Baldur's Gate 3: Dieses Spiel ist der Wahnsinn - Anspieleindrücke - Update: Jetzt mit Video
Wir haben die Entwickler von Larian Studios in Belgien besucht und kurz vor Test einen letzten Blick auf Baldur's Gate 3 geworfen. Was ein Wahnsinns-Spiel! PCG-Redakteur Matthias Dammes berichtet von seinen Eindrücken.
Während wir in die zweite Jahreshälfte 2023 starten, sind Spieler auf der ganzen Welt voller Vorfreude auf die noch kommenden Blockbuster des Jahres. Allen voran Starfield von Bethesda dürfte eine unheimlich große wartende Fangemeinde haben. Ich persönlich zähle mich aber nicht dazu. Was ich bisher von dem Rollenspiel gesehen habe, hat mich noch nicht so richtig abgeholt. Mein Höhepunkt der kommenden Wochen und Monate ist dagegen Baldur's Gate 3. Alles, was ich bisher zu dem Spiel gesehen und selbst erlebt habe, zeigte das enorme Potenzial, dass mit dem Titel erneut die Messlatte für CRPGs in ungeahnte Höhen gelegt wird. Schon mit den beiden "Divinity: Original Sin"-Teilen haben die Entwickler von Larian Studios bewiesen, dass sie ihr Handwerk in diesem Bereich mehr als verstehen.
Entsprechend war es für mich auch die klügste Entscheidung von Wizards of the Coast, die wohl bekannteste Videospiel-Umsetzung ihres D&D-Universums in die Hände der Belgier zu legen und von ihnen Baldur's Gate 3 (jetzt kaufen 63,26 € ) entwickeln zu lassen. Wenn ich es einem Studio zutraue, das Erbe von Bioware würdig fortzusetzen und mit der eigenen Philosophie sogar noch besser zu machen, dann ist es Larian. Schon seit ihren Anfängen mit Divine Divinity vor nun mehr als 20 Jahren habe ich ihre Entwicklung interessiert verfolgt. Spätestens mit Divinity 2: Ego Draconis wurde ich zum Fan. Entsprechend hoch sind inzwischen aber auch meine Erwartungen an Baldur's Gate 3. Habe ich Angst, dass diese Erwartungen enttäuscht werden? Nicht wirklich. Aber man weiß ja nie. Spieleentwicklung ist ein schweres Unterfangen. Besonders auf diesem Niveau. Bei Larian selbst ist man aber offenbar sehr zuversichtlich in Bezug auf das eigene Produkt. Sonst hätte man sich wohl auch kaum den Stunt zugetraut, mit dem das Team vor wenigen Tagen überrascht hat.
Entgegen den Trends der Spieleindustrie, wo Releasetermine regelmäßig verschoben werden, haben die Belgier die Veröffentlichung von Baldur's Gate 3 mal eben um ganze vier Wochen vorgezogen. Bei mir selbst hat das erst mal ein wenig Panik ausgelöst, weil die Berichterstattung rund um so einen großen Titel einiges an Planung erfordert und diese Vorverlegung das ganz schön durcheinander gewürfelt hat. Aber im Grunde freue ich mich auch darauf, nun bald endlich wieder nach Baldur's Gate aufbrechen zu können. Diese Vorfreude wurde in dieser Woche nur noch verstärkt, als ich vor Ort in Belgien, genauer gesagt in Gent, die Gelegenheit bekam, bei einem Event rund um das aktuelle Panel from Hell teilzunehmen. Hier hatte ich die Gelegenheit, einer mehr als ausführlichen Präsentation von Studiochef Swen Vincke beizuwohnen, mit ihm längere Zeit zu sprechen und auch mehrere Stunden den aktuellen Build des Rollenspiels auszuprobieren. Dabei bekam ich auch viele Inhalte zu Gesicht, die in der Early-Access-Fassung noch nicht spielbar sind.
