Der Mann hinter dem Monster - Andy Serkis kann mehr als nur Gollum

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Special Annika Kaßler - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Der Mann hinter dem Monster - Andy Serkis kann mehr als nur Gollum
Quelle: UIP; Disney; Warner

Spätestens seit "Der Herr der Ringe" ist er top im Geschäft, gilt als Meister des Motion-Capture - und doch kennt kaum ein Zuschauer sein Gesicht: Andy Serkis

Sein Name ist den Meisten aus "Der Herr Der Ringe bekannt", doch der Brite steckt hinter so viel mehr Charakteren als nur dem schizophrenen Ring-Liebhaber Smeagol/Gollum. Er gilt in Hollywood als Ikone und Meister des Motion-Capture-Verfahren, das ihn unter Anderem in zwei grundverschiedene Affen und eines versoffenen Seebären verwandelte. Doch nicht nur animiert sondern auch als "gewöhnlicher" Schauspieler stand er mehrfach vor der Kamera. Hier ein kurzer Überblick über seine größten Filmrollen:

1. Der Durchbruch: Gollum

Die Rolