Beautiful Boy: Filmrezension zum Vater-Sohn-Drama
Als David Sheff erfährt, dass sein Sohn Nic, der gerade die High School abgeschlossen hat, Drogen nimmt, ist er fest entschlossen alles zu tun, um ihm zu helfen. Doch Nic sieht nicht ein, dass etwas mit ihm nicht stimmt, und bald erkennt David kaum noch seinen geliebten Sohn in dem Drogenabhängigen. Timothée Chalamet wurde für seine Darstellung von Nic für einen Golden Globe nominiert. Bekannt wurde der Jungstar jedoch durch das romantische Drama "Call Me By Your Name", das ihm 2018 sogar eine Oscar-Nominierung einbrachte. David Sheff wird von Steve Carell porträtiert, den vor allem seine Arbeit in der TV-Serie "The Office" zu einem Star machte für die er zahlreiche Golden Globes Nominierungen erhielt und 2005 sogar in der Katergorie "Bester Serien-Hauptdarsteller" gewann.
Nachdem der 18-jährige Nic zwei Tage vermisst wurde, kehrt er zu seinem Vater David und dessen Frau Karen zurück. Sein verdächtiges Verhalten lässt schnell auf Drogensucht schließen. Nach einiger Überzeugungsarbeit stimmt Nic jedoch einem Entzugsprogramm zu. Allerdings ist das Problem damit längst nicht gelöst. Stattdessen beginnt ein langer Kampf gegen die Abhängigkeit, die nicht nur Nic selbst, sondern auch seinen Vater und die gesamte Familie in den Abgrund zu reißen droht.
Basierend auf den Memoiren von David Sheff und seines Sohnes Nic erzählt Regisseur Felix van Groenigen bewegend sowohl vom Teufelskreis der Sucht als auch von vorangegangenen Vater-Sohn-Beziehung. Carell spielt gewohnt zurückhaltend-melancholisch, während insbesondere das junge Talent Timothée Chalamet mit seinem fulminant-sensiblen Suchtporträt mitreißt. Das Drama geht häufig nicht allzu subtil dabei vor, um seine Figuren zu porträtieren, stellt aber schwierige Fragen über Verantwortung und Schuld. (st)
FAZIT: Vor allem dank Jungtalent Timothée Chalamet eine mitreißende und anrührende Suchtchronik, die bittere Fragen stellt.
