Battlefield Portal in der Vorschau: Alle Infos zum großen Battlefield-Baukasten

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Special Carlo Siebenhüner - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Battlefield Portal in der Vorschau: Alle Infos zum großen Battlefield-Baukasten
Quelle: Electronic Arts

Battlefield Portal wird ein riesiger Baukasten-Modus, in dem Spieler ihre Matches bis ins kleinste Detail einstellen. Wir liefern euch alle Infos, welche Werkzeuge euch zur Verfügung stehen und wieso ihr euch schon mal auf Weltkriegspanzer gegen Robohund freuen dürft.

Spieleentwickler versprechen gerne das Blaue vom Himmel, wenn sie ihre Spiele ankündigen. Auch bei der Enthüllung von Battlefield 2042 konnten wir nicht noch mehr mit den Augen rollen, als uns einer der großen Multiplayermodi als eine "Liebeserklärung an die Fans" angepriesen wurde. Jetzt haben wir diesen ominösen Modus endlich gesehen und müssen zugeben: Das ist wirklich eine Liebeserklärung und eine Entschuldigung an die Fans für die Fehltritte der Reihe in den letzten Jahren!

Das ist Battlefield Portal

Battlefield Portal bringt verschiedene Epochen der Battlefield-Geschichte zusammen.  Quelle: Electronic Arts Battlefield Portal bringt verschiedene Epochen der Battlefield-Geschichte zusammen.  Battlefield 2042 will die Shooterreihe dieses Jahr wieder auf Kurs bringen und konzentriert sich auf das, was sie seit jeher ausmacht: Multiplayerschlachten! Deswegen stürzt man sich auf drei große Modi, von denen einer die angesprochene "Liebeserklärung" ist. Während der EA Play 2021 wurde diese nun enthüllt und wir können sie mit einer klaren Aufforderung beschreiben: Baut euch euer Battlefield selbst!

Der Battlefield Portal genannte Modus von Battlefield 2042 (jetzt kaufen 19,19 € ) ist im Grunde ein riesiger Battlefield-Baukasten. Ihr stellt euch in einem Editor eure ganz eigenen Spielmodi zusammen. Dabei müsst ihr euch nicht nur auf Battlefield 2042 beschränken. Battlefield Portal gibt euch Zugang zu drei weiteren Ären der Serie: Battlefield 1942, Battlefield Bad Company 2 und Battlefield 3. Im Pool der jeweiligen Epochen warten Waffen, Fahrzeuge, Maps, Klassen und Fraktionen von damals, die alle auf dem technischen Stand von heute sind. In Portal stecken quasi drei Mini-Remaster in einem.

Der Baukasten im Detail

Valparaiso aus Bad Company 2 im neuen Technikgewand Quelle: Electronic Arts Valparaiso aus Bad Company 2 im neuen Technikgewand Für den Editor hat das EA Studio Ripple Effect ein User-Interface gebaut, dass ihr in eurem Browser am PC oder auf dem Smartphone aufruft. Dort klickt ihr euch alles bequem zusammen. Das fängt ganz einfach an mit der Auswahl des Spielmodus. Rush, Conquest oder wollt ihr euch gleich einen ganz eigenen Spielmodus bauen? Anschließend wählt ihr die Maps auf denen sich alles abspielen wird. Dabei habt ihr die Wahl zwischen allen 2042-Karten, aber eben auch ausgewählten Maps von früher.

Aus Battlefield 1942 kommen "El Alamein" und "Ardennenschlacht", Bad Company 2 steuert "Arica Harbour" und "Valparaiso" bei und aus Battlefield 3 kehren "Kaspische Grenze" und "Noshar Kanäle" zurück. Alle Karten sind in der aktuellsten Frostbyte-Engine erstellt. Es wird also auch Zerstörung geben, von der man damals bei 1942 ja nur träumte. Auch die neuen Wettereffekte, wie der Wirbelsturm, sind mit drin, zumindest wenn man das möchte, denn ab hier geht es in die Tiefe. Nach den Karten wählt man Ären und Fraktionen. Auf Wunsch könnt ihr die Soldaten des Zweiten Weltkriegs gegen die Spezialisten aus Battlefield 2042 antreten lassen. Gemischte Teams aus mehreren Epochen gibt es hingegen nicht.

