Dead Island 2: Großer Test zum Splatter-Fest - Auch gekürzt ein Fetzenspaß

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Dead Island 2: Großer Test zum Splatter-Fest - Auch gekürzt ein Fetzenspaß
Quelle: Plaion

Dead Island 2 inszeniert Kämpfe, so brutal, man will danach am liebsten den Bildschirm abwischen. Hinter all dem Gemetzel steckt aber auch ein Action-Abenteuer, das genau weiß, was es sein will - und dabei vieles richtig macht. Doch ruinieren die Schnitte in der USK-Fassung am Ende viel vom Zombie-Spaß? In unserem Test (mit Video) zu Dead Island 2 gibt's alle Antworten.

Die Waffen unterscheiden sich in Tempo, Wucht und Wirkung. Mit einer Klinge schnitzt man zum Beispiel Gliedmaßen und Köpfe ab. Schwere Keulen dagegen bringen Feinde zuverlässig aus dem Gleichgewicht, damit macht man selbst die größeren Moderbirnen schnell kampfunfähig. Überhaupt ist der Schwierigkeitsgrad recht niedrig angesetzt, man kann aus vielen Situationen problemlos flüchten oder sich einfach stur den Weg freikämpfen. Und wenn es doch mal ganz übel kommt, könnt ihr auch eine Art Zombie-Modus aktivieren. Das Feature wird zwar erst etwa ab der Hälfte freigeschaltet, doch damit haut ihr auch binnen Sekunden alles kurz und klein - damit ist man praktisch unbesiegbar. Und selbst wenn ihr doch mal ins Gras beißt, ist das auch kein Drama: Die Respawn-Punkte sind fair gesetzt und eine Bestrafung gibt's auch nicht. Allerdings gibt es eben auch nur einen einzigen Schwierigkeitsgrad - und der dürfte Hardcore-Spielern schlichtweg zu lasch sein.

Je weiter ihr in der Hauptquest kommt, desto mehr Gegnertypen erscheinen in der Spielwelt. Neben lahmen Schlurfern und schnellen Flitzern gibt es dann auch säurespuckende, explodierende oder kreischende Zombie-Varianten, die dann weitere Gegner anlocken oder auf Distanz angreifen. Hin und wieder begegnet man auch noch stärkeren Viechern, die haben dann besondere Namen und lassen in der Regel einen Schlüssel fallen, mit dem ihr dann eine Beutekiste in der Nähe aufschließen könnt. Manche Zombies haben außerdem noch besondere Eigenschaften wie brennend oder elektrisiert, das macht sie immun gegen bestimmte Schadenstypen - doch selbst damit ist das Gegnerangebot noch ziemlich überschaubar. Menschliche Gegner wie in Dying Light 2 gibt es übrigens nicht und auch Zombie-Hunde oder Roboter haben sich die Entwickler verkniffen - ihr bekommt es also immer mit Untoten (und ein paar ekligen Mutationen) zu tun.

Dead Island 2 ist ein Splatter-Spaß, der sich zur Abwechslung mal nicht an Action-Profis richtet. Quelle: PC Games Extrem brutal, aber nie wirklich schwer: Dead Island 2 ist ein Splatter-Spaß, der erfahrene Actionspieler nur wenig fordert.

Kleider machen Tote

Eine klare Stärke von Dead Island 2: die vielen Outfits eurer Gegner. Das Design der Faulköpfe richtet sich immer nach der Umgebung, das heißt, in der Nähe von Polizeiautos werden euch vielleicht Cops in schwerer Montur angreifen, am Strand sind's dann vielleicht angeknabberte Surfer im dünnen Bikini, der überhaupt keinen Schutz bietet. In der Nähe von Kontrollposten rücken euch dann vielleicht bissige Wissenschaftler auf die Pelle, oder Soldaten, die zum Teil noch Granaten am Körper tragen, die man mit einem Treffer in die Luft jagen kann. Der Look der Zombies sorgt also nicht nur optisch für Abwechslung, sondern wirkt sich hier und da auch aufs Gameplay aus.

