Baldur's Gate Enhanced Edtion im Test - Wertung

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Test Peter Bathge Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Baldur's Gate: Enhanced Edtion im Test: An der Technik hapert es gewaltig ...
Quelle: PC Games

Weitergehen, an der Schwertküste gibt's nichts Neues zu sehen! Oder besser unseren Test zur Baldur's Gate Enhanced Edtion lesen, damit ihr wisst, ob sich die Neuauflage des legendären Rollenspiel-Klassikers auch 14 Jahre nach dem ursprünglichen Release noch lohnt. Jetzt auch frisch mit Videotest und Pixelgrafik.

Cooler Gruppen-Nachwuchs

Trotzdem bietet Overhauls Neu­auflage jede Menge Spiel fürs Geld, immerhin gut 100 Stunden. Auch weil das Add-on Legenden der Schwertküste bereits ent­halten ist. Obendrauf gibt es drei spannende neue Gefährten für Ihren Hauptcharakter: Die süße Halb-Elfin Neera, die ihre Magie nicht unter Kontrolle hat, der von einem dunklen Gott begünstigte Halb-Ork Dorn und der recht­schaffene Mönch Rasaad. Diese Figuren fügen sich wunderbar in die Riege der Original-Charakte­re ein, stechen aber gleichzeitig wegen ihrer häufig geführten, gut geschriebenen und hervorragend vertonten Dialoge hervor. Jeder der drei hat eine eigene Quest- Reihe, mit Neera und Dorn lässt sich sogar eine Beziehung einge­hen – das kennen Baldur's Gate-Veteranen eigentlich nur aus dem zweiten Teil, prima.

Reichlich überflüssig erscheint uns dagegen ein separates Abenteuer im Spiel namens "Die Schwarzen Gruben": Der Arena-Aufseher Baeloth, ein Anhänger alberner Alliterationen, schickt euch in 15 Gladiatoren­kämpfe gegen allerlei Abscheu­lichkeiten. Der Schwierigkeitsgrad ist knackig, doch die für Baldur's Gate und Ur-Entwickler Biowa­re typische Entscheidungsfreiheit kommt hier viel zu kurz. Die we­nigen Gespräche mit abgedreh­ten Charakteren zwischen den Schlachten sind wunderbar pfiffig, doch am Ende geht es immer nur ums Kämpfen. Außerdem besteht keinerlei Verbindung zum Haupt­spiel; Ihr erstellt für den Ab­stecher in die Arena eine eigene Heldengruppe, die ihr dank ver­dientem Gold mit immer besseren Gegenständen ausrüsten.

Verschlimmbessert

Laut eigener Aussage hat Over­haul Games über 400 Probleme des Originalspiels behoben. Die Qualität der Änderungen ent­täuscht aber genauso wie die das Hinzukommen einiger neu­er Bugs (siehe den nächsten Absatz). Die angepasste Benutzer­oberfläche ist optisch sogar eine Verschlimmbesserung. Das Tage­buch ist zwar deutlich übersicht­licher als zuvor. Allerdings funkti­oniert das Scrollen per Mausrad nicht, sodass ihr im Schnecken­tempo durch die Aufträge blät­tert. Das Inventar ist darüber hinaus abgesehen von einer Handvoll neuer Anzeigen wei­terhin eine Komfortkatastrophe. Das Ausrüsten der eigenen Man­nen fällt so unglaublich fummelig aus. Ganz wie damals eben.

Obacht: Bugs und andere Probleme

Bei Technik und Ausstattung hat Entwickler Over­haul Games geschlampt. Im Test kam es zu einigen Spielabstürzen, am häufigsten beim Tod des Haupt­charakters. Viele Käufer der ersten Stunde klagten zudem über Startprobleme und Anzeigefehler. Der Mehrspielermodus präsentierte sich chronisch instabil und unterstützt entgegen anders lautenden Aussagen der Macher derzeit nur die Spielsuche per Rechner-IP – eine Online-Plattform mit Lobby soll später folgen. Das gilt auch für die deutsche Sprachausgabe: Zwar kommt das Spiel mit kom­plett übersetzten Texten daher, allerdings ertönt nicht ein gesprochenes Wort, weder auf Deutsch noch auf Englisch. Unser Rat: Löscht oder benennt den Ordner "de_DE" im Verzeichnis "Baldurs Gate Enhanced Edition\Data\00776\ lang" um, dann erlebt ihr das Spiel im (toll vertonten) englischen Original.

