D-Day: Entwickler befragt

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D-Day: Entwickler befragt Was bedeutet eigentlich die höhere Realitätsnähe im Spiel? Was wurde konkret im Mehrspieler-Modus geändert? Wieso lohnt sich der Kauf von D-Day auch für Besitzer des Vorgängers? Mit diesen und mehr Fragen haben wir Tamás Daubner, Produzenten von D-Day, im Interview konfrontiert.

PC Games: Anders als Codename: Panzers oder Afrika Korps vs. Desert Rats, die beide eine fiktive Geschichte vor realistischem Hintergrund erzählen, basiert D-Day ausschließlich auf Fakten. Wie wirkt sich diese Realitätsnähe konkret auf den Spielablauf aus?

Tamás Daubner: "Dass wir uns mehr Richtung Realismus bewegt haben, gab uns die Möglichkeit, die zwölf Einzelspieler-Level aus vielen verschiedenen Vorlagen zu erstellen. Wir haben auf so viele historische Dokumente wie möglich zurückgegriffen, um nicht nur einfach eine Mission zu präsentieren, sondern immer auch Hintergrundinformationen über die beteiligten Einheiten, ihre Zusammenstellung und ihre Konstitution zu bieten. Der erhöhte Realismusgrad ermöglicht viele coole Features. Beispielsweise kann man Fallschirmjäger hinter den feindlichen Linien absetzen und damit für Aufruhr sorgen, mit Pionieren Minenfelder anlegen und wichtige Bauwerke oder Brücken sprengen. Auch die neuen Einheiten sind auf Realismus getrimmt: Man wird gegen Panther, King Tiger und Flammenpanzer antreten, ‚Churchill Crocodiles' und Jumbos einsetzen und mit B17 Bombern Bombenteppiche werfen."

PC Games: Der Mehrspieler-Modus wurde im Vergleich zu Afrika Korps erweitert. Welche Bedeutung hat dieser Part für euch?

Tamás Daubner: "Der Mehrspieler-Part ist sehr wichtig für uns - schließlich kann so eine Community um ein Spiel entstehen, und diese Leute spielen den Titel oft noch mehrere Monate nach der Veröffentlichung. Wir haben den Multiplayer-Modus gegenüber Afrika Korps vs. Desert Rats in mehrfacher Hinsicht erweitert: Es gibt mehr Karten, einen Map-Editor und integrierten Gamespy-Support, wodurch es sehr viel leichter wird, Spiele zu finden. Während der gesamten Entwicklungsphase haben wir den Mehrspieler-Teil von D-Day immer wieder ausgiebigen Tests unterzogen und in vielen Aspekten fein abgestimmt.
Nachdem wir Afrika Korps abgeschlossen hatten, war uns klar, dass wir unbedingt mehr Spieler in Multiplayer-Partien brauchen - deshalb unterstützt D-Day bis zu acht Spieler gleichzeitig. Man kann jetzt auch gegeneinander spielen, wenn man dieselbe Seite wählt, also beispielsweise Achsenmächte gegen Achsenmächte. Das ist häufig witziger, als das gewohnte Spiel Achsen gegen Alliierte. Zusätzlich wurde der beliebte Capture the Flag-Modus integriert - ein Garant für stundenlangen Spielspaß! Beim Leveldesign haben wir besonders darauf geachtet, dass die Karten für alle Spielmodi gut geeignet sind. Eine wesentliche Änderung im Conquer-Modus ist, dass man nicht mehr fixe Nachschub-Bataillons bekommt, sondern die neuen Einheiten selbst zusammenstellen kann. Dazu haben wir das Benutzerinterface in eine Art kleinen Manager-Bildschirm verwandelt. Hier sieht man die Icons der jeweiligen Einheiten und wie viel sie in Missionspunkten kosten würden. Es hängt also nur von Ihrem Punktestand und der gewählten Taktik ab, welche Truppen Sie zusätzlich aufs Feld schicken. Diese Änderung hat dem Conquer-Modus eine völlig neue Tiefe verliehen."

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