Gegner spawnen allerdings sehr häufig nach, mit durchwachsenem Ergebnis. Meistens kriechen die Zombies brav aus Gullideckeln empor oder klettern über Zäune in den Level, manche tauchen sogar aus dem Sandstrand auf - da gibt's nix zu mecken. Hin und wieder erwischen wir die Gegner aber auch dabei, wie sie aus heiterem Himmel an Orten spawnen, die wir gerade erst freigekämpft hatten. Selten sind uns da Gegner sogar direkt vor die Füße gespawnt, ein kleiner Dämpfer für die Atmosphäre - da sollten die Entwickler also nochmal nachbessern.

Das Aussehen der Zombies passt oft zum Levelabschnitt. Quelle: PC Games Das Aussehen der Zombies passt oft zum Levelabschnitt.

Wie spielt es sich als Shooter?

Schusswaffen werden erst nach ein paar Spielstunden freigeschaltet, sollten dann aber zu eurer Standardausstattung gehören. Das Angebot ist nicht riesig und richtig abgefahrene Modelle hat man sich gespart, aber es gibt zumindest ein paar ordentliche Pistolen, Gewehre und Shotguns. Nur auf schweres Zeug wie Flammen- oder Raketenwerfer müsst ihr verzichten, die gibt es genauso wenig wie Bögen oder Armbrüste. Dafür sind aber auch die restlichen Knarren sehr effektiv, zum Beispiel könnt ihr manchen Gegnern einfach die Beine abschießen und sie so auf einen Schlag ausschalten. Auch die meisten Bosse erledigt man am besten auf Distanz. Munition findet sich in ausreichender Menge, notfalls stellt man sie einfach selbst her.

Schusswaffen erhält man erst nach einigen Stunden, dafür sind sie aber auch sehr stark, vor allem gegen Ende des Spiels. Quelle: PC Games Schusswaffen erhält man erst nach einigen Stunden, dafür sind sie aber auch sehr stark, vor allem gegen Ende des Spiels. Schusswaffen könnt ihr endlos benutzen, ganz im Gegensatz zu Nahkampfwaffen, denn die haben einen Haltbarkeitswert und gehen mit der Zeit kaputt. Man kann sie dann zwar reparieren und sogar auf höhere Levelstufen anheben, allerdings kostet das irgendwann ziemlich viel Geld. Oft ist es da sinnvoller, sich einfach nach der nächsten Waffe umzusehen. Das Inventar ist nicht gerade üppig bemessen, doch zumindest könnt ihr Items auch an Ort und Stelle in Materialien zerlegen. Damit latscht ihr dann zur Werkbank, wo man hochwertigeren Items ein paar Bonuseigenschaften verpassen kann. Je höher die Seltenheitsstufe, desto mehr Attribute dürft ihr einsetzen. Dazu braucht ihr außerdem noch Baupläne, von denen ihr im Laufe der Zeit immer mehr findet, am Ende könnt ihr euch dann wirklich mächtige Upgrades basteln. Nur schade, dass man sich nicht auch ganz eigene Waffen herstellen kann - diese Chance haben die Entwickler leider verpasst.

Alle Waffen dürft ihr mit Upgrades aufwerten und so stärker machen. Quelle: PC Games Alle Waffen dürft ihr mit Upgrades aufwerten und so stärker machen.

Überhaupt sind die Rollenspielelemente sehr überschaubar. Es gibt zum Beispiel keine Talentbäume mehr wie im Vorgängerspiel. Stattdessen schaltet ihr mit der Zeit neue Slots für Talentkarten frei. Mit denen könnt ihr euch dann verschiedene Boni und ein paar Sonderfähigkeiten verpassen. Manche Karten sind zwar deutlich nützlicher als andere (und manche sind völlig sinnlos), aber zum Glück muss man sich hier nie festlegen: Falls euch mal eine Karte nicht passt, dürft ihr sie jederzeit austauschen, selbst mitten im Gefecht.

Messer, Schere, Feuer, Licht... super gegen Zombies, nicht?

Für Waffennachschub, Rohstoffe und Geld solltet ihr die Umgebungen sorgfältig absuchen. Hier und da gibt es auch verschlossene Tore und Kisten, für die ihr dann spezielle Sicherungen oder Schlüssel braucht. Die Belohnungen sind dort zwar oft nicht besser als das Zeug, das ihr auch bei besiegten Feinden erbeuten könnt, doch uns hat das Absuchen trotzdem viel Spaß gemacht. Hier und da gibt's nämlich ein paar nette Interaktionsmöglichkeiten und sogar kleine Puzzles, um Türen zu öffnen oder Hindernisse zu überwinden.