Nun kommen die Waffen, Fahrzeuge, Gadgets und Waffenaufsätze. Hier legt ihr genau fest, welches Team, welche Ausrüstung bekommt. Knife only? Kein Problem! Shotgun gegen Sniper? Warum nicht! Keine Sichtgeräte und nur Kimme und Korn? Alles klar! Nach Ausrüstung und Fraktionen folgen die Spieleinstellungen. Hier baut man sich auf Wunsch eigene Modi detailliert zusammen. Gerade die Hardcore-Fraktion kommt auf ihre Kosten, denn unter anderem entscheidet man, ob es Friendly Fire oder 3D Spotting gibt und die Minimap aktiviert ist.

Routine in der Subroutine

Im Logic Editor können sich alle Enthusiasten noch einmal richtig austoben und ihren Spielmodus feintunen. Quelle: Electronic Arts Im Logic Editor können sich alle Enthusiasten noch einmal richtig austoben und ihren Spielmodus feintunen. Auch absurdere Dinge sind einstellbar, wie die Geschwindigkeit, mit der man Rennen kann, oder ein asymmetrisches Match Einer gegen Hundert. Doch ist da noch lange nicht Schluss, denn wer will, landet nach allen Menüeinstellungen auf dem sogenannten Logic-Editor.

Dieses Board sieht nicht nur aus, wie Programmiercode, es ist im Grunde auch vereinfachte Programmsprache. Dort tauchen nämlich alle bisher getroffenen Einstellungen als Routinen und Subroutinen auf und gerade Bastler können nach Herzenslust und bis ins kleinste Detail feintunen. Die Befehle funktionieren alle nach dem "If this, than that" - Modell, wenn eine Sache passiert, löst man automatisch eine andere aus. Als Beispiel zeigt EA eine Autohealroutine, in der man auf 100 Prozent geheilt wird, wenn man einen Kill erzielt.

Hat man seinen Wunsch-Spielmodus fertiggestellt, behält man ihn entweder für sich und seine Freunde oder stellt ihn für alle zur Verfügung. Die Ersteller des Spielmodus haben dann auf den Servern, auf denen ihr Modus gespielt wird, Admin-Rechte.

Maximale Freiheit für die Spieler

An der kaspischen Grenze werden wieder Gefechte ausgetragen und Sendemasten umgeschmissen.  Quelle: Electronic Arts An der kaspischen Grenze werden wieder Gefechte ausgetragen und Sendemasten umgeschmissen.  Auf Nachfrage beim Creative Director erzählte man uns, dass schon ausführlich experimentiert und Modi gebaut wurden. Zum Beispiel ein "Infection"-Modus, wo ein Spieler beim Tod ins gegnerische Team wechselt, bis auf der anderen Seite nur noch einer übrig ist. Wir sind uns sicher, dass die Community sich genüsslich austoben wird.

Da durch diese massive Freiheit in den Einstellungsmöglichkeiten das Balancing natürlich schwierig wird, verraten uns die Entwickler bei Ripple Effect, dass sie es ganz pragmatisch einfach gar nicht balancen und es den Spielern überlassen. Wo man mit den Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg gegen moderne Kriegsmaschinerie keine Chance hat, gibt man der benachteiligten Mannschaft einfach einen Buff. Da sind die Spieler jedoch selbst gefragt.

Das bringt uns zu unseren Sorgen, die uns EA im Interview noch nicht ganz ausräumen konnte. Gerade bei solcher Freiheit wird es noch schwerer werden, Cheater zu erkennen. DICE versichert uns zwar, dass ihnen das bewusst ist und sie massiv an einer Lösung arbeiten. Wie das geregelt wird, sagt man uns aber noch nicht.

Die Container-Gefechte aus Noshar-Kanäle könnten zurückkehren. Team Deathmatch auf der Karte wird selbst heute noch in Battlefield 3 gespielt.  Quelle: Electronic Arts Die Container-Gefechte aus Noshar-Kanäle könnten zurückkehren. Team Deathmatch auf der Karte wird selbst heute noch in Battlefield 3 gespielt.  Auch die Community kann ein Problem werden, denn selbst ohne das Spiel zu besitzen, kann jeder den Baukasten benutzen. Erst wenn man selbst spielen will, muss man Battlefield 2042 kaufen. Es ist also gut möglich, dass Battlefield Portal von Trollen geflutet wird, die leere oder rumpelig zusammengeklickte Modi online stellen. Die Experiences sollen von DICE und den Spielern zwar moderiert werden, doch solche Communitymassen lassen sich vor allem zu Release schwer steuern.

