Ein Film irgendwo zwischen Charakterdrama und Sci-Fi-Thriller. Streckenweise oberflächlich, aber auch überaus innovativ.
Nach einem ominösen Erlebnis erwachen in den Freunden Andrew, Matt und Steve Superkräfte. Anfangs genießen sie ihre übernatürlichen Fähigkeiten und nutzen sie für jede Menge Späße. Doch als in dem scheuen Andrew eine dunkle Seite die Oberhand gewinnt, wird aus dem Spiel tödlicher Ernst.
In seinem Regiedebüt agiert der ehemalige Cutter Joshua Trank aus der überwiegenden Perspektive von Home-Video-Cameras, welche die Protagonisten selbst bei sich tragen – allen voran Andrew, der das Leben um sich herum manisch dokumentiert. Ein Aspekt, der den Zuschauer noch näher ans Geschehen heranführt und die emotionalen Veränderungen der Figuren noch stärker hervorhebt. Und das ist auch das Hauptthema einer Low-Budget-Produktion mit faszinierenden Effekten: Nicht die
Erlangung der Superkräfte steht hier im Mittelpunkt der Betrachtung, sondern die Auswirkung derselben auf die Psyche ihrer "Helden". Aus großer Kraft ergibt sich große Verantwortung? Ja, und es folgen große Probleme, wenn sie auf jugendliche Komplexe trifft.
Tim Sünderhauf
