Cold War
Ein einzelner Amerikaner überwältigt ganze Heerscharen der Roten Armee. Rambos Rückkehr? Mitnichten ...
Es ist durchaus von Vorteil, unauffällige Methoden zu wählen. Alternativ stehen Pistolen und Gewehre zur Verfügung.
So schießwütig wie sein Landsmann Rambo ist Journalist Matt Carter beileibe nicht. Er mischt auf etwas subtilere Art beim Kalten Krieg mit und wittert schon den Pulitzerpreis, als er sich zu einem vermeintlichen Treffen zwischen KGB und CIA stiehlt. Kurz darauf findet er sich als mutmaßlicher Spion im Gefängnis wieder, muss seine Unschuld beweisen und eine Verschwörung aufdecken.
Abgesehen von Klischees ist die Geschichte von Cold War unterhaltsam und läuft teils in Spielgrafik, teils ähnlich wie bei XIII im Comic-Stil und mit gelungener deutscher Synchronisation ab. Gegen gut ausgebildete Speznaz hat ein einfacher Schreiberling freilich keine Chance und so bastelt Carter aus unscheinbaren Dingen Technikspielereien, mit denen er den bösen Buben ein Schnippchen schlägt. Dafür durchforsten Sie die Umgebung nach brauchbaren Teilen und Plänen, für die Technikpunkte winken.
Mehr Punkte verheißen wiederum neue Konstruktionen. Ähnlich wie bei Splinter Cell geht es damit den Feinden vornehmlich auf leisen Sohlen an den Kragen. Ärgerlich: Ob mit Köpfchen oder Waffengewalt, häufig läuft bei einer lang vorbereiteten Attacke etwas schief. Einmal entdeckt, hat der Spieler schlechte Karten, die Wachen sehen ihn selbst in totaler Dunkelheit und zielen recht genau - die Schnellladetaste ist im Dauereinsatz.
Zum Glück sind Sie nicht nur allein unterwegs, sondern bekommen Hilfe von Weggefährten. Die lenken auf Befehl Wachen ab, wollen aber auch selbst an Patrouillen vorbeigeschleust werden. Das ist eine willkommene Abwechslung in den über lange Strecken ähnlich aussehenden und optisch nicht sonderlich ansprechenden Levels. Nach nur kurzer Spieldauer ist das Komplott entwirrt. Zeit, sich an einem der drei weiteren Spielmodi zu versuchen.
