Cebit 2016: Hardware-Neuheiten

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Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Beeindruckend in Optik und Preis: Gigabyte Z170X-Gaming G1
Quelle: Gigabyte

Die Cebit 2016 schloss am Freitag ihre Pforten - wie haben uns genauer anschaut, welche auch für Gamer interessanten Hardware-Neuheiten es gab und Trends die Messe beherrschten.

Thermaltake

Für viele Nutzer ist das Thema Lüfter eher eine Nebensache. Dort wer Wert auf eine leise, dabei aber trotzdem starke Lüftung setzt, muss sich genauer umschauen. Vor allem wer Lüfter für die Radiatoren einer Wasserkühlung sucht, ist einen hohen Luftdruck und Luftdurchsatz angewiesen, der auch bei niedrigen und somit leisen Drehzahlen erreicht wird. Hierzu hat Thermaltake, zu denen auch die eSport-Zubehör Marke Tt eSPORTS gehört, seine bereits seit letztem Jahr erhältliche Lüfterserie Riing 12 und Riing 14 im Einsatz vorgestellt.

Hauptpunkt der Präsentation waren dabei zwar die Gehäuse, in denen die Lüfter zum Einsatz kamen, aber zunächst wollen wir einige Worte zu den Lüftern verlieren: die Lüfter mit 120 beziehungsweise 140 Millimeter Rahmenbreite sind mit LEDs beleuchtet, die ihr in mehreren Farbvarianten bekommen könnt. Die 120mm-Serie Riing 12 gibt es ab etwa 13 Euro, die größere Variante Riing 14 kostet etwa drei Euro mehr. Auch eine Version, bei der ihr über eine Software zwischen 256 LED-Farben wählen, ist mit dem Zusatz RGB im Namen je nach Lüftergröße ab etwa 23 Euro zu haben. Thermaltake verspricht, bei gleicher Drehzahl einen besseren und trotzdem leiserer Luftstrom zu erzeugen als Standardlüfter. Oder anders gesagt: auch bei niedrigen Drehzahlen wird ein so starker Luftstrom erzeugt, dass ein leiser Betrieb möglich ist, ohne die Kühlung der Hardware zu gefährden. Die Lüfter in der RGB-Version sind wiederum ein wichtiger Bestandteil eines Gehäuses, welches Thermaltake auf der Cebit zeigte. Im Thermaltake Core X31 RGB-Edition (ab etwa 130 Euro) sind drei Riing 12 RGB vorinstalliert. Vor Ort war unter anderem noch eine Lüftersteuerung, eine CPU-Wasserkühlung sowie ein starkes und hocheffizientes Netzteil, welches im Inneren ebenfalls einen RGB-Lüfter verwendet, eingebaut: das Toughpower DPS G RGB mit 1250 Watt Leistung, welches nicht nur wegen der Leistung, sondern auch durch den Preis von über 400 Euro nur etwas für ganz besondere PCs und Nutzer ist. Ein zweites Gehäuse, das Core P5 , ist speziell für Show-Zwecke oder auch für PC-Fans mit einem Faible für moderne Innenarchitektur gedacht. Denn es ist durch eine offene Bauweise und eine reine Plexiglas-Seite auf eine dezente Art und Weise auffällig, wirkt aber auch aufgeräumt und kann wie ein Gemälde an die Wand montiert werden. Kostenpunkt: ab 125 Euro.

Thermaltake Core P5: Gehäuse auch für die Wandmontage Quelle: Thermaltake Thermaltake Core P5: Gehäuse auch für die Wandmontage Ein drittes Gehäuse war nur ohne eingebaute Hardware zu sehen und richtet sich eher an Nutzer, die extrem viel, vor allem etliche Festplatten im PC unterbringen wollen. Das riesige Core WP100-Gehäuse wird von Thermaltake als Super-Tower bezeichnet und verfügt sogar über Rollen, um es bewegen zu können.

Lian-Li

Der Hersteller Lian-Li ist vor allem für seine Aluminium-Gehäuse bekannt, die eher schlicht aussehen, aber gut verarbeitet und durchdacht sind, dafür aber preislich gesehen alles andere als Schnäppchen darstellen. Aber auch besondere Gimmicks sind immer wieder auf dem Plan, so wie zum Beispiel das Mini-ITX-Gehäuse PC-Y6 in Form einer Luxus-Yacht. Auf der Cebit stellte Lian-Li nun mit dem PC-K5X und PC-K6X auch zwei Mittelklassegehäuse vor, deren Auffälligkeit eher beim Material zu finden ist. Denn entgegen der Lian-Li-Tradition werden die beiden Modelle mit Stahl und Kunststoff hergestellt, dafür aber auch deutlich günstigere Preisbereiche anvisieren als die Aluminium-Gehäuse von Lian-Li. Noch ist aber nicht klar, ob die beiden Gehäuse unter einem anderen Label und somit nicht dem Namen Lian-Li vertrieben werden.

