Darkest Dungeon 2 im Test: Alles ist furchtbar, außer das Spiel

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Darkest Dungeon 2 im Test: Alles ist furchtbar, außer das Spiel
Quelle: Red Hook Studio

Darkest Dungeon 2 feiert heute, am 8. Mai 2023, seinen Release aus dem Early Access. Ob sich der Titel seit der ersten Veröffentlichung vor einem Jahr merklich verbessern konnte, erfahrt ihr bei uns im Test.

Als ich das Spiel vor einem Jahr zum ersten Mal ausprobierte, absolvierte ich das erste Kapitel in meinem zweiten Spieldurchlauf. Entweder bin ich in der Zwischenzeit um einiges schlechter geworden, oder Darkest Dungeon 2 um einiges härter, denn erst nach einigen Stunden konnte ich mir meinen ersten Sieg erkämpfen. Der Schwierigkeitsgrad, für den so viele Nutzer Darkest Dungeon lieben gelernt haben, scheint also auch im zweiten Teil wieder vorhanden zu sein.

Zahlreiche Dinge zum Freischalten und massig Wiederspielwert

Außerdem wurde am Fortschrittssystem geschraubt. Zum Early-Access-Release erhielt man nach jedem abgeschlossenen Durchlauf Erfahrungspunkte, egal, ob erfolgreich oder nicht. Hiermit stieg der eigene Account dann Stufen auf, wodurch nach und nach neue Sachen wie Gegenstände und Charaktere freigeschaltet wurden. Sowohl Spieler als auch die Entwickler wussten, dass dieses System recht langweilig ist und den Nutzern keinerlei Entscheidungsmöglichkeiten darüber lässt, wie sie neue Dinge freischalten wollen. Vor einiger Zeit wurde das System daher völlig umgekrempelt. Statt Erfahrungspunkten sammelt ihr nun in jedem Run Kerzen. Diese erhaltet ihr beispielsweise, indem ihr die verschiedenen Gasthäuser erreicht, oder wenn ihr die Quests der Teammitglieder erfüllt.

Eure Charaktere wollen entweder Dinge wie das zweite Gasthaus erreichen, oder zum Beispiel unbedingt zehn Kadavern den Todesstoß verpassen. Einige der Quests sind also recht einfach zu absolvieren, andere hingegen benötigen fast schon eure volle Aufmerksamkeit.

Eure Charaktere haben zu fast allem eine eigene Meinung. Entscheidet ihr euch, zu kämpfen, obwohl drei eurer Figuren das nicht wollen, leidet deren Beziehung. Quelle: Red Hook Studio Zu Beginn eines neuen Durchlaufs könnt ihr eure verdienten Kerzen dann ausgeben. Hiermit schaltet ihr neue Gegenstände für den Kampf, das Gasthaus und eure Kutsche frei, sowie neue Trinkets. Weiterhin könnt ihr eure Kutsche und andere Dinge permanent verbessern.

Beispielsweise erhaltet ihr mehr Slots in eurem Inventar, kleinere Boni wie ein wenig Währung, wenn ihr ein Gasthaus betretet, oder sogar Skins für eure Kutsche und Charaktere. Auch ein Upgrade, welches das gesamte Spiel schwerer macht, ist mit dabei.

Mit euren verdienten Kerzen könnt ihr unter anderem eure Helden verbessern. Quelle: Red Hook Studio Am interessantesten sind jedoch definitiv die Upgrades für eure verschiedenen Helden. Diese reichen von kleineren Boni wie einer erhöhten Chance, dem Tod zu entkommen und neuen Trinkets, bis hin zu den sogenannten Pfaden. Habt ihr diese für einen Charakter freigeschaltet, könnt ihr sie bei der Charakterauswahl im dazugehörigen Menü aktivieren.

Die Pfade verleihen eurem Charakter passive Effekte, sowohl positive als auch negative, die einen bestimmten Spielstil hervorheben. Wolltet ihr euren Wegelagerer schon immer auf hoher Reichweite spielen, gibt es den passenden Pfad dafür.

Durch den Pfad des Scharfschützen verursachen alle Fernangriffe 25 Prozent mehr Schaden, Angriffe aus dem Nahkampf hingegen verursachen 25 Prozent weniger Schaden. Zusätzlich wird die Geschwindigkeit um drei erhöht, und der Einsatz von Streuschuss gibt dem Wegelagerer einen Buff, wodurch sein nächster Angriff noch einmal 50 Prozent mehr Schaden verursacht.

