Das krumme Haus: Filmrezension zur Kriminalromanverfilmung
Nach dem Mord an Sophias Großvater ermittelt ihr Ex-Liebhaber und Privatdetektiv Charles auf ihren Wunsch hin in dem Fall und sucht nach dem Mörder. Da dieser sich noch auf dem Anwesen befinden könnte, kommt Charles mit den anderen recht eigenartigen und teilweise weniger freundlichen Mitgliedern von Sophias Familie in Kontakt. Denn die Familie ist rücksichtslos wie auch misstrauisch und eifersüchtig und macht Charles das Lösen des sowieso schon verzwickten Falls nicht gerade leichter.
Privatdetektiv Charles Hayward wird von seiner Ex-Verlobten Sophia gebeten, den Mord an ihrem Großvater aufzuklären. Dazu lädt sie ihn auf den Familiensitz ein, in dem seltsame Dinge vor sich gehen ...
Das auf einem Kriminalroman von Agatha Christie basierende Drama ist angenehm altmodisch, aber auch etwas langatmig. Vielleicht ist man es nicht mehr gewohnt, einem Ermittler knapp zwei Stunden bei seiner Aufklärung zuzuschauen, selbst wenn er das wie Max Irons in charmanter Cary-Grant-Manier tut. Kenneth Branagh, der mit seinem Remake von Mord im Orient-Express das Revival von Christie-Verfilmungen einläutete, konnte sich wegen eines höheren Budgets mehr visuelle Opulenz erlauben. Trotzdem hat auch die pure Kombination aus skurrilen Verdächtigen, geschliffenen Dialogen, brillanten Schauspielerleistungen und britischem Humor ihren Reiz. Der Star dieses größtenteils aus Engländern bestehenden Ensembles ist eine Amerikanerin: die charismatische Glenn Close.
FAZIT: Very British: Bei Paquet-Brenners Krimiverfilmung weht mehr als ein Hauch von Nostalgie durch das titelgebende Anwesen.