Meinung

Wertung zu Baldur's Gate: Enhanced Edition (PC)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Interessante neue CharaktereNützliche BG2-FeaturesSuperkurze LadezeitenWeiterhin geniales Originalspiel
Bugs und AbstürzeDeutsche Version ohne SprachausgabeLangweilige KampfarenaBedienung ohne jeden KomfortUnbrauchbarer Mehrspielermodus

Bildergalerie

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    • Kommentare (92)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DerdOn2006 Gelegenheitsspieler/in
        Und Morgen bauen wir die gute alte Mauer wieder auf! Ich persönlich kann mit dem Schwelgen in Nostalgie nicht viel anfangen und zeitgemäß ist weder die Mauer, die Deutschland damals getrennt hat, noch dieser Aufguss von einem Spiel.
      • Von DerdOn2006 Gelegenheitsspieler/in
        Und Morgen bauen wir die gute alte Mauer wieder auf! Ich persönlich kann mit dem Schwelgen in Nostalgie nicht viel anfangen und zeitgemäß ist weder die Mauer, die Deutschland damals getrennt hat, noch dieser Aufguss von einem Spiel.
      • Von LordCrash Mitglied
        Also ich kann den Test ja in vielen Punkten nachvollziehen, aber einige Sachen stoßen dann doch auf großes Unverständnis meinerseits. Im Videotest (worauf ich mich jetzt mal beziehe) wird etwa bemängelt, dass das Inventar "frickelig" sei oder es nach wie vor solche Dinge wie eine Begrenzung der Traglast gebe. Sorry, aber das sind keine Kritikpunkte, sondern Teile des BG-Erlebnisses, die einfach dazu gehören. Und dass es in der heutigen Zeit keine "neuen" Spieler mehr geben soll, die Spiele von der Art eines BG zocken wollen, ist schlicht eine Unterstellung ohne jeglichen Beweis. Es gibt noch gerade genug Spieler, die genau die Art von Spielen mögen und auch bereit sind, dafür Geld auszugeben. Eine "Vercasualisierung" wie sie hier implizit gefordert wird, wäre der absolut falsche Weg gewesen, da man einen Klassiker wie BG nur sehr behutsam anpassen sollte. Ähnliches gilt ürigens auch für die Grafik. Diese ist einfach völlig stimmig und die negative Grundstimmung im Test bezüglich der Grafikqualität ist meiner Meinung nach völlig deplaziert. Es war doch schon seit langer Zeit klar, dass die Grafikengine nicht grundsätzlich geändert werden würde (außer sie auf das BG 2 Niveau zu heben) und jetzt zu behaupten, dass es ein einziger Pixelbrei wäre auf großen Bildschirmen, ist einerseits völlig übertrieben und missachtet andererseits, dass die Grafik von BG in sich völlig stimmig und vor allem atmosphärisch ist. Hier wäre es sehr leicht möglich gewesen, die Stimmung von BG durch einen Enginewechsel völlig zu zerstören (Ein Dragon Age konnte z.B. schon alleine wegen der Engine nie die gleiche runde Spielerfahrung bieten wie die BG Saga. Es gibt eben Engines, die einen gewissen Detailgrad darstellen möchten, aber technisch dafür nicht gut genug sind bzw. nicht gut genug gestaltet werden und gerade deshalb künstlich wirken, und andererseits Engines, die in einer derartigen Weise abstrakt und "ungenau" sind, dass die eigene Kreativität bzw. das eigene Vorstellungsvermögen die Atmosphäre mit erzeugen können und damit ein viel intensiveres Spielgefühl ermöglichen.)
        Was bleibt also übrig? Ein großartiges und zeitloses Spiel, das drei neue Charaktere und ein (zurecht unnötiges) Zusatzabenteuer spendiert bekommen hat und ansonsten größtenteils den Charme und die Engine des Klassikers auf BG 2 Niveau beibehalten hat. Ob man dafür die geforderte Kaufsumme ausgeben möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Aber alle, die BG noch nie gespielt haben, kann ich nur zum Kauf raten, sei es die ursprüngliche Version (mit Mods) oder die Enhanced Version. (Die iPad Version übergehe ich mal geflissentlich, weil ich sie für Blödsinn und Geldmacherei halte, und die Bugs werden hoffentlich bald größtenteils durch Patches behoben sein).
      • Von Briareos Mitglied
        Zitat von connor0815
        Abgesehen davon, wird das eh nur schlecht getestet, da Overhaul kein Geld hatte um große Werbungen in irgenwelchen Magazinen zu schalten....
        Ja ne, ist klar. *wie-oft-muss-ich-sowas-noch-lesen-wenn-einem-die-Wertung-nicht-passt*

        Zitat von connor0815
        namenhafte Hersteller dürfen sich ja heute alles an Bugs erlauben....
        Nein, dürfen sie nicht. Wie kommt man eigentlich auf so eine Annahme?

        Zitat von connor0815
        Die PC Version hat bis jetzt alle 1-2 Tage einen Patch erhalten, das meiste davon entstand durch Community Feedback...von daher "Hut ab"..
        Das bedeutet im Umkehrschluss:

        Der Entwickler hat für ein völlig verbugtes Spiel Geld verlangt.
        Es enthält sogar so viele Fehler, das fast im Tagesrhythmus Patches veröffentlicht werden.
        Und der Entwickler bemerkt die meisten Fehler selber gar nicht, sondern wird von seinen Kunden erst darauf hingewiesen.

        Man kann solche Dinge immer von zwei Seiten betrachten.