Trotzdem ist Battlefield Portal ein extrem umfangreicher Baukasten, der gleichzeitig auch noch als teilweiser Remaster alter Teile fungiert und damit sicherlich viele Fans glücklich machen wird. In Zukunft soll der Modus erweitert werden. Hier will man sich aber noch nicht festlegen und erst Mal schauen, was die Spieler nach Release so anstellen. Bis dahin ist noch einiges zu tun. Bei unserer Präsentation handelte es sich um eine Pre-Alpha-Version. Trotzdem soll Battlefield Portal pünktlich zum Release von Battlefield 2042 am 22. Oktober 2021 verfügbar sein.

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Meinung

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von THEDICEFAN Mitglied
        Fände den Ansatz genial, wenn man ihn kontrollieren kann.
        Vor allem wird endlich mal weitergedacht, was seit Bf3 nicht passiert ist und von mir stark bemängelt wurde.
        Für die Präsentation hätte ich sie allerdings am liebsten an die Wand geklatscht, weil ich mir echtes gameplay erhofft habe!
        Aber ich hab ja gerade gelesen, das man offenbar recht spät dran ist mit diesem Monsterprojekt, also daher sei das verziehen.
        Was mich allerdings noch mehr entzürnt hat - war die heuchlerische Art der Präsentation!
        Ich war froh nicht den stream verfolgt zu haben, sonst bräuchte ich eventuell einen neuen Fernseher...^^
      • Von THEDICEFAN Mitglied
        Fände den Ansatz genial, wenn man ihn kontrollieren kann.
        Vor allem wird endlich mal weitergedacht, was seit Bf3 nicht passiert ist und von mir stark bemängelt wurde.
        Für die Präsentation hätte ich sie allerdings am liebsten an die Wand geklatscht, weil ich mir echtes gameplay erhofft habe!
        Aber ich hab ja gerade gelesen, das man offenbar recht spät dran ist mit diesem Monsterprojekt, also daher sei das verziehen.
        Was mich allerdings noch mehr entzürnt hat - war die heuchlerische Art der Präsentation!
        Ich war froh nicht den stream verfolgt zu haben, sonst bräuchte ich eventuell einen neuen Fernseher...^^
      • Von Carlo Siebenhuener Videoredakteur
        Zitat

        Oy, ich vergesse immer daß du hier mitliest - da hast du es mir aber gegeben! :B
        Ist nicht meine Absicht hier irgendwem was "zu geben". Du hast es offensichtlich falsch aufgefasst, also hab ich meine Aussage klarer gemacht.
        Und ja, unter meinen Beiträgen lese ich definitiv mit. :-D

        Zitat

        Jetzt mal im ernst - kommst du dir nicht von den Verantwortlichen bei EA/DICE und Co. jedesmal ein wenig veräppelt vor, wenn sie dir solche Kalauer aufs Brot schmieren, obwohl sie seid Jahren im Bereich Anticheat quasi null getan haben (deswegen die PR-Propaganda, das ist nicht auf dich gemünzt, sondern auf den Publisher/Entwickler)?
        Das muß doch ermüden.
        Ich würde erwarten, daß man da einach auf "Ignore" stellt und es gar nicht als wertig erachtet darüber zu berichten, da es ja eh nicht zutrifft.
        Natürlich ist es für uns als Journalisten schwierig, noch etwas aus den Personen hervorzulocken. Die Leute, die vor die presse gelassen werden, sind natürlich ausführlich geschult in Sachen PR. Und wissen sie dann doch mal nicht, was sie sagen sollen, wird nicht kommentiert oder der PR-Mensch im Hintergrund springt ein.

        Trotzdem ist es eben die Aussage des Entwicklers auf meine Frage und die veröffentliche ich. Meine Aufgabe ist es, die dann einzuordnen.
      • Von TheBobnextDoor Mitglied
        Muss sich wirklich zeigen, wie reibungslos das alles ablaufen wird und welche kreativen Modi da entstehen werden.

