Battlefield 2142

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Sturm auf den Titanen

Sprengstoff und Raketen bringen die Zweibeiner fix zu Fall. Sprengstoff und Raketen bringen die Zweibeiner fix zu Fall. Setzten die früheren Battlefield-Spiele noch ausschließlich auf den bewährten Eroberungsmodus, spendierte Digital Illusions dem vierten Teil endlich eine frische Spielvariante: den Titan-Modus. Hier dreht sich, wie in der eingangs geschilderten Szene, alles um den sogenannten Titanen. Wer dieses mächtige Basisschiff des Gegners vom Himmel holt, gewinnt die Runde. Bevor Sie den Angriff auf den Titanen starten, müssen Sie erst möglichst viele Silos am Boden einnehmen, die automatisch Raketen auf den fetten Brummer abfeuern und den Schild vernichten.

Sobald das Energiefeld unten ist, versuchen Sie mittels Senkrechtstarter oder einer Raketenkapsel auf dem Schiff zu landen. Kaum sind Sie an Bord, mutiert Battlefield 2142 beinahe zu einer reinrassigen Partie Counter-Strike, denn für Fahr- und Flugzeuge ist in den engen sterilen Gängen natürlich kein Platz. Selten haben wir an derart spannenden Infanterie-Scharmützeln in einem Multiplayer-Shooter teilgenommen wie im Bauch des Titanen.

Um die Kontrollkonsolen und schließlich den Reaktorkern zu sprengen, ist viel Teamwork vonnöten, das sich dank der aus Battlefield 2 bekannten Squad-Einteilung und des Commanders hervorragend koordinieren lässt. Doch hatte sich bei unserem Testmuster - das laut Electronic Arts zu 99 Prozent der Verkaufsversion entspricht - ein fieser Bug eingeschlichen, der gelegentlich für lange Mienen beim Sturm auf den Titan sorgte: Obwohl die Schilde laut Anzeige vernichtet waren, blieben sie aktiv und machten eine Landung unmöglich.

Etwas mau fällt die Kartenzahl für den epischen Titan-Modus aus. Gerade mal fünf weitläufige Maps stehen zur Wahl, die zwar sehr gut gestaltet sind, sich spielerisch aber zu sehr ähneln. Unverändert aus Battlefield 2 übernommen wurde der populäre Eroberungsmodus. Auf neun stimmungsvoll in Szene gesetzten Karten fechten Sie die spannende Flaggenhatz mit bis zu 64 Leuten aus. Unfair nur, dass das gegnerische Punktekonto nicht wie früher schneller schmilzt, sobald Sie die Mehrheit der Basen kontrollieren.

Mehr spielerische Abwechslung als die Titan-Karten bieten die Eroberungs-Schauplätze, die sich teilweise auch mit 16 Gleichgesinnten im Koop-Modus gegen Bots bestreiten lassen. Mal kämpfen Sie in den verschneiten Häuserschluchten Berlins (bekannte Bauwerke gibt es dort jedoch nicht zu bestaunen), dann robben Sie auf der Halbinsel Gibraltar durch heißen Wüstensand oder stapfen im Hafen von Tunis (Tunesien) durch den Regen.

Im Großen und Ganzen ist den Schweden das Mapdesign sehr gut gelungen. Jede Karte besitzt eigenen Charme. Auffällig: Fahr- und Flugzeuge sind bei der Eroberung rar gesät. Während an Jeeps kaum Mangel besteht, bedarf es schon sehr viel Glück, mal einen Panzer oder Senkrechtstarter zu kontrollieren. Einem Sechser im Lotto kommt gar der übermächtige Mech gleich. Da es lediglich einen pro Seite gibt und der obendrein sehr selten spawnt, können Sie sich vorstellen, wie begehrt das Ungetüm ist.

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