Auf in die neue Welt! Der PC Games-Test zu Civilization 4: Colonization
Vierzehn Jahre sind eine lange Zeit im Spielegeschäft. Da verblassen der Entwicklerruhm, die Erinnerung und manchmal sogar die Hoffnung. Zumindest Letztere haben die Fans des Strategie-Klassikers Colonization in all den Jahren nicht fahren lassen. Das Warten hat sich gelohnt!
Unsere Siedlung wächst und gedeiht.
Mit Änderungen hält sich Sid Meiers Entwickler-Team weitestgehend zurück. Das Spielprinzip wird nur im Detail angerührt. So dürfen Sie übergelaufenen Indianern jetzt jeden beliebigen Beruf geben und wenn Sie selbst einen Kolonisten in eines der Tipi-Dörfer schicken, so wird Ihnen angezeigt, welchen Beruf dieser dort erlernen kann. Das Ausbildungs-Glücksspiel des Originals gehört also der Vergangenheit an.
Ebenfalls überarbeitet wurde der Militärpart. So gibt es nun weniger Einheiten, dafür gewinnen diese, wie von Civilization 4 bekannt, durch Beförderungen an Schlagkraft. Das schafft mehr Übersicht und erleichtert vor allen Dingen den Vergleich mit dem Heimat-Heer.
Überhaupt wurden die meisten Verbesserungen vom Hauptprogramm Civilization 4 übernommen. Die Bedienung ist jetzt komfortabler. Viele Vorgänge wie Handelswege und Siedlungsbau lassen sich automatisieren, gute Plätze für eine Stadt werden hellblau umkreist und sinnvolle Aktionen in der Bedienleiste mit einer hellen Korona hervorgehoben. All das zeigt, dass die Entwickler sich wirklich Gedanken gemacht haben, wie man den Klassiker zeitgemäß umsetzen könnte.
Im Siedlungs-Menü schieben Sie Kolonisten hin und her und weisen Ihnen so Aufgaben zu.
Apropos Leiste: Die Benutzeroberfläche ist diesmal etwas zu groß geraten. Einige Punkte benutzten Sie nur selten. Der braune Schaltflächenbereich nimmt fast ein Drittel des Spielbildschirms ein, lässt sich aber zum Glück per Tastenkürzel ausblenden. Einen Schönheitspreis gewinnt Firaxis damit wahrlich nicht. Im Amerika von Civilization 4: Colonization machen Sie zudem keine zwei Schritte, ohne auf einen Eingeborenen-Stamm zu treffen. Selbst auf riesigen Karten sind wenig freie Flecke zu finden.
Im Vergleich mit Civilization 4 ist eine Partie Colonization erstaunlich kurz. Kaum hat man eine florierende Warenkette zusammengestellt und die Siedler auf Unabhängigkeit getrimmt, vermeldet das Spiel schon "Nur noch 100 Runden übrig” - was eigentlich logisch ist, denn die historische Zeitspanne, die das Spiel abdeckt, ist ja auch viel kürzer als beim Allround-Zivilisationsspiel. Erstaunlicherweise schafft es Colonization, das "Nur-noch eine Runde”-Gefühl sogar über mehrere Partien zu erhalten. Und wer nach dem Hauptspiel nach neuem Futter sucht, benutzt einfach den Auto-Downloader für Mods und Szenarien. Nicht nur durch dieses sehr nützliche Programm wird Colonization zum Dauerbrenner avancieren.

Aber kann es sein das es vom Schwierigkeitsgrad wesentlich schwerer als Civ 4 ist?
Hab selbst auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe Probleme am Ende gegen das Heimatland anzukommen.
Aber kann es sein das es vom Schwierigkeitsgrad wesentlich schwerer als Civ 4 ist?
Hab selbst auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe Probleme am Ende gegen das Heimatland anzukommen.
Das Spiel ist also nach xy-Runden zwingend vorbei?
