Battlefield 2042 und CoD: Vanguard: Blamabel und peinlich - So schlimm stand es um die Shooter noch nie!

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Battlefield 2042 und CoD: Vanguard: Blamabel und peinlich - So schlimm stand es um die Shooter noch nie!
Quelle: EA/Dice

Im November 2021 erschienen Call of Duty: Vanguard und Battlefield 2042 auf PC und Konsolen. Es hätte ein einzigartiges Duell um die Shooter-Krone werden sollen, doch knapp vier Monate später stehen beide Spiele heftig in der Kritik. Redakteur Michael Grünwald erklärt in seiner Kolumne, warum das auch völlig zu Recht so geschieht.

Call of Duty gegen Battlefield: Ein Zweikampf, wie es ihn nur selten in der Videospiel-Branche gibt. Nicht nur die Spiele von Electronic Arts und Activision Blizzard streiten regelmäßig um die Vorherrschaft, sondern auch die Fans der beiden Lager leisten sich immer wieder hitzige Wortgefechte. Nach der dreijährigen Abstinenz von Electronic Arts im Shooter-Bereich erwarteten viele mit Battlefield 2042 (jetzt kaufen 19,19 € ) ein Meisterwerk. Auch ich hatte extrem viel Lust auf gute und ausgeglichene Mehrspieler-Ballereien, nachdem mich CoD die letzten Jahre immer mehr enttäuschte.

Doch es kam, wie es kommen musste und beide Shooter-Marken floppten nach ihrer Veröffentlichung im November erneut. Die eine direkt nach dem Release, die andere erst mit ein wenig Verzögerung im neuen Jahr. Knapp vier Monate nach Veröffentlichung von Battlefield 2042 und Call of Duty: Vanguard spiele ich nur noch ganz selten in einen der beiden Titel hinein. Während der Shooter von DICE nach wie vor mit unzähligen Bugs zu kämpfen hat und viele gute Features von vorangegangenen Teilen einfach gestrichen wurden, haben sich auch in CoD meine schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet.

Wo ist die Glaubwürdigkeit hin?

Battlefield 2042 und CoD: Vanguard: Blamabel und peinlich - So schlimm stand es um die Shooter noch nie! (4) Quelle: Activision Battlefield 2042 und CoD: Vanguard: Blamabel und peinlich - So schlimm stand es um die Shooter noch nie! (4) Es ist nämlich noch gar nicht so lange her, da habe ich in einer Kolumne über Call of Duty gesagt, dass Vanguard die letzte Chance für Activision ist, bevor noch mehr Fans abspringen. Neben dem Skillbased Matchmaking und dem unsinnigen Punktesystem kritisiere ich in dem Meinungstext vor allem die Authentizität.

Da die skillbasierte Spielersuche im neuen Teil nicht mehr ganz so erbarmungslos zuschlägt wie noch in Black Ops Cold War und dem Modern-Warfare-Reboot und das Punktesystem ein wenig verbessert daherkommt, hatte ich lange Zeit die Hoffnung, dass mir auch bunte Skins und knallige Farben in dem Shooter erspart bleiben.

Aber falsch gedacht! Mit der ersten Season kehrten auch die lächerlichen Operator-Outfits, Leuchtspur-Munition mit Lasersounds und etliche unpassende Waffenbaupläne zurück. In einem angeblich so ernsten und authentischen Weltkriegs-Szenario haben solche Dinge für mich absolut nichts verloren.

Kurz nach dem Release der ersten Season kam dann noch das Crossover zu Attack on Titan in den Ingame-Shop. Was genau eine Manga-Serie mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun hat, bleibt wohl auch für immer das Geheimnis der Entwickler. Selbst wenn die Welt von Attack on Titan optisch zur damaligen Zeit passt, könnte ich mir eher noch Captain America und Indiana Jones im aktuellen CoD vorstellen. Und selbst für diese beiden Ikonen würde ich keinen Cent hergeben.

