Crysis Remastered: Die Neuauflage für Switch im Test
Die Switch hat ihren nächsten "unmöglichen Port": Crysis sorgte vor 13 Jahren für Staunen, nun ist der Shooter auch auf der tragbaren Nintendo-Konsole spielbar. Die Technik begeistert, zeigt aber auch Schwächen - wie die sich auswirken und ob Crysis heute überhaupt noch mithalten kann, klären wir im Test.
Laut der Entwickler läuft die Switch-Fassung in dynamischen 720p, die Auflösung kann also je nach Last etwas höher oder niedriger ausfallen. Im Handheld-Modus werden 540 bis 720p erreicht. Für beide Modi peilen die Entwickler zwar 30 Bilder pro Sekunde an, doch in der Praxis fällt die Framerate oft niedriger aus. Im ersten Level merkt man davon zwar noch nicht viel, doch schon in der zweiten Mission gibt es Situationen, in denen deutlich mehr Gegner, Geschosse, Objekte und Zerstörung gleichzeitig berechnet werden. Da bewegt sich die Framerate auch mal im niedrigen 20er-Bereich, was mitunter das Zielen erschwert. Solche Momente trüben den Gesamteindruck zwar, doch unterm Strich bleibt Crysis trotzdem ordentlich spielbar. Den eindeutig stärksten Leistungseinbruch haben wir übrigens im vorletzten Level bemerkt, als wir einen größeren Alien-Angriff mit mehreren NPCs abwehren mussten; die Szene bildet aber zum Glück eine Ausnahme.
Quelle: PC Games
Auch wenn auf Distanz weniger Vegetation gerendert wird, sind die Panoramen immer noch schick.
Mobile Edel-Technik
In diesem Artikel
Mit tollen Wassereffekten, schicker Beleuchtung, prachtvollen Inselpanoramen und detailreicher Vegetation bringt Crysis einige seiner wichtigsten Merkmale auf die Switch, das Ergebnis zählt zum Schönsten, was man bislang auf der Nintendo-Konsole zu sehen bekam. Auch die interaktiven Umgebungen bleiben erhalten, ihr könnt also nicht nur kleine Objekte wie Flaschen oder Vasen von Regalen ballern, sondern ganze Wellblechhütten in ihre Einzelteile zerlegen. Optisch ein Leckerbissen und auch spielerisch nützlich! Auch viele Palmen reagieren auf Beschuss und brechen korrekt um. Ebenso knicken die meisten Blätter und Gräser realistisch zur Seite, sobald man sie berührt, allerdings fallen die Animationen hier deutlich ruckeliger aus als im PC-Original, was sich beim Schleichen durchs Dickicht hin und wieder bemerkbar macht.
Quelle: PC Games
Selbst in abgespeckter Form können sich die wuchtigen Explosionseffekte sehen lassen.
Notwendige Kompromisse
Quelle: PC Games
Der schwerelose Kampf gegen die Aliens zählt zu den schwächsten Parts von Crysis
Auch an anderen Stellen wurden Abstriche gemacht, die aber angesichts der Switch-Hardware niemanden überraschen dürften. Sämtliche Texturen wirken beispielsweise unschärfer als im PC-Original, die Geometrie (z.B. erkennbar bei den Nanosuits) fällt etwas simpler aus und in manchen Szenen wird auch die entfernte Vegetation (Bäume, Gras, etc.) sichtbar zurückgeschraubt, wodurch Landstriche auf Distanz etwas kahl wirken können - aus unserer Sicht ist das alles verschmerzbar. Hübsche Bewegungs- und Tiefenunschärfeeffekte sorgen außerdem dafür, dass auch die niedrige Auflösung in hektischeren Szenen ordentlich kaschiert wird. Einzig in einem späteren (und ohnehin nervigen) Level, in dem wir schwerelos ein dunkles Alien-Gewölbe erkunden, fällt die Optik im Vergleich zu den früheren Fassungen etwas ab. Hier machen sich nicht nur die verringerten Lichteffekte unschön bemerkbar, auch die blitzschnellen Gegner sind hier schwerer auszumachen als früher.
Quelle: PC Games
Die trashige Story wird in Ingame-Zwischensequenzen erzählt. Die sind immerhin gut inszeniert.
Auch andere Effekte mussten weichen, darunter das Parallax Occlusion Mapping, das auf dem PC für plastische Bodenstrukturen sorgte, außerdem wurden die volumetrischen Lichteffekte sichtbar zurückgefahren. Dafür hat der Switch-Port aber auch wertvolle Neuerungen im Gepäck, beispielsweise SVOGI (Cryteks voxelbasierte Global Illumination), das für eine stimmungsvollere Beleuchtung und realistischere Schattendarstellung sorgt als in den älteren Versionen. Damit lässt die Switch-Umsetzung auch die Ports für Xbox 360 und PS3 klar hinter sich. Alles in allem: Wirklich klasse, was die Entwickler hier aus einer tragbaren Konsole rausholen! Mit besserer Performance und etwas weniger Bugs wäre daher auch locker eine 8 drin gewesen. Sollte in Kürze ein passender Patch erscheinen, heben wir die Wertung eventuell nochmal an.