Wasser plus Strom ergibt eine praktische Zombie-Falle. Quelle: PC Games Wasser plus Strom ergibt eine praktische Zombie-Falle. Wenn ihr zum Beispiel Hydranten beschädigt, auf Rohre schießt oder einfach Kanister ausleert, die überall verteilt sind, erzeugt ihr damit Wasserpfützen. Die leiten dann beispielsweise Strom, was sich prima als schnelle Zombie-Falle eignet und oder als Überbrückung eines kaputten Kabels. Mit Wasser könnt ihr außerdem Giftpfützen vom Boden wegspülen, um so den Weg zu einer Beutekiste freizumachen. Hier und da findet man auch Batterien in der Umgebung. Die kann man dann zum Beispiel nutzen, um Generatoren oder Schalter mit Strom zu versorgen - oder man wirft sie einfach in den nächstbesten Pool voller Zombies und genießt das schöne Knisterbad.

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    • Kommentare (76)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von derbeoida NPC
        Kinder sind eh viel zu gefährdet, deswegen sollte mal Kinder verbieten.
      • Von derbeoida NPC
        Kinder sind eh viel zu gefährdet, deswegen sollte mal Kinder verbieten.
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von 1xok
        Und wenn die Plattformen das nicht anbieten, dann soll der Staat es ihnen via Gesetz vorschreiben, nebst akzeptieren Verfahren zur Altersverifikation.
        Oh Nein, bitte nicht... wenn der "Staat" das versucht, dann geht das bei so vorhaben wie Digitalisierung von Identitätsnachweisen oder auch nur die Überlegung wie andere das umsetzen sollen usw. in schöner Regelmäßigkeit schief, wenn ich einen nicht sehen will im Zusammenhang mit solchen Themen, dann "der Staat" .. und das sage ich als jemand der wirklich nicht den Aluhut auf hat oder staatsverdrossen ist.

        Ferner: Wenn "der Staat" das vorschreiben würde, dann wären ja nicht die Anbieter gezwungen, die Artikel überhaupt anzubieten, sondern sie würden es einfach bleiben lassen wenn sie meinen dass es zu aufwendig wäre (und so wie ich unsere Experten da kenne würde eine aufwendige Lösung dabei herauskommen).. ich glaube nicht dass auch dir damit letztlich gedient wäre.
      • Von 1xok Mitglied
        Zitat von fud1974
        Was willst du denn jetzt konkret.. MEHR Jugendschutz?
        Ich will mich auf Steam, Epic und Co. einfach als Erwachsener registrieren können. Punkt. Und wenn die Plattformen das nicht anbieten, dann soll der Staat es ihnen via Gesetz vorschreiben, nebst akzeptieren Verfahren zur Altersverifikation. Auf die USK müssen wir hier nicht warten. Von der kommt dazu garantiert keine Initiative. Da hat man den Bock zum Gärtner gemacht.

        Bei Paypal und anderen Zahlungsdienstleister bin ich ja bereist als Volljährig registriert. Und über Paypal bezahle ich auf Steam regelmäßig meine Spiele. Auf diese Daten könnte die Gamingplattformen zurückgreifen. Ansonsten gibt es Anbieter wie Onfido. Dauert nur 5 Minuten und der Käse ist gegessen.

        Und wer das alles nicht will, der lässt sich eben weiter als Kind behandeln, nutzt Uncut Patches, VPNs etc.. Nur ich habe als erwachsener Mensch darauf einfach keinen Bock mehr und auch keine Zeit dafür. Es ist lächerlich, insbesondere in Anbetracht, welche Daten die Leute auf diversen anderen Plattformen täglich teilen. Wir haben 2023.
        Zitat von pineappletastic
        1. Jedes Kind reagiert anders auf solche Inhalte.
        Siehe meine Antwort an fud1974 oben.
      • Von pineappletastic Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von 1xok
        Ich finde es okay wie es auf YouTube läuft. Es ist nicht perfekt, aber wie Du sagst, damit muss man leben.