Dreiste Entwickler

Battlefield 2042 und CoD: Vanguard: Blamabel und peinlich - So schlimm stand es um die Shooter noch nie! (1) Quelle: Activision Battlefield 2042 und CoD: Vanguard: Blamabel und peinlich - So schlimm stand es um die Shooter noch nie! (1) Während meines Tests zu Vanguard war ich noch überrascht, dass ein Call-of-Duty-Entwicklerstudio auf einige Wünsche eingeht, die Kampagne authentisch gestaltet und auch das Herzstück, den Multiplayer, endlich wieder gut umsetzt. Sogar in den ersten Monaten nach Release hatte ich eine Menge Spaß mit dem Mehrspielermodus.

Bis eben zu jener ersten Season, mit der CoD wieder zu den Schwächen der Vorgänger zurückfand. Mit der Implementierung der neuen Warzone-Karte schlichen sich noch mehr Probleme in den Shooter ein. Von unsichtbaren Skins über grobe Grafikaussetzer bis hin zu Spielabstürzen bekamen Spielerinnen und Spieler das volle Programm an Fehlern geboten.

Wie sich das auf die Spielerzahlen auswirkt, lässt sich bei Konsolenspielen allgemein recht schwer einschätzen. Activision Blizzard ist dahingehend zwar auch nicht wirklich transparent, doch die Meldungen, wonach ein Nachfolger aufgrund von schlechten Verkaufszahlen bereits früher erscheinen soll, kommen nicht von ungefähr.

Zudem gab es in Vanguard in letzter Zeit häufiger die Chance, den Multiplayer gratis über ein Wochenende hinweg anzuspielen. Es scheint also so, als würden dem Weltkriegs-Shooter die Fans davonlaufen. Und das ist auch gut so!

Battlefield, setzen Sechs!

Battlefield 2042 und CoD: Vanguard: Blamabel und peinlich - So schlimm stand es um die Shooter noch nie! (5) Quelle: PC Games Hardware Battlefield 2042 und CoD: Vanguard: Blamabel und peinlich - So schlimm stand es um die Shooter noch nie! (5) Kaum zu glauben, aber Battlefield 2042 steht derzeit sogar noch heftiger in der Kritik. Electronic Arts und Entwickler DICE brachten ihren Shooter derart unfertig auf den Markt, dass die Auswirkungen bis heute zu spüren sind. Nach wie vor kann sich das Spiel vor Bugs kaum retten und nicht nur das lässt die meisten Zocker auf die Barrikaden gehen.

Da wären Features wie das Scoreboard, das nach über drei Monaten noch immer nicht den Wünschen entspricht. Große Probleme bei der Kommunikation auf dem Schlachtfeld und dann natürlich die Verschiebung der ersten Season. Diese soll nun anstatt im März erst im Frühsommer beginnen. Meine Prognose lautet daher: Bis dahin ist Battlefield 2042 tot!

Battlefield 2042 und CoD: Vanguard: Blamabel und peinlich - So schlimm stand es um die Shooter noch nie! (2) Quelle: Black Matter Battlefield 2042 und CoD: Vanguard: Blamabel und peinlich - So schlimm stand es um die Shooter noch nie! (2) Schon vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass auf Steam Battlefield 5 den aktuellen Teil in Sachen Spielerzahlen überholt hat. Mittlerweile sind im Durchschnitt bei Battlefield 2042 nur noch rund 5.000 Leute gleichzeitig online. Tendenz sinkend. Sogar das vor über fünf Jahren erschienene Battlefield 1 kann derzeit eine höhere Spielerzahl aufweisen.

Bis der Nachschub an den versprochenen Inhalten im Frühsommer nachgeliefert wird, hat sich auch der kleine Rest verabschiedet. Zwar haben unfertige Spiele bei DICE eine lange Historie, ich denke da sofort an Battlefield 5 oder Star Wars: Battlefront 2, doch in dem Zustand in dem sich Battlefield 2042 nach über drei Monaten befindet, gebe ich die Hoffnung auf eine rechtzeitige Besserung auf. Sogar die Cheater kehren dem Spiel bekanntlich bereits den Rücken zu.

