Stein des Anstoßes
Bernd Almstedt wirft Electronic Arts "unwürdiges Verhalten" vor.
Das Gütersloher Anstoß-Team bestreitet nicht, dass es Übereinstimmungen gibt. Aber die beanstandeten Daten würden von den Entwicklern bereits seit Anstoß 3 (2000) verwendet, teilweise sogar schon im zweiten Teil. Das hieße also, dass EA Daten übernommen hätte, nicht umgekehrt. PC Games hat das überprüft. Es gibt tatsächlich Übereinstimmungen, allerdings hat Ascaron nur ein konkretes Beispiel genannt. Dagegen stehen die Beispiele von Electronic Arts. "Es gibt noch mehr Hinweise und Ungereimtheiten", sagt Bernd Almstedt.
Electronic Arts' Jörg Röhrer hält dagegen: "Der Fußballmanager soll bei Anstoß geklaut haben? Unsinn! Wir haben damals bei FM 2002 die Entwicklung komplett neu begonnen, natürlich auch mit völlig neuen Daten. Wenn wir uns unserer Sache nicht sicher gewesen wären, wären wir doch nicht vor Gericht gegangen." Bernd Almstedt kontert: "Unser Mitbewerber hat vor Gericht nicht gewonnen. Wir haben der außergerichtlichen Einigung nur zugestimmt, weil wir die Veröffentlichung unseres Managers nicht gefährden wollten - nicht weil wir rechtliche Konsequenzen zu fürchten hätten. Ein Prozess hätte sich Wochen und Monate hingezogen."
So folgt Argument auf Gegenargument, Beweis auf Gegenbeweis. Eine mögliche Erklärung für die Pannen wäre, dass sich Mitarbeiter beider Firmen beim Erfassen der Daten an gleichen oder sehr ähnlichen Quellen (Websites, Zeitungen, Bücher) orientiert haben. Wer aber letztlich im Recht ist und wer im Unrecht, lässt sich auch mehrere Wochen nach dem Skandal nicht mit Sicherheit klären. Die Sache bleibt spannend - auch im Laden: Bereits zwei Wochen nach Veröffentlichung meldeten beide Hersteller mehr als 30.000 verkaufte Exemplare, mit zunehmendem Vorsprung für den FM 2003.

Kindergarten !!! Sagt einiges über das Niveau und den Stil aus, der in der Wirtschaft so üblich ist.
Was ich nicht verstehe ist, warum Ascaron so heiß darauf war ein unfertiges Spiel rauszubringen. Sie hätten doch mit dem Prozeß Zeit gewinnen können, dass Spiel zu Ende programmieren - zeitgleich sind alle auf EA sauer und kaufen kein FM03 - und dann einen wirklichen Toptitel rausbringen.
Und so müssen sie jetzt halt die ganze Grafikabteilung entlassen. Wobei, um noch mal auf den Artikel einzugehen, ich es schon sehr witzig finde, wie der Hr. Almstedt (würde gerne wissen, was der für ne Ausbildung hat) seinen "Toptitel" preist. Ich nehme an, er hat ihn nicht gespielt ...
Wenn Ascaron wirklich Mist gebaut hat, dannwar die Klage auch voll OK! Ist doch klar, dass EA das für sich ausnutzt und dem Konkurrenten die Klage zu einem äußest ungünstigen Zeitpunkt serviert - Ascaron hätte doch umgekehrt ebenso gehandelt! Auf der anderen Seite ist doch aber nicht die Klage von EA, sondern das Klagen der vielen A4-Käufer (und PR,...) das größte Problem von Ascaron! Mit A4 (Bugs, aber auch dem Spiel an sich) hat sich Ascaron selbst eher geschadet, denn es ist, selbst wenn es mal bugfrei laufen sollte, eines A4 nicht wirklich würdig!
Ascaron befindet sich in einer Art Teufelskreis - man muss Hits produzieren mit kleinen Mitteln, bugfrei und möglichst schnell. Dabei legt man meist unsinnigerweise zu viel Wert auf 'schnell', denn ein liebevoll designtes A4 mit mehr Spieltiefe und gutem Betatest wäre auch dementsprechend gewürdigt worden...
So aber geht es mit Ascaron stetig abwärts...schade eigentlich!
Daher finde ich es von Ea unnötig zu klagen da vernünftige Käufer sowieso zu EA´s Fußballmanager greifen werden !!!