Captive State: Filmrezension zu Rupert Wyatts Science-Fiction-Thriller
Zehn Jahre nach der Alieninvasion herrscht auf der Erde Frieden; Gewalt und Armut gehören der Vergangenheit an. Doch dieser scheinbar ideale Zustand hat seinen Preis. Die Menschen haben jegliche Freiheiten abgelegt und werden vom Staat durchgehend überwacht und kontrolliert. Einige wollen sich der Obrigkeit nicht unterwerfen und bilden eine Widerstandgruppe, die bald erbarmungslos von der Regierung gejagt wird. In Rupert Wyatts Sci-Fi-Thriler sind unter anderem John Goodman, Ashton Sanders, Jonathan Majors und Vera Farmiga zu sehen.
Wenn die Menschen der Zukunft wieder mit Brieftauben kommunizieren, muss etwas im Argen liegen. Tatsächlich ist die Welt aus dem Sci-Fi-Thriller "Captive State (jetzt kaufen 9,99 € )" zehn Jahre nach einer außerirdischen Invasion stark verändert: Kriminalität, Arbeitslosigkeit und Armut sind passé, doch dafür leben die Bürger in einem Überwachungsstaat und können durch Implantate jederzeit getrackt werden. Die totale Kontrolle funktioniert auch, weil manche Erdlinge (darunter ein von John Goodman gespielter Agent) mit den Aliens kollaborieren.
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Im Kampf um die Freiheit formiert sich im Chicagoer Untergrund eine Widerstandsgruppe, um die vermeintlich heile Ordnung umzustoßen. Als der junge Gabriel eine Botschaft an die Aufständischen übermitteln soll, gerät er auf den Radar der Agenten, während das Zeitfenster für den Sabotageakt immer kleiner wird.
Quelle: Entertainment One
Szenenbild aus "Captive State"
Das Drehbuch des Regisseurs Rupert Wyatt und seiner Ehefrau Erica Beeney basiert auf keinem etablierten Stoff, ist weder Fortsetzung noch Remake, sondern ein echtes Original. Der Plot erinnert an Genreklassiker wie "Die Körperfresser kommen" und das Paranoia-Kino der 1970er-Jahre und entwirft ein höchst spannendes, in sich stimmiges Szenario, bei dem die Parallelen zu realen Entwicklungen ein Ausrufungszeichen setzen.
Schon bei "Planet der Affen: Prevolution" zeigte Wyatt Talent für eine kompakte Erzählweise, bei der prägnante Szenen die Figuren charakterisieren. Das gelingt bei "Captive State" abermals. Durch die geschickte Informationsverteilung und Momente gezielter Stille gewinnen die Zuarbeit der Kollaborateure, der Plan der Widerständler und die einfallsreich designten Aliens stückweise an Kontur. Was erst undurchsichtig erscheint, ergibt schließlich Sinn - bis die Zahnrädchen perfekt ineinander greifen. Inszenatorisch wirkt die Dystopie mit der Stilisierung durch Rotfilter oder Vogelperspektiven, der omnipräsenten Dunkelheit und dem Synthesizer-Sound wie ein Alptraum von John Carpenter.
FAZIT: Kluger und fesselnder Zukunftsthriller mit schneidender Atmosphäre
Captive State hätte eigentlich zum 28.03.2019 in den deutschen Kinos anlaufen sollen, der Filmstart wurde jedoch kurzfristig auf unbestimmte Zeit verschoben. Wir halten euch über einen neuen Starttermin auf dem Laufenden.

Krass ne 9. Im internationalen Schnitt scheint der ja eher auf ne 5 zu kommen.