Es gibt Hoffnung

Doch das Shooter-Genre boomt nach wie vor. Das zeigen auch diverse Alternativen zu den beiden großen Marken. Multiplayer-Spiele wie Insurgency: Sandstorm oder Hell Let Loose faszinieren auf PC und Konsolen viele Fans. Diese Titel beweisen auch, dass Shooter trotz Charakter-Anpassungen authentisch bleiben können und nicht in Richtung Fortnite abdriften müssen, um erfolgreich zu sein.

Ich brauche nach der erneuten Enttäuschung durch CoD und Battlefield ein wenig Abstand von solchen Online-Schießbuden. Lieber spiele ich derzeit mit ein paar Freunden Koop-Shooter wie Ready or Not oder Escape From Tarkov. Auch hier gibt es für Fans des Genres eine große Auswahl an guten Titeln.

Meine Hoffnung liegt jetzt auf den aktuellen Geschehnissen der Spiele-Branche. Vielleicht bringt der Activision-Deal doch Positives für die Marke Call of Duty mit sich. Vielleicht entwickelt Sony zusammen mit Bungie eine völlig neue Marke im Shooter-Genre. Und vielleicht lernt EA ja tatsächlich aus den Fehlern der Vergangenheit.

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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bast3l Hobby-Spieler/in
        Ich zocke Modern Warfare 2019 und Warzone recht häufig (am PC mit Xbox One Controller :D ) und habe immer noch ziemlich viel Spass damit- genau wie meine Kumpels... von daher ist das einzige was mich ankotzt die Vanguard- Map und die damit eingeführten, hässlichen Skins. Keine Ahnung was die sich dabei gedacht haben :$

        BRING BACK VERDANSK!
      • Von Bast3l Hobby-Spieler/in
        Ich zocke Modern Warfare 2019 und Warzone recht häufig (am PC mit Xbox One Controller :D ) und habe immer noch ziemlich viel Spass damit- genau wie meine Kumpels... von daher ist das einzige was mich ankotzt die Vanguard- Map und die damit eingeführten, hässlichen Skins. Keine Ahnung was die sich dabei gedacht haben :$

        BRING BACK VERDANSK!
      • Von Basileukum Hobby-Spieler/in
        Das ist echt kraß, ich hab mir mal BF2042 vorgestern geholt und mal 2 Tage gedaddelt. Das hat sicher lustige Aspekte, aber irgendwie ist das einfach ein Shooter, der hier und da an BF erinnert. Auch das Charsystem ne Katastrophe, und das Rumgemache, da bist dann schon fast bei Overwatch und Konsorten. Und irgendwie ist da auch was mit dem Zielen und Schießen ganz anders, da rennts ewig in der Gegend rum und stirbst dann bei nem Feuergefecht, bei dem schon den Gegner vorher 3 Sekunden im Visier hast.

        Hab mich geirrt, BF3 hab ich glaub nicht mehr soviel gezockt, dafür aber BF 4 nochmal ordentlich. Das hab ich jetzt auch gleich mal schnell installiert, dachte schon ich wäre die letzten 6 Jahre, seitdem ich das nicht mehr gezockt habe zum Shooternoob mutiert, aber siehe da, lief gleich wieder flüßig nach ein paar Sekunden.

        Also irgendwas stimmt mit dem 2042 nicht, da ist das BF4 wohl um einiges geiler (Waffenhandling, Reaktion, Zielen, Bewegung etc. etc.). Ich zocks jetzt noch ein paar mal und dann wandert das halt in die Toilette (schade um die Reihe und mir um die 30 Euro), wenns net besser wird. Dafür hab ich ne alte Liebe wiederentdeckt und zock dann halt BF4 n paar Wochen. :D
      • Von derboehsevincent Gelegenheitsspieler/in
        In Battlefield zählt man ja keine Treffer sondern verbrauchte Magazine. Typisches Weichgewasche um die Controllerfraktion nicht zu verlieren. 2 richtige Treffer sind eigentlich schon 1er zuviel. CoD scheitert an simplen Sachen, Spawnpunkte sind da zuerst nennen. Wie man es nicht schafft, dass das Spiel erkennt wo sich wer auf der Map befindet und einen dann am weitesten von einem Gegner zu spawnen, erschliesst sich niemanden. Nein, stattdessen komme alle am gleichen Punkt auf die Welt, 10x hintereinander. Danach kommen diese schwachsinnigen Lobbies, wer hat das erfunden hat, gehört ausgepeitscht. Man wartet und wartet und wartet um dann in ein Spiel zu kommen was 20:169 steht und man konstant im Mörserbeschuss spawnt. Zum Glück nicht lange, denn bei 200 ist Schluss, danach wartet man dann zur Abwechslung.

