Das Eulemberg Experiment
Die Spur des Ermordeten führt Adam nach Mexiko.
Viele Geschichten beginnen mit einem Mord, auch diese: Professor Eulemberg wird tot in seinem Bett aufgefunden, das Laken blutdurchtränkt. Adam Quinn heißt der Mann, den Sie die Sache aufklären lassen. Mit der Maus lenken Sie den Abenteurer durch 2D-Bilder, schalten Funktionen wie Betrachten oder Benutzen mit der rechten Taste durch und führen Gespräche, in denen Sie aus Antwortmöglichkeiten wählen.
Die Steuerung entspricht Point&Click-Standards, ist aber keine der Luxusklasse: Weder führt ein Doppelklick zum Bildschirmwechsel noch lässt er Adam sprinten. Anderes wurde bröckelsicher programmiert: Dialoge (bemüht bis witzig), Rätsel (keine Maschinen, keine Schalter, danke!) und Story (kommt in Fahrt, sobald man den Tatort erreicht) haben die Entwickler souverän auf Adventure-Fans zugeschnitten, doch neue werden durch Das Eulemberg-Experiment nicht gewonnen.
Zuviel des Guten ist, dass der Cursor auf jeden Pipifaxpixel reagiert, und zu allem weiß Adam etwas zu sagen. Einsteiger versinken schnell in der Hotspot-Masse, hier wäre weniger mehr gewesen. Die Sprachausgabe ist der Atmosphäre größter Feind: Wenn sie vorkommt, was nicht immer der Fall ist, dann von Sprechern, die beharrlich den falschen Ton treffen. Aber selbst wenn sie des Schauspielerns mächtig wären: Die abgehackten Untertitel zerstückeln Sätze, roboterartige Pausen sind die Folge. Dass das beim Beta-Test niemanden gestört hat, kann fast bloß bedeuten, dass es keinen gegeben hat.
