Call of Duty: Black Ops im Test - Die negativen Aspekte
PC Games testet Call of Duty: Black Ops und stellt fest, dass Treyarch sich vom B-Entwickler zum Blockbuster-Schöpfer gemausert hat. Black Ops liefert all das, was Shooter-Fans von einem sehr guten Call of Duty erwarten.
Contra
- Grenzdämliche KI
Es ist zum Haare raufen! Die womöglich erfolgreichste Spieleserie der Welt bringt erneut nur eine KI auf dem Niveau von Toastbrot zustande? Da feuern Gegner aus einem Meter Entfernung ganze Magazine an Ihnen vorbei oder ballern stur auf entfernte Kameraden, während Sie mit dem Messer herantraben. Unter diesen regelmäßigen Totalaussetzern leiden Authentizität und Gameplay massiv!
Quelle: Activision
Einige der Zwischensequenzen bestehen aus bearbeiteten Originalaufnahmen.
- Kurze Solospielzeit
Die kurze Spielzeit gehört beinahe schon traditionell zur Call of Duty-Serie und allgemein glänzen die meisten Titel in diesem Bereich schon lange nicht mehr mit Umfang. Klasse statt Masse lautet die Devise, auch bei Black Ops. Auf mittlerem Schwierigkeitsgrad schafften wir die Kampagne allerdings in unter sechs Stunden durch, also nochmal gut zwei Stunden weniger als der gegenwärtige Shooter-Durchschnitt. Dass das immerhin noch den direkten Kontrahenten Medal of Honor überflügelt, ist da nur ein schwacher Trost. Zumal sich der Zombie-Modus für Solospieler als witzlos herausstellt. Ohne Mitstreiter haben Sie gegen die Untotenwellen praktisch keine Chance, während die ersatzlos gestrichenen Special Ops-Missionen damals in Modern Warfare 2 noch ein wenig zusätzliches Spiel fürs Geld boten. Wer sich im Netzwerk oder online austobt, wird bei Black Ops wieder umfassend bedient, aber reine Einzelspieler müssen angesichts des happigen Preises bei diesem Umfang kräftig schlucken.
- Teils schwache Spielphysik
Die CoD-Engine liefert trotz fortgeschrittenem Alter fantastische Ergebnisse bei konstant flüssigen 60 Bildern pro Sekunde und moderaten Anforderungen. Dieses kleine Wunder fußt natürlich nicht auf Voodoo, sondern technischen Tricks. Das merkt der Spieler im Optimalfall gar nicht. An einigen Stellen blitzen die Kompromisse jedoch durch. So wirkt die Zerstörung von Gebäuden unzeitgemäß: Das Gebäude explodiert, Flammen und Rauch lassen den Spieler kurzzeitig erblinden und bis Sie wieder klar sehen, steht längst die neue Ruinentextur im Level. Bei den Boots- und Helikopterpassagen fällt dieses Vorgehen jedoch deutlich auf - und im Vergleich zu einem Bad Company 2 gnadenlos ab! Dabei hätten wir nicht mal physikalisch korrekte Trümmerberechnung erwartet, sondern einfach schick vorberechnete Fassadeneinstürze ... Doch auch abseits von Fahrzeugen fällt die improvisierte Physik auf: Einige Objekte im Spiel lassen sich zerlegen und durch die Gegend katapultieren, andere bleiben völlig starr. Am heftigsten fiel dies in einer Vietcong-Hütte auf, wo wir zwei Schüsseln per Gewerhbeschuss vom Tisch aus quer durch die Bude beförderten - während das Geschirr im Schrank nebenan selbst unter Granateneinfluss keinen Zucker vernehmen ließ.
Quelle: Activision
Wir schippern zwischen US-Truppen hindurch und zerstören Feindstellungen am Ufer; leider in der deutschen Version ohne den 60er-Hit Sympathy for the Devil.
- Gameplay ist Geschmackssache
Obwohl der Stempel "Frage des Geschmacks" unter beinahe jeder Bewertung von Unterhaltungsmedien prangen könnte, trifft er in diesem Fall ganz besonders zu. Während Millionen von Spielern weltweit Call of Duty als ein Actionfeuerwerk verehren, und nach diesem Maßstab auch Black Ops lieben werden, verstehen andere den Hype einfach nicht. Ihnen erschließt sich die Faszination dieses offensichtlich anspruchslosen Geballeres nicht, Sie vermissen Spieltiefe und Handlungsfreiheit. Diese Spieler werden auch mit dem neuen Teil sicher nicht warm. Zum Teil ist diese Kritik sogar vollkommen berechtigt. Während bei einer 5-minütigen Actionsequenz im Helikopter niemand ernsthaft den Tiefgang eines Comanche 4 erwarten kann, wäre gerade bei den Schleichabschnitten deutlich mehr drin gewesen.

Das einzige wo ich nichts drann aus zu setzen hab sind Sound und Grafik. Letztere ist zwar nicht auf dem aktuellen stand, sieht aber heut zu Tage immer noch recht schick aus finde ich (Mal abgesehen von den Explosionen).
Das dieses Game mehr 75% bekommen hat, ist schon erstaunlich.
Ist auf jeden Fall das erste CoD, wo ich froh bin es durch zu haben. Nochmal werde ich es sicher nicht zocken. Da zock ich lieber zum 10. mal "World at War" durch.
http://www.cod-blackops-pro-werden.blogspot.com/
mfg.
gelaggt oder stürtzt nicht ab.