Auch ein Zeichen für eine Ausrichtung weg von reinen unauffälligen Büro-PCs ist das Gehäuse PC-J60. Hier wird zwar wiederum Aluminium eingesetzt, aber das PC-J60 gibt es auch in einer Variante mit Seitenfenster in rot gehaltenen Rahmenteilen - für Lian-Li, die normalerweise auf einheitliche Gehäusefarben setzen, ist dies ebenfalls bemerkenswert. Optisch ebenfalls auffällig ist das Lian-Li PC-O9: es scheint auf den ersten Blick aus zwei nebeneinanderstehenden Gehäusen zu bestehen, ist aber in Wahrheit ein Gehäuse, dessen von vorne gesehen linke Hälfte hauptsächlich aus Glas besteht, um die Hardware zu präsentieren. Die rechte Hälfte ist Aluminium abgedeckt ist, um Kabel, das Netzteil und die Laufwerke unsichtbar unterzubringen. Der Vorgänger PC-O8 sah bereits ähnlich aus, hatte aber rechts auch transparente Gehäuseabdeckungen. Beim letzten neu vorgestellten Gehäuse handelt es sich wiederum ein schickes Cube-Gehäuse: das PC-Q34 hat an der schwarzen Aluminium-Front USB- und Audio-Anschlüsse und ist für die Nutzung von Mini-ITX-Mainboards gedacht. Um leichter an die Hardware heranzukommen, kann man die komplette Front türartig öffnen.

MSI

Aufsehen erregte bei MSI vor allem der High-End-Mini-PC Vortex. Es handelt sich um einen sehr kompakten, zylinderartigen PC mit einer leicht dreieckigen Standfläche und weniger als sieben Liter Gehäusevolumen. Die Standfläche nimmt einen Durchmesser von etwa 20 Zentimetern ein, die Höhe beträgt weniger als 30 Zentimeter. Im Inneren schlummert ein starker Intel Core i7-6700k und je nach Ausführung gleich zwei Nvidia GTX 960 oder GTX 980 im SLI-Verbund.

MSI Vortex High-End-Mini-PC mit COre i7-6700k und zwei Nvidia GTX 960 oder GTX 980. Quelle: MSI MSI Vortex High-End-Mini-PC mit COre i7-6700k und zwei Nvidia GTX 960 oder GTX 980. Zudem sorgen zwei SSDs im M.2-Format für Speicherplatz. Die Hardware wird über nur einen einzigen Lüfter, der oben im Gehäuse sitzt, gekühlt: er bläst die warme Luft heraus, kühle Luft wird mit dem entstehenden Druckunterschied und den Kamineffekt durch Lücken im unteren Bereich angesaugt. Die geplanten Preise für den gleichermaßen auch futuristisch wirkenden PC liegen bei 2600 beziehungsweise 4000 Euro.

Gigabyte

Der vor allem im Bereich Mainboards und Grafikkarten bekannte Hersteller Gigabyte nutzte die Cebit 2016 unter anderem für die Vorstellung eines hochwertigen Mainboards, welches Gigabyte auch den Begriff HEDT zuordnet - dies steht für High-End DeskTop. Dies darf man aber nicht mit Mainboards verwechseln, die insbesondere für Gaming-Enthusiasten gedacht sind. Denn das HEDT-Motherboard GA-X150M-Pro ECC ist eher für hochwertige Office- und Server-PCs oder auch für professionelle Bild- und Videobearbeitung gedacht, ohne dabei aber mit etwa 120 Euro extrem teuer zu sein. Kompatibel sind mit dem zugehörigen C232-Chipsatz dabei allerdings nur Intel Server-Prozessoren der Xeon E3-1200 v5-Familie. Für Spieler relevanter sind vier vorgestellte Mainboards mit dem Z170-Chipsatz, der zum Übertakten der beiden mit frei wählbarem Multiplikator versehenen Skylake-CPUs Core i5-6600K und Core i7-6700K prädestiniert ist. Diese Mainboards sind allerdings bereits seit einigen Monaten im Handel und somit keine Neuheit, aber trotzdem interessant für Gamer, die ihre CPU auch übertakten wollen.