        Nachdem ich in letzter Zeit etwas intensiver Battlefield 5 gespielt hab und dort schon sehr gut unterhalten wurde, bin ich von 2042 und diesem Spielpaket doch sehr angetan. :)
      • Von Gast1664917803 Mitglied
        Zitat von CarloSiebenhuener
        Nun mein lieber Larry,
        da du diesen Absatz offensichtlich falsch verstanden hast, führe ich ihn für dich noch etwas aus.

        Wie du im Satz davor (den du weggelassen hast) lesen kannst, ist das eine große Sorge, die ich noch habe und die mir EA auch noch nicht nehmen konnte:
        "Das bringt uns zu unseren Sorgen, die uns EA im Interview noch nicht ganz ausräumen konnte."

        Daraufhin habe ich beim Creative Director nachgefragt, wie man das Problem angehen möchte.
        Die Antwort darauf ist die, die man mir gegeben hat:
        "DICE versichert uns zwar, dass ihnen das bewusst ist und sie massiv an einer Lösung arbeiten."

        Anschließend ordne ich das ganze noch einmal ein, da diese Antwort wenig überzeugend war, denn WIE man das Problem angehen will, konnte man mir nicht sagen.
        "Wie das geregelt wird, sagt man uns aber noch nicht."

        Das ist kein wiederholen von "PR-Propaganda", das ist journalistische Arbeit. Es tut mir aber leid, dass das bei dir offensichtlich so nicht angekommen ist.

        Grüße,
        Carlo
        Oy, ich vergesse immer daß du hier mitliest - da hast du es mir aber gegeben! :B
        Jetzt mal im ernst - kommst du dir nicht von den Verantwortlichen bei EA/DICE und Co. jedesmal ein wenig veräppelt vor, wenn sie dir solche Kalauer aufs Brot schmieren, obwohl sie seid Jahren im Bereich Anticheat quasi null getan haben (deswegen die PR-Propaganda, das ist nicht auf dich gemünzt, sondern auf den Publisher/Entwickler)?
        Das muß doch ermüden.
        Ich würde erwarten, daß man da einach auf "Ignore" stellt und es gar nicht als wertig erachtet darüber zu berichten, da es ja eh nicht zutrifft.
      • Von Carlo Siebenhuener Videoredakteur
        Zitat von LarryMcFly
        "Gerade bei solcher Freiheit wird es noch schwerer werden, Cheater zu erkennen. DICE versichert uns zwar, dass ihnen das bewusst ist und sie massiv an einer Lösung arbeiten. Wie das geregelt wird, sagt man uns aber noch nicht."

        Die PC Games Redakteure werden nicht müde, andauernd von Anticheat bzw. "Lösungen" des Cheaterproblems in Battlefield zu schwadronieren bzw. die PR Propaganda von EA/DICE wiederzugeben.
        Ich wiederum werde nicht müde festzustellen, daß die Battlefieldreihe schon lange keinen effektiven Cheatschutz hat.;)
        Nun mein lieber Larry,
        da du diesen Absatz offensichtlich falsch verstanden hast, führe ich ihn für dich noch etwas aus.

        Wie du im Satz davor (den du weggelassen hast) lesen kannst, ist das eine große Sorge, die ich noch habe und die mir EA auch noch nicht nehmen konnte:
        "Das bringt uns zu unseren Sorgen, die uns EA im Interview noch nicht ganz ausräumen konnte."

        Daraufhin habe ich beim Creative Director nachgefragt, wie man das Problem angehen möchte.
        Die Antwort darauf ist die, die man mir gegeben hat:
        "DICE versichert uns zwar, dass ihnen das bewusst ist und sie massiv an einer Lösung arbeiten."

        Anschließend ordne ich das ganze noch einmal ein, da diese Antwort wenig überzeugend war, denn WIE man das Problem angehen will, konnte man mir nicht sagen.
        "Wie das geregelt wird, sagt man uns aber noch nicht."

        Das ist kein wiederholen von "PR-Propaganda", das ist journalistische Arbeit. Es tut mir aber leid, dass das bei dir offensichtlich so nicht angekommen ist.

        Grüße,
        Carlo
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