Die Pfade verleihen dem Spiel definitiv ein wenig mehr Tiefe. Vor allem zu Beginn nimmt der Wegelagerer eigentlich eine Position weit vorn ein, durch die Pfade lassen sich Teamkonstellationen jedoch nach Belieben anpassen und man wird sogar mit einigen äußerst guten Buffs belohnt. Der Wiederspielwert wird durch die Pfade daher ebenfalls um einiges erhöht.

Absolviert ihr einen der Schreine der Besinnung, erhaltet ihr neue Fähigkeiten. Quelle: Red Hook Studio Zusätzlich sieht Darkest Dungeon 2 absolut fantastisch aus. Die Animationen unserer treuen Recken sind Red Hook wirklich gut gelungen und viele Aspekte des Spiels strotzen nur so vor Liebe zum Detail. Ich war tatsächlich ein wenig überrascht, wie gut der Titel im Vergleich zum ersten Teil aussieht, doch man merkt wirklich an allen Ecken und Enden, wie sehr sich das Entwicklerstudio seit ihrem Debüttitel gesteigert hat.

Etwas Luft nach oben bleibt noch immer

Natürlich gibt es auch ein paar Sachen zu bemeckern. Beispielsweise wäre es schön, wenn man auf der Karte ein wenig mehr Bewegungsfreiheit hätte. So muss man sich derzeit direkt zu Beginn fast schon seine komplette Route überlegen, da man an vielen Knotenpunkten nur in eine Richtung weiterziehen kann.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Haehnchen81 Hobby-Spieler/in
        Zitat von derboehsevincent
        Warum muss jedes Spiel heutzutage Bockschwer sein? Warum kann es nicht fair oder normal schwer sein? Soulslike's sind ja schon die Pest aber das sich dieser Trend jetzt auch noch in andere Genres ausbreitet gefällt mir nicht.
        jedes Spiel? Was heißt hier denn jedes? Die wirklich schweren Spiele sind so dermaßen in der Minderheit das ich aus dem Stand keine 3 Titel nennen könnte... Dafür aber ca 5000 die sowas von leicht sind das ich auch meine Katze an den PC lassen könnte. Schwierigkeitsgrad gibt dem Spiel auch ein großes maß an tiefe... man muss mal nachdenken bei dem was man tut, man wird gefordert... ja ist natürlich nichts für couchpotatoes die nur das Hirn abschalten wollen als wenn sie RTL und co gucken... aber ganz ehrlich? Dann spiel doch entsprechendes, simple Spiele gibt es jedenfalls sehr viel mehr als schwere.

        Für mich ist immer wichtig bei nem ordentlichen Schwierigkeitsgrad das es sich trotz aller härte nicht unfair anfühlen darf.

        Das gelingt dem Spiel ganz gut. Aber ich musste nach ner Weile feststellen das mir das Spielprinzip nicht zu sagt. Man reiht Run um Run aneinander, was sich sehr tretmühlenartig anfühlt nach ca 2-3 runs bereits. Und irgendwann hab ich die Spielidee hinterfragt und dann aufgehört nach rund 10 Stunden spielzeit.

        Teil 1 kenne ich nicht, werde ich auch nicht nachholen. Ich liebe Rundenstrategie, aber so unfassbar wenig Spiele bekommen das wirklich gut und motivierend hin. Darkest Dungeons 2 kriegt den Rundenstrategie-part in den Kämpfen toll hin, aber leider finde ich alles andere an dem Spiel eher nicht so prall. So ala... die Reise ist das Ziel.
      • Von Haehnchen81 Hobby-Spieler/in
        Zitat von derboehsevincent
        Warum muss jedes Spiel heutzutage Bockschwer sein? Warum kann es nicht fair oder normal schwer sein? Soulslike's sind ja schon die Pest aber das sich dieser Trend jetzt auch noch in andere Genres ausbreitet gefällt mir nicht.
        jedes Spiel? Was heißt hier denn jedes? Die wirklich schweren Spiele sind so dermaßen in der Minderheit das ich aus dem Stand keine 3 Titel nennen könnte... Dafür aber ca 5000 die sowas von leicht sind das ich auch meine Katze an den PC lassen könnte. Schwierigkeitsgrad gibt dem Spiel auch ein großes maß an tiefe... man muss mal nachdenken bei dem was man tut, man wird gefordert... ja ist natürlich nichts für couchpotatoes die nur das Hirn abschalten wollen als wenn sie RTL und co gucken... aber ganz ehrlich? Dann spiel doch entsprechendes, simple Spiele gibt es jedenfalls sehr viel mehr als schwere.

