Hurra! Ein Moorhuhn-Klon!
Es gibt keine glaubwürdige Begründung für den Aufruf zum Vogelmassenmord.
Es ist nicht alles Moor, was für wenig Geld über den Ladentisch wandert. Die Cyber-Variante erweitert das ursprünglich geniale Spielprinzip nämlich um zwei wesentliche Aspekte: um die dritte Dimension und um langsam fliegende Geschosse. Klingt beides nach einer guten Idee, ist in dieser Kombination aber fatal und vernichtet jeglichen Spielspaß. Denn die niedlich gezeichneten und schlecht animierten Hühner fliegen in einem Weltall, das derart nebelfrei ist, dass man die Entfernung zum Schützen kaum abschätzen kann. Da man aber mit der Waffe entfernungsabhängig vorhalten muss, ist das Treffen für ein Spiel dieser Art mit viel zu viel Zielarbeit verbunden. Immerhin gibt es fünf Levels, die sich durch Menge, Anordnung und Flugrichtung der Hühner und sonstiger Objekte unterscheiden. Das alles sorgt rund zehn Minuten lang für Abwechslung, für so etwas wie Unterhaltung leider nicht. Aber immerhin ist Cyber-Huhn ein guter Anlass, mit dem gesparten Geld mal wieder die Hühner-Braterei am Eck zu besuchen.
