Colombiana - Kino-Review

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Colombiana. Ab Donerstag im Kino.
Quelle: Universum

Buntes Gewaltfestival mit weiblicher Protagonistin. Avatar-Darstellerin Zoe Saldana unterstreicht ihr Talent als Actionstar.

Luc Besson – es gab Zeiten, da besaß dieser Name tatsächlich so etwas wie einen besonderen Klang. In den 80ern und 90ern stand er für Filme, die großes Spektakel so genial mit ungewöhnlichen Charakterdramen verschmolzen, dass sie das Etikett "Kult" verpasst bekamen. Selbst ein Science-Fiction-Film wie Das fünfte Element jonglierte virtuos mit verschiedensten Genres. Doch seit etlichen Jahren versteht sich der Franzose nicht unbedingt mehr als Regisseur – offen gestand er seine Ermüdungserscheinungen –, sondern als Mogul. Das hatte zwei Konsequenzen: Als Filmemacher lieferte er nur noch teils verschrobene und stets lustlose Durchschnittsware, als Produzent entwickelte er eine Action-Franchise nach der anderen, routiniert gemacht, ohne die letzte Originalität, aber überaus erfolgreich. Und genau das ist der Hintergrund, aus dem sich seine Produktion Colombiana erklärt.

Mörderisch einfallsreich
Das neunjährige kolumbianische Mädchen Cataleya erlebt die Ermordung seiner Eltern durch einen Mafiaboss – und lässt sich fortan von seinem Onkel zur Killerin ausbilden, um sich als Erwachsene (gespielt von Zoe Saldana) zu rächen. Eine Story, die eine verkappte Fortsetzung von Bessons Leon – Der Profi darstellt, der eine ähnliche Ausgangssituation zur spielfilmlangen Geschichte aufbereitete. Gleichzeitig finden sich Anklänge an Bessons zweiten berühmten Auftragsmörder-Thriller: Nikita. Innovation ist also von Colombiana nicht unbedingt zu erwarten. Immerhin liefert er alle Grundbestandteile, die von einem lupenreinen Actionstreifen zu erwarten sind: Verfolgungsjagden per Fuß und Fahrzeug, üppige Pyrotechnik und klassische Kampfkunst, Stich- und Feuerwaffen jeglicher Couleur, menschliche und tierische Haifische – und eine mörderisch einfallsreiche Heldin, die es nicht nur mit einem ganzen Kartell aufnehmen, sondern auch einen spürsicheren Kommissar abschütteln muss. Und weil Regisseur Olivier Megaton, geschult an Transporter 3 und sichtlich inspiriert von der Bourne-Reihe, dies alles mit zielsicherer Routine und Sinn für Knalleffekte inszeniert, bietet Colombiana auch klassischen B-Picture-Reiz, zumal die Stunt-Arbeit (ohne allerdings wirklich neue Akzente zu setzen) obersten Qualitätsstandards genügt. Ab und zu gibt es sogar ein paar originelle Momente, etwa wenn der Onkel der Hauptfigur wahllos auf Passanten schießt, um sie von der Killer-Laufbahn abzuschrecken.

Taff und trainiert
Ein Grund, weshalb Besson seine Action-Franchises überwiegend erfolgreich etablieren konnte, liegt in der richtigen Besetzung. The Transporter nutzte den prolligen Macho-Charme eines Jason Statham, 96 Hours wiederum bezog seine Qualität aus der Beteiligung von Liam Leeson. Auch das Casting von Colombiana ist geglückt. Für die Hauptrolle wurde Zoe Saldana angeheuert, die ihre physische Einsatzfähigkeit insbesondere mit ihrer (Performance-Capture-)Hauptrolle in Avatar unter Beweis stellte. Saldana bringt nicht nur äußerliche Attraktivität mit, sondern wirkt auch taff und trainiert genug, um es mit Scharen von Schurken aufzunehmen. Insofern sind alle Elemente vorhanden, damit der Zuschauer 107 unterhaltsame Minuten im Kino verbringen und Luc Besson sein Moguldasein erfolgreich weiterführen kann.

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Wertung zu Colombiana

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