        Für mich ist immer wichtig bei nem ordentlichen Schwierigkeitsgrad das es sich trotz aller härte nicht unfair anfühlen darf.

        Das gelingt dem Spiel ganz gut. Aber ich musste nach ner Weile feststellen das mir das Spielprinzip nicht zu sagt. Man reiht Run um Run aneinander, was sich sehr tretmühlenartig anfühlt nach ca 2-3 runs bereits. Und irgendwann hab ich die Spielidee hinterfragt und dann aufgehört nach rund 10 Stunden spielzeit.

        Teil 1 kenne ich nicht, werde ich auch nicht nachholen. Ich liebe Rundenstrategie, aber so unfassbar wenig Spiele bekommen das wirklich gut und motivierend hin. Darkest Dungeons 2 kriegt den Rundenstrategie-part in den Kämpfen toll hin, aber leider finde ich alles andere an dem Spiel eher nicht so prall. So ala... die Reise ist das Ziel.
      • Von Hot_Grzb Spiele-Novize/Novizin
        Darkest Dungeon war eines der besten Spiele der vergangenen Jahre, der Soundtrack ist Weltklasse! Ich dachte Anfangs, "joa, ganz nett" und war dann relativ schnell vom harten Schwierigkeitsgrad abgeschreckt. Aber irgendwie hat es mich immer wieder zurückgezogen, und hat man erstmal alles verstanden, würde ich den Schwierigkeitsgrad als durchaus fair ansehen; wäre das Spiel leichter, würde es nicht funktionieren. Insofern freue ich mich enorm auf die Fortsetzung und kann jedem nur empfehlen, dem ersten Teil eine Chance zu geben.
      • Von McTrevor Mitglied
        Zitat von derboehsevincent
        Warum muss jedes Spiel heutzutage Bockschwer sein? Warum kann es nicht fair oder normal schwer sein? Soulslike's sind ja schon die Pest aber das sich dieser Trend jetzt auch noch in andere Genres ausbreitet gefällt mir nicht.
        Ich verstehe das Problem nicht. Die schweren Games machen geschätzt ca. 2% des gesamten Marktes aus? Wenn wir den ganzen Handy-Berieselungskram mit rein rechnen sind wir wohl eher bei 0,0001%. Ich persönlich bin dankbar, das man mittlerweile die Wahl hat. Bis sich Dark Souls über Jahre hinweg zum Erfolg entwickelt hat, gab es ein dunkles Jahrzehnt als man sehr bemüht war, dass auch der letzte Casual mit jedem Game was anfangen kann. Gibt auch heute noch genug Games, wo man mit Autopilot durchkommt.

        Meine Erfahrung ist, dass ein zu niedriger Schwierigkeitsgrad das Spielerlebnis massiv negativ beeinflusst. Da gehen ganze Teile des Gamedesigns flöten, weil sich der Spieler nicht mit ihnen beschäftigen muss, um durch zu kommen. Klassiker sind Rollenspiele, bei denen man das Spiel mit tausenden Consumables im Inventory beendet, weil man die nie brauchte. Da geht extrem viel potentielle Spieltiefe verloren.
      • Von derboehsevincent Gelegenheitsspieler/in
        Warum muss jedes Spiel heutzutage Bockschwer sein? Warum kann es nicht fair oder normal schwer sein? Soulslike's sind ja schon die Pest aber das sich dieser Trend jetzt auch noch in andere Genres ausbreitet gefällt mir nicht.
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Hab das Artdesign so geliebt, die Klassen, den tollen Sound mit dem noch tolleren Sprecher - aber der unfaire Schwierigkeitsgrad, wo man Kämpfe oft nur durch Glück gewinnt oder verliert, hat es mir verdorben. Vielleicht kauf ich den Nachfolger irgendwann für kleines Geld und werds dann mit nem Trainer spielen, der zumindest den Stress abschaltet. Das könnte schon was helfen. Aber fürs erste haben andere Titel sowieso Vorrang.
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