Die drei Modelle Z170X-Gaming 3, Z170X-Gaming 5 und Z170X-Gaming 7 mit Preisen von 120 bis 220 Euro richten sich dabei an eine durchschnittliche Käufergruppe - das Z170X-Gaming G1 hingegen ist mit seinem Preis von 520 Euro für absolute Enthusiasten gedacht. Es bietet dafür bis zu vierfaches SLI oder Crossfire und viele Übertaktungsoptionen, hochwertige Onboard-Komponenten und ein auffälliges Design. Ebenfalls auf der Cebit zu sehen waren einige neue Brix-Barebones - so nennt Gigabyte seine Serie von Mini-Barebones, die eine Standfläche von nur etwa 12 mal 12 Zentimetern und eine Höhe von 3,5 bis gut sechs Zentimetern einnehmen. Die CPUs der Brix-Barebones sind zwar nicht für Spiele geeignet, aber für Office und Multimedia mehr als ausreichend. Für die nötige Power sorgen moderne, stromsparende Varianten des Intel Core i5 oder i7. Als Laufwerk könnt ihr je nach genauem Brix-Modell eine Festplatte oder SSD im 2,5-Zoll-Format oder eine SSD im kleinen M.2-Formfaktor einbauen. Auch für Arbeitsspeicher müsst ihr selber sorgen und entscheidet somit selbst über die Bestückung, wobei je nach Brix-Variante DDR3- oder DDR4-SoDimm-Riegel verwendet werden. Die neuesten Modelle der ohne Lüfter auskommenden Mini-PCs gibt es ab 370 Euro.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rachlust Mitglied
        Habe nur schlechte Erfahrungen mit AMD/Ati Karten in der Vergangenheit daher nur noch Nvidia und vor allem weil ich Physx brauche (Grafik Hure :D).
      • Von Rachlust Mitglied
        Habe nur schlechte Erfahrungen mit AMD/Ati Karten in der Vergangenheit daher nur noch Nvidia und vor allem weil ich Physx brauche (Grafik Hure :D).
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Rachlust
        Genau das was du hier erwähnst macht mir zur Zeit zu knabbern daher habe ich auch oben geschrieben (Vielen dank das du darauf detailliert eingegangen bist mit der neuen Graka Generation :) )das ich auf die neuen karten warte damit endlich der Preis der "alten" karten sinkt. Meine hoffnung währe ja das die GTX980 auf 370,-EUR fallen würde im Sommer.
        ja gut, das KANN sein, aber dann nicht einfach nur WEGEN der neuen Karten. Die GTX 980 ist halt aktuell einfach überteuert, an sich müsste die im Vergleich zu GTX 970 schon seit langem maximal 400-430€ kosten.

        Aber in den letzten Generationen war es an sich immer so, dass die x70-Karten und die x80-Karten nur langsam im Preis fielen und bei Release der neuen Modelle dann halt die alten Karten ziemlich genau so viel kosteten wie die gleichguten Neuen, und nach ein paar Wochen wurden die alten sogar oft teurer, weil es nur noch Restposten gab und manche unbedingt noch - auch wegen SLI - eine "alte" wollten.

        zu Deiner Karte: was ist mit einer AMD R9 390?
      • Von Rachlust Mitglied
        Zitat von Herbboy
        also, an sich ist es grad bei der Graka so, dass man lieber alle 2 Jahre was um die 300€ kaufen sollte anstatt High-End... Denn zu meinen, dass eine Karte für 500-600€ ca. doppelt so lange hält wie eine für 250-300€ , ist ein Trugschluss - das tut sie nämlich niemals ;) die GTX 980 ist nur 15% schneller als eine GTX 970. D.h. wenn du mit der GTX 970 nur noch 30 FPS hast, hast du mit der GTX 980 auch nur 35 FPS. Viel länger "hält" die also auch nicht... die CPU eines guten PC hält dafür umso länger: ein core i5/i7 für 200-300€ wird so lange halten, dass du da mind 1x, eher 2x eine neue "Oberklasse"-Karte wie eben die GTX 970 nachrüsten kannst, damit du 5-6 Jahre immer hohe Details spielen kannst.