Irgendwie bin ich etwas skeptisch ob das für mich grundsätzlich genug hergibt... und die Megaleiste nervt mich schon jetzt. Jaja, man kann sie ausblenden, Info gelesen, verarbeitet und vestanden. Befehle geben, ausblenden, einblenden, Befehle geben, ausblenden... hört sich für mich nicht wirklich praktisch an?
Naja... andererseits habe ich 30€ schon wesentlich dümmer investiert.
Die Leiste hat mich dabei am wenigsten gestört.
Sehr viel schwerwiegender fand ich, dass ich keine Leute mehr in die Stadt setzen konnte, wenn der Nahrungsmittelverbrauch höher war, als die Produktion. Wenn da ein Nahrungsberg von 260 Einheiten liegt, sollte das über längere Zeit (etliche Runden) kein Problem sein. Aber nein, ich muss erst soviele Leute anderswo aus der Stadt rausnehmen oder in die Nahrungsproduktion stecken, bis die Bilanz positiv ist, ehe ich jemanden ins Sägewerk setzen kann. Danach lassen sich unlogischerweise auch Leute, die schon in der Stadt arbeiten, von Nahrungs- auf bspw. Holzproduktion umstellen. Logisch ist das nicht. Aber mordsumständlich.
Eine andere Änderung ist, dass man die Leute ohne Bewegungspunkte nich tin der Stadt verteilen kann, was keinen Sinn macht. Da war die alte Regelung besser.
Eine Kleinigkeiten dieser Art habe ich noch gefunden, ..... aber sonst, ... sonst stellte sich durchaus das alte Feeling wieder ein, wenn ich auch das Gefühl habe, dass das Spiel ein wenig schwerer geworden ist. Es macht Spaß und zieht einen von Runde zu Runde. Aufhören fällt furchtbar schwer.
Von daher kann ich mich der Besprechung von PCGames mal anschliessen, dass Firaxis da alles richtig gemacht hat, jedenfalls fast.
Zur Zeit bin ich dabei, noch ein paar der kleinen Detailänderungen, die es gibt herauszufinden.
Den Malus für Siedlungen mit Königstreuen gibt es z.B. nicht mehr, dafür einen stärkeren Bonus für den Unabhängigenanteil. Das macht es eigentlich einfacher, aber auf jeden Fall schafft's momentan mehr Anreiz, als einen Malus loszuwerden.
Um auf Deine Frage zurückzukommen: Es gibt noch den Zeitmodus (also bestimmte Spieldauer, wer am weitesten kommt, hat gewonnen. Sinnvoll im Mehrspielermodus für Kurzrunden), den Freiheitsmodus (Unabhängigkeit gegen England erklären), der ja die feste Rundenzahl mit sich bringt (wegen des geschichtlichen Rahmens), sowie den Europamodus. Hier müssen alle europäischen Konkurrenten besiegt werden (so weit ich das kapiert habe, gibt es dabei keine Rundenbegrenzung).
So in der Kombination solltest Du daher genügend Spielspaß haben, zumal runde 30 EUR ja auch ein sehr vernünftiger Preis sind.
Das Spiel ist also nach xy-Runden zwingend vorbei?
Irgendwie bin ich etwas skeptisch ob das für mich grundsätzlich genug hergibt... und die Megaleiste nervt mich schon jetzt. Jaja, man kann sie ausblenden, Info gelesen, verarbeitet und vestanden. Befehle geben, ausblenden, einblenden, Befehle geben, ausblenden... hört sich für mich nicht wirklich praktisch an?
Naja... andererseits habe ich 30€ schon wesentlich dümmer investiert.
Nehme an, da Du keine 15 mehr bist, hast Du die Geduld, noch zwei Tage zu warten, oderr?! ;-)
Das Spiel ist also nach xy-Runden zwingend vorbei?
Irgendwie bin ich etwas skeptisch ob das für mich grundsätzlich genug hergibt... und die Megaleiste nervt mich schon jetzt. Jaja, man kann sie ausblenden, Info gelesen, verarbeitet und vestanden. Befehle geben, ausblenden, einblenden, Befehle geben, ausblenden... hört sich für mich nicht wirklich praktisch an?
Naja... andererseits habe ich 30€ schon wesentlich dümmer investiert.