        Bunte Skins sind nicht wirklich toll - obwohl ich nichts gegen gut gemachte Skins habe - aber das Hauptproblem sind sie nicht.
      • Von jagger Spiele-Novize/Novizin
        Bugs habe ich in BF2042 nicht.. das Problem ist halt das BF zu einem Arenashooter verkommen ist. Mit BF3 war die Kill-Spawn Rate noch erträglich, aber danach ging es stetig bergauf. In BF2042 kommt noch das katastophale, offene Mapdesign, easy-to-use Waffen und das Unbalancing mit den Vehicles dazu. Der Rest mit Spezialisten, Scoreboard, etc. sind für mich nur sekundäre Probleme. BF war schon immer ein Arcade Shooter, aber man hatte immer Zeit in Deckung zu gehen und musste auch mehr wie 1-2 Schuß aufs Ziele bringen um jemanden zu erwischen.
      • Von devilsreject Mitglied
        Ich glaube das ist auch einfach der Zeit geschuldet und dem Druck heutzutage durch Investoren usw. Wenn ich mich an die damaligen Zeiten erinnern, dann hatte man ein COD oder BF über Jahre gespielt, darüber hinaus war es möglich mit von der Community erstellten Mods und Maps zu spielen. Das hat ein Spielerlebnis letzlich auch intensivieren können.

        Heute geht alles viel zu geschloßen und Straff im jährlichem Rythmus einher. Jedes Jahr ein neues COD, kaum noch Maps und wenn mit langen Wartezeiten, Modding ist eigentlich bei Shootern so gut wie vorbei. Das Einzige auf was heute noch wertgelegt wird sind Skins, Skins und Skins... Meist versteckt hinter Lottboxen oder eben Ingame-Währungen um die Gewinnmaximierung zu erhöhen. Mit dem eigentlichem Zocken haben viele Spiele heute nichs mehr gemein.

        Naja auch was Waffenbalance oder gar Mapdesign angeht scheinen alte Mapdesigner sich komplett versteckt zu haben. Heute gibt es einfach zu viele unlogische Maps oder schlecht ausbalancierte, wo zuviel oder viel zu wenig Deckung vorhanden ist. Ganz schlimm aktuell in Battlefield wo man einfach an jeder Flagge 2 Gebäude für jede Seite hat hingestellt und dazwischen gähnende Leere...

        Dann dieses aufspringen auf jeden Hype wie BattleRoyal. Man sieht doch in BF2042 das dieses Spiel nichts anderes hat werden sollen (jedenfalls fühlen sich Klassen und Maps so an) und die Entwickler quasi im letzten Moment dann doch versucht haben das Grundgerüst von Battlefield auf BattleRoyal Karten zu packen. Zerstörungsgrad, Grafik, Spielgefühl aber bieten einfach nicht das was man im Jahr 2021/22 hätte erwarten können.

        Die Fans hätten gerne ein leicht verbessertes BF3 gehabt, wäre vielleicht wirklich ne gute Idee gewesen das alte Spiel einfach in ein neues Gewand zu packen. Naja so werden letzlich große Marken zerstört. Wenn sich langfristig wenigstens neue Marken entwickeln und etablieren wäre es ja noch zu verkraften aber aktuell sehe ich bei den Shootern doch eher schwarz.
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