        @Tommy: naja, eine der teuersten x80 Ti-Karten seit langem mit einer "mittlere Oberklasse"-Karte wie der 770 zu vergleichen ist aber schon was unfair ;) Die GTX 770 kostet damals, wo sie neu war, um die 300-350€. Da wäre eher eine GTX 970 ein fairer Vergleich. Die damalige x80 Ti, also die 780 Ti, wäre auch schon 40-50% schneller gewesen als die GTX 770, obwohl sie "nur" 500€ kostete, und der Preis war an sich schon eine Frechheit wenn man bedenkt, dass die kaum langsamere AMD R9 290X nur 400-450€ kostete. Und nebenbei: du HAST die "nächste Generation", denn eine 800er-Serie gab es im Desktopbereich nie ;)
        Genau das was du hier erwähnst macht mir zur Zeit zu knabbern daher habe ich auch oben geschrieben (Vielen dank das du darauf detailliert eingegangen bist mit der neuen Graka Generation :) )das ich auf die neuen karten warte damit endlich der Preis der "alten" karten sinkt. Meine hoffnung währe ja das die GTX980 auf 370,-EUR fallen würde im Sommer.

        Aktuel habe ich die GTX770 mit 4GB Vram drin. Bei Witcher 3 musste ich schon einige Abstriche machen und bei Assassins Creed Syndicate und Dying Light schient sie Probleme oder einen Defekt zu haben. Mir friert immer kurz das Bild ein Ton macht dan drrrrrt und weiter gehts. Kommt und geht wie es will. Da ich eh ein sehr altes Mainboard habe und der Prozessor nur ein i5 2400 ist und der auch mehr Bums haben könnte wollte ich upgraden.
        Jedoch traue ich mich einfach nicht an die GTX970 ran mit dem ganzen Vram Thema da ich es immer schaffe den Vram richtung 4GB zu prügeln . Hatte dann überlegt die 980 zu nehmen aber ich sehe dann immer wieder 170eur mehr für nur im besten fall 10fps mehr. Das ist dann schon ein Saftiger Aufschlag.

        Aktuel spiele ich auch nur in 1080p hätte aber shcon lust auf 1440 hoch zu gehen. Für 4K ist es einfach noch zu Früh. Man sieht ja ohne SLI kann man es komplett knicken wenn man gute FPS haben möchte. 4K wird denke ich erst interessant wenn eien Single Karte 60fps auf 4K schafft was noch eine weile dauern wird ^^
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von tommy1977
        Immer die nächste Generation mitzunehmen, macht daher in meinen Augen keinen Sinn.
        und doch hast du es gerade in diesem fall getan. ;-)
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Weissbier242
        Hab mir jetzt auch mal neuen PC gegönnt mit einer 980GTX, damit sollte ich jetzt mal paar Jahre Ruhe haben und VR tauglich dürfte das auch sein :) Denk mal wenn man jetzt ein High End System kauft, sind ca 4 Jahre Ruhe.
        also, an sich ist es grad bei der Graka so, dass man lieber alle 2 Jahre was um die 300€ kaufen sollte anstatt High-End... Denn zu meinen, dass eine Karte für 500-600€ ca. doppelt so lange hält wie eine für 250-300€ , ist ein Trugschluss - das tut sie nämlich niemals ;) die GTX 980 ist nur 15% schneller als eine GTX 970. D.h. wenn du mit der GTX 970 nur noch 30 FPS hast, hast du mit der GTX 980 auch nur 35 FPS. Viel länger "hält" die also auch nicht... die CPU eines guten PC hält dafür umso länger: ein core i5/i7 für 200-300€ wird so lange halten, dass du da mind 1x, eher 2x eine neue "Oberklasse"-Karte wie eben die GTX 970 nachrüsten kannst, damit du 5-6 Jahre immer hohe Details spielen kannst.

        @Tommy: naja, eine der teuersten x80 Ti-Karten seit langem mit einer "mittlere Oberklasse"-Karte wie der 770 zu vergleichen ist aber schon was unfair ;) Die GTX 770 kostet damals, wo sie neu war, um die 300-350€. Da wäre eher eine GTX 970 ein fairer Vergleich. Die damalige x80 Ti, also die 780 Ti, wäre auch schon 40-50% schneller gewesen als die GTX 770, obwohl sie "nur" 500€ kostete, und der Preis war an sich schon eine Frechheit wenn man bedenkt, dass die kaum langsamere AMD R9 290X nur 400-450€ kostete. Und nebenbei: du HAST die "nächste Generation", denn eine 800er-Serie gab es im Desktopbereich nie ;)
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