World Invasion: Battle Los Angeles - Kinokritik/Review

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Mut & Kameradschaft - das Platoon der Marines wirft sich den Aliens entgegen.
Quelle: Sony

Endlich mal ein Alien-Invasion-Film, bei dem das Militär nicht einfach nur sinnlos rumsteht, sondern mit harter Feuerkraft zuschlägt!

Da ist man kurz vor dem Ruhestand, freut sich bereits darauf, den Hut an den Nagel zu hängen, und dann greifen plötzlich Aliens an und die Pensionierung wird bis auf Weiteres verschoben – so geht es Staff Sergeant Michael Nantz (Aaron Eckhart), einem in die Jahre gekommenen Elitesoldaten der US-Marines. Er ist in Camp Pendleton bei San Diego stationiert und macht sich bittere Vorwürfe, weil er vor Jahren mal einen Befehl gab, der seine Männer das Leben gekostet hat. Jetzt ist er von Zweifeln zerfressen, die Knie tun ihm weh und er ist lange nicht mehr so fit wie seine viel jüngeren Rekruten. Doch dann schlagen plötzlich Meteoriten vor der Küste ein – und zwar überall auf der Welt. Es dauert nicht lange, da steigen bösartige Aliens aus den Fluten, waten auf das Ufer zu und schießen mit schweren Geschützen um sich. Die Welt wird von Außerirdischen überrannt und Staff Sergeant Nantz muss eine Truppe junger Marines in ein scheinbar aussichtsloses Gefecht führen. Die Aliens halten Santa Monica besetzt und Nantz und seine Leute müssen weit hinter den feindlichen Linien ein paar Zivilisten aus den Trümmern retten – so wird der Weltenkrieg zur Sinnfindung eines alten Soldaten …

Battle LA ist ein Film mit bescheidenen Zielen. Er will nur unterhalten und durchgängig Action bieten. Das gelingt auch größtenteils. Es ist gerade die Schlichtheit, die die Kraft dieses Films ausmacht. Die Aliens sind simpel, die Handlung geradlinig und die Figuren leicht zu erfassen. Im Grunde ist es Black Hawk Down mit Monstern. Battle LA ist laut, schnell und furios. Eigentlich ist es eine tolle Idee, eine Außerirdischen-Invasion mit einem reinen Kriegsfilm zu vermischen, aber die Rechnung geht nicht ganz auf. Das ständige Dauerfeuer wird bei der Laufzeit von fast zwei Stunden etwas ermüdend und man fängt an, über Logikfehler nachzudenken. Das hätte nicht sein müssen. Hätte der Film nur etwas Humor oder ein paar ruhigere Momente in der Mitte, wäre er weitaus weniger anstrengend. Das mindert das Filmvergnügen ganz empfindlich, aber immerhin bietet Battle LA eine tolle Idee, reichlich Bum-Bum und ein fulminantes Ende. Die Schauspieler sind klasse, die militärischen Details stimmen und die Monster kommen richtig krass. Ein Meisterwerk ist es nicht, aber Actionfans sollten sich den Film nicht entgehen lassen!

(Emmanuel Bergmann)

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