Schreibe dein eigenes Abenteuer
In Larians Heimatstadt Gent herrschen hervorragende Voraussetzungen, um ein mittelalterliches Fantasyspiel wie Baldur's Gate 3 gebührend zu präsentieren. Die Stadt hat einen wunderschönen alten Stadtkern mit zahlreichen, jahrhundertealten Gebäuden. Entsprechend luden uns die Entwickler in eine mittelalterliche Abtei ein, in der die Moderne in Form zahlreicher Rechner auf das Ambiente der historischen Mauern traf. Der Tag begann mit einer Vorführung durch Larian-Chef Swen Vincke. Der passionierte Entwickler ist aber niemand, der einfach nur eine Power-Point-Präsentation vorträgt. Ihm ist es immer wichtig, den Leuten direkt das Spiel zu zeigen. Das bedeutet: Es wird live vorgespielt, mit dem Ziel, so viele Systeme und Features wie nur möglich zu zeigen. Mit Vinckes positiv verrückter Art und der zuweilen unberechenbaren Natur des Spiels aufgrund seiner vielen Variablen führt das oft zu witzigen Situationen und gerne auch heillosem Chaos. So wurde aus der eigentlich für eine Stunde angesetzten Präsentation eine mehr als zweistündige, beeindruckende Demonstration der Vielfältigkeit von Baldur's Gate 3.

Was Larian betrifft, so konnte ich mit DOS gar nichts anfangen und DOS2 habe ich zwar durchgespielt, allerdings hat mich das Spiel nicht so richtig gefesselt. Ich habe danach aufgrund der Länge auch keinen zweiten Anlauf gestartet. Besonders die Rundenkämpfe haben das Spiel enorm in die Länge gezogen. Ich bin eher der Spielertyp der Entscheidungsfreiheit, Partyinteraktionen und Story genießt und das Durchkämpfen eher als Mittel zum Zweck sieht. Bei BG1&2 hat mir die Pausetaste ausgereicht. Als ich dann las, dass es kein Echtzeitkampfsystem geben wird, war ich sehr enttäuscht. Ich habe mir immer ein BG3 gewünscht und natürlich mit Echtzeitkampf.
Schade das Larian es nicht mit beiden Kampf-Modi raus bringt, so dass der Spieler entscheiden kann wie er das Spiel spielen will. Das würde bei mir die Vorfreude ins unermesslich steigern. So bin ich skeptisch, ob ich mich durch die Mühlen des Rundenkampfs durchschlagen will.
Nichtsdestotrotz freue ich mich auf den Release. Was ich bisher gesehen habe, stimmt mich jedenfalls optimistisch. Ich habe dafür extra 2 Wochen Urlaub im August genommen und ich hoffe, dass das Spiel mich trotz meiner Bedenken schnell abholen kann.
Leider ist das Feuer nie wieder gekommen. Sowohl Pillars of Eternity als auch Divinity 2 haben mir gar keinen Spaß gemacht und ich habe schon nach wenigen Stunden wieder mit dem Spielen aufgehört. Mich interessiert daher bei einem Test vor allem, wie gut man reinkommt. Werde ich am Anfang erschlagen, mit zig Fragezeichen im Kopf stehen gelassen und muss mich erstmal lang einarbeiten?
Aber BG3 spielt auch 100 Jahre nach BG2. Es ist also genügend losgelöst, um nicht an jeder Ecke mit Verbindungen zu strotzen. Geben wir es diese natürlich trotzdem. Immerhin sind ja auch zwei Gefährten von damals wieder dabei. Aber verstehen wird man die Ereignisse auch so.
War mir alles zu verspielt und zu wenig fokussiert - außerdem hat für mich die Mischung aus düsterer Atmosphäre und albernem Humor nicht wirklich funktioniert. Die Hauptgeschichten verloren sich spätestens ab der Mitte der Spiele in Belanglosigkeiten und viele Systeme (Item Balancing, Inventarmanagement) waren einfach nicht wirklich durchdacht.
Einen würdigen Nachfolger der Baldur's Gate Saga umzusetzen, traue ich Larian einfach nicht wirklich zu. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, blind werde ich ihr neues Spiel jedoch nicht kaufen.
Durchspielen... ich glaube hier ist eher der Weg das Ziel. Immerhin haben wir 100+ Videos ;)
Wenn ich Dir verraten wuerder wie viele Prozent aller Spiele die ich je gespielt habe ich auch durchgespielt habe duerfte ich mich hier nicht mehr blicken lassen.... ich spiele 99% der Spiele so weit bis ich Lust auf was anderes bekomme.
DOS2 war eines der wenigen Spiele die ich zwar nicht durchgespielt habe... ich habe vor dem Endkampf abgespeichert und ihn auf nen anderen Tag verschoben... der nie kam :-D
Egal, ich bereue keine Minute mit DOS2.
Ich habe ein ganz anderes Problem mit BG3... ich kenn 1 und 2 nicht. Klar, hab beide bestimmt 10 mal versucht zu spielen aber bei beiden verliess mich relativ fix, innerhalb der ersten 10 Stunden, die Lust.
Naja, ein Day One da von meinem Lieblingsstudio.