEHR Jugendschutz? Wir haben ja dann offenkundig mehrere Strömungen hier, die meisten schreien eher danach, das weiter zurückzufahren (oder zumindest was einzuführen was für Volljährige einen einfachen Bezug solcher Titel ermöglicht).

        Was die USK angeht.. Nun ja, nach irgendwelchen Regeln muss man halt gehen, und immer da, wo es Regeln gibt, wird es bei der Auslegung spannend und manchmal seltsam, bei jedem Regelwerk werden die Grenzen getestet... und im "Auftrag der USK".. nun ja, das ist die "Unterhaltungssoftware SELBSTKONTROLLE" wohlgemerkt..
        "Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH ist der Industrieverband der Spiele entwickelnden, produzierenden und in Deutschland vertreibenden Industrie" .. ist entstanden, bevor schlimmeres vom Staat kommen konnte. ;)
        Ich würde sagen nach Vorbild der USA, als es während der "Mortal Kombat" Ära da hoch herging wurde ja auch eine freiwillige Selbstkontrolle gegründet, sonst wäre es hässlich geworden, ist nicht so, dass sie nicht auch die Diskussion gehabt hätten.
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