Crysis Remastered für die Nintendo Switch kostet 30 Euro und ist als Download im eShop erhältlich. Die Umsetzungen für PC, PS4 und Xbox One sollen zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen.

Was ist der Punkt dabei? Sehr geringe Auflösung / weniger Details und die FPS sind auch nicht der Bringer.
Ich bin und war nie ein Verfächer von alles was über 60 FPS geht (nur in ganz wenigen Games)
Aber die SW hält grade mal so die 30 fps , bei Action gibt es drops Richtung 20fps und dann kommen wir wieder zum Alter des Spiels.
Dieser Port ist aus meiner Sicht maximal unnötig weil es nichts verbessert und die Hardware der SW auch in einem schlechten Licht darstellt.
Seien wir mal ehrlich:
Für comichafte Spiele eignet sich die Switch gut, aber sowie Hardware-technisch anspruchsvolle Spiele die ursprünglich von stationären Konsolen oder gar PC kommen portiert werden müssten bei jedem der auch nur ein wenig logisch denken kann die Alarmglocken läuten.
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Was ist der Punkt dabei? Sehr geringe Auflösung / weniger Details und die FPS sind auch nicht der Bringer.
Ich bin und war nie ein Verfächer von alles was über 60 FPS geht (nur in ganz wenigen Games)
Aber die SW hält grade mal so die 30 fps , bei Action gibt es drops Richtung 20fps und dann kommen wir wieder zum Alter des Spiels.
Dieser Port ist aus meiner Sicht maximal unnötig weil es nichts verbessert und die Hardware der SW auch in einem schlechten Licht darstellt.
Ich persönlich denke bzw. dachte auch immer, dass die Switch für Kinder ist ... allerdings weiß ich, dass ich damit sicherlich falsch liege und wenn Crysis hierfür kommt, nun ja, das hat sicherlich nichts in Kinderhände zu suchen.
D.h. Leben und Spielen lassen und einfach anderen zugestehen, dass sie auf Plattformen Spass haben können, wo man selbst nur komisch schaut ... wie z.B. Handys. Für mich ein Arbeitsgerät bzw. Begleiter für den Alltag, ich habe nicht ein Spiel drauf. Nichts. Kumpel, mein Alter (fast 40!): zig Seiten voll Spiele und zockt ausgiebig bzw. spielt diese Spiele sogar durch.
So ist es eben ... Geschmäcker sind verschieden: und das ist auch gut so! (frei nach Wowi!).
Richtig, ein 08/15 Shooter, der niemandem in Erinnerung bleiben wird, sobald man ihn weglegt.
Dass sie das Spiel überhaupt mit so einem Rotz als Grafik rausbringen, kann ich mir absolut nicht erklären.
- 1a Gameplay, von wegen 08/15. Crysis spielte sich mit dem Nano Anzug völlig anders als diese normale CoD/Gears u.s.w. Ballerkost.
- Interessante Schauplätze, Atmosphäre und Spielabläufe. Ich mochte sogar die Alienraumschiffszenen. Zugegeben, die Aliens dann später als Gegner waren eher Durchschnitt beim Spielspaß.
- Zudem ist die Auflösung zumindest im portablen Modus nicht ganz so wichtig. Klar, ich selbst würde Crysis (am besten mit 4K Downsampling) immer auf dem PC bevorzugen. Manchen ist das aber eben nicht so wichtig.
Hab jetzt auch gerade keine Zeit mehr aufzuführen, könnte Dir aber eine lange Liste machen warum Crysis so viel besser als andere "Baller"-Shooter ist.
Spiele wie Crysis, vor allem vom Gameplay her gesehen, gibt es viel zu wenige. Selbst ein dutzend Jahre nach Release...
Crysis wurde dann erst mit Teil 2 richtig runtergedummt und Teil 3 kommt (zumindest für mich) auch nicht mehr an Teil 1 ran. Ich kann schon verstehen warum da keine neuen Teile mehr erschienen sind.
Und seien wir mal ehrlich, wenn Crysis wirklich nur gute Grafik gehabt hätte, dann hätte es heute eben nicht diesen Kultstatus.
Mir gefällt das Gameplay richtig gut und für mich steht es über den meisten vergleichbaren Shootern. Trotz allem hätte man aus der Serie später viel mehr machen können.