        Was mich nervt sind die unseligen Schnipseleien im Auftrag der USK. Die bringen nämlich überhaupt nichts. Spiele wie Dead Island 2 sind für Kinder verstörend, egal ob man die Zombies nun noch am Boden liegend zerstückeln kann oder nicht. Wer denkt sich überhaupt derart schwachsinnige Regeln aus?

        Jedes Kind kann das Spiel jetzt sehr leicht versehentlich zu Gesicht bekommen, auch wenn es eigentlich nur Fortnite (um mal ein anderes Spiel zu nehmen) starten wollte. Auf Epic kommt eine lapidare Warnung, die man einfach wegklickt und schon ist der Bildschirm in Blut getränkt.
        1. Jedes Kind reagiert anders auf solche Inhalte. Als mich meine Brüder mit so Spielen wie Kingpin oder Filmen wie Braindead konfrontiert haben, war ich auch nicht schwerst traumatisiert und verstört. Man sollte auch nicht so tun, dass Kinder nicht angetan davon sind, sich Inhalte anzuschauen, die für sie nicht zugänglich sind oder "verboten" sind.

        2. Sollte man Eltern mal nicht aus der Verantwortung nehmen. Offiziell darf ein Kind unter 13 Jahren gar nicht die Plattform benutzen. Wenn man als Elternteil kein Bock auf Erlernung und Vermittlung von Medienkompetenz hat und immer mit dem fadenscheinigen Argument der fehlenden Zeit kommt, dann soll man sich nicht beschweren. Eltern sind dazu verpflichtet sich aktiv zu beteiligen und auch damit auseinanderzusetzen.

        3. Kann und sollte man seine Kinder auch nicht in Watte packen und vor allen potentiellen Gefahren schützen, denn hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Aufklärung ist wichtig. Kinder müssen eben auch ihre Erfahrungen machen. Eltern, die auf maximale Strenge setzen und einem alles verbieten, züchten Kinder heran, die mit Angststörungen groß werden und irgendwann aus dem Käfig ausbrechen.

        4. Ist der Konsum von Social Media und Pornos bedeutend gesundheitsschädlicher und entwicklungshemmender als es irgendein Videospiel jemals sein könnte. Wer denkt, dass Spiele wie Dead Island 2 eine Gefahr für das Wohlergehen der Kinder darstellt, sollte sich mal mit den anderen zwei Themen beschäftigen. Eltern, Lehrer, Sozialarbeiter wie auch Politiker sind mehr denn je gefragt, aber von nichts kommt auch nichts.
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von 1xok
        Was mich nervt sind die unseligen Schnipseleien im Auftrag der USK. (..)

        Jedes Kind kann das Spiel jetzt sehr leicht versehentlich zu Gesicht bekommen, auch wenn es eigentlich nur Fortnite (um mal ein anderes Spiel zu nehmen) starten wollte. Auf Epic kommt eine lapidare Warnung, die man einfach wegklickt und schon ist der Bildschirm in Blut getränkt.
        Was willst du denn jetzt konkret.. MEHR Jugendschutz? Wir haben ja dann offenkundig mehrere Strömungen hier, die meisten schreien eher danach, das weiter zurückzufahren (oder zumindest was einzuführen was für Volljährige einen einfachen Bezug solcher Titel ermöglicht).

        Was die USK angeht.. Nun ja, nach irgendwelchen Regeln muss man halt gehen, und immer da, wo es Regeln gibt, wird es bei der Auslegung spannend und manchmal seltsam, bei jedem Regelwerk werden die Grenzen getestet... und im "Auftrag der USK".. nun ja, das ist die "Unterhaltungssoftware SELBSTKONTROLLE" wohlgemerkt..
        "Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH ist der Industrieverband der Spiele entwickelnden, produzierenden und in Deutschland vertreibenden Industrie" .. ist entstanden, bevor schlimmeres vom Staat kommen konnte. ;)
        Ich würde sagen nach Vorbild der USA, als es während der "Mortal Kombat" Ära da hoch herging wurde ja auch eine freiwillige Selbstkontrolle gegründet, sonst wäre es hässlich geworden, ist nicht so, dass sie nicht auch die Diskussion gehabt hätten.
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