        Zitat von connor0815
        Und wenn ich jetzt hier noch die Beschwerden über die iPad Version lese...da fällt mir gar nichts mehr ein...für jeden Mist geben diese Nutzer umengen an Geld aus, aber ein 100 Stunden Rollenspiel für 8,99 € soll dann sein Geld nicht wert sein?
        Abgesehend davon, dass ich nicht verstehe wieso überhaupt jemand ein Spiel wie BG auf 'nem Tip-Tip-Brett spielen möchte: 9€ für 100 Stunden K(r)ampf ... also ich hätte sinnvollere Verwendungszwecke für mein sauer verdientes Geld.

        Zitat von connor0815
        Und auch das Orignal hatte gewaltige Fehler...
        Und wenn ich den 4Players Test lese; da werden einge Sachen bemägelt, die das Original schon so gemacht hat; was dann evtl. auch an der Engine selber liegt....
        Deswegen wurde die Neuauflage ja als "enhanced" verkauft.
        Abgesehen davon: Bekannte Fehler sollten, nein dürfen in einer Neuauflage nicht mehr auftauchen.

        Zitat von connor0815
        Und ja, ich habe beide Originale von damals im Regal stehen.....
        Ich auch. :-)
      • Von Rabowke Klugscheißer
        Zitat von PeterBathge
        Ich reagiere nunmal ein bisschen allergisch auf Korruptionsvorwürfe (siehe von mir zitierte Stelle).
        Absolut richtig und da bin ich dicht bei dir, allerdings gehe ich später darauf ein ...

        Zitat
        Ich habe noch nie verstanden, warum manche Leute es akzeptabel finden, wenn ein Entwickler erst totalen Mist baut, sich dafür bezahlen lässt und dann später Patches nachschiebt und dann dafür in den Himmel gelobt wird. Sollte ich mit dem Test erstmal einen Monat warten, bis der Hersteller es geschafft hat, alle Bugs auszubügeln? Soll ich ihm einen Vertrauensvorschuss geben? Ich bewerte ein Spiel im Ist-Zustand, im Idealfall am Tag der Veröffentlichung, denn ab da bittet der Hersteller die Spieler ja für sein (möglicherweise fehlerhaftes) Produkt zur Kasse.
        Da bin ich auch ganz dicht bei dir & deine Wertung hatte zu diesem Zeitpunkt bestimmt auch Hand & Fuß. Das du nicht auf warme Worte der Entwickler hören sollst, wissen wir alle seit Gothic 3 ... mMn vor deiner Zeit. ;-)

        Es geht darum, dass hier von connor erwähnt wurde, was sich seit deinem Test eben doch die Erde weiter gedreht hat und man bei einem Onlinetest, der eben nicht in Stein gemeißelt ist, durchaus von seiner Wertung abrücken könnte ... wenn man wollte.

        Ich denke darum gehts hier auch primär, dass man bei deinem Test einfach ein Update vom 10.12.2012 13:37 runtersetzen könnte mit dem Hinweis, dass der Entwickler folgende Punkte, A, B, C verändert hat. Ob du dem Spiel dann immer noch die gleiche Wertung geben würdest, steht ja dann wiederum auf einem anderen Blatt. ;-)

        Zitat
        Nein, gebe ich zu. Aber früher hatte man einfach genug Vertrauen in den Tester, um zu wissen, dass der keinen Schnellschuss fabriziert und ein 100-Stunden-Rollenspiel nur mal kurz antestet. Nein, heute wird gleich vermutet, der Tester sei bestochen oder halt nicht bestochen, weil das arme Indie-Studio ja nicht genug Geld hat, um Werbung zu schalten. So ein Bullshit.
        Ganz ehrlich? So hab ich den Teil nicht verstanden ... jedenfalls nicht mit "bestochen". Sondern es klang eher wie die, etwas frustierte, Äußerung, dass er dir unterstellt hat, dass du das Spiel nicht lange gespielt hast, eben weil es nicht so wichtig ist wie z.B. das neue CoD.

        Hättest du im Artikel geschrieben, dass der Test auf ca. 70h mit der EE basiert, wäre dieser Einwand wohl nicht gekommen.

        Natürlich kann man über den Vorwurf "kleines Studio = wenig Testzeit, großes Studio = viel Testzeit" diskutieren und sicherlich wird das nicht richtig sein, nur ist dieser Vorwurf eben kein Bestechungs- und/oder Korruptionsvorwurf. ;-)

        Zitat
        Nicht von mir.
        Schlussendlich arbeitest du aber bei PC Games & bist "nur" Redakteur, d.h. erstmal nimmt man das Blatt als solches wahr ... danach unterscheidet man eben noch zwischen den einzelnen Redakteuren.
      • Von Enisra Mitglied
        Zitat von Rabowke
        ... vllt. mal vom hohen Ross absteigen und auch empfänglich sein für andere Meinungen bzw. Kritk an deiner Arbeit, die ich zum Teil mehr als berechtigt finde.

        Im Gegensatz zu dir und den anderen Diskutanten bringt connor0815 'handfeste' Argumente,

        Ja, aber leider stellt er sich selbst ein Bein durch diesen Bestechungsblödsinn, wo es auch mal gut tun würde, wenn man seine Einbildung mit der Realität Syncronisieren würde und mal das Heft auch l e s e n würde, speziel den Teil mit Anzeigen, Anspielterminen und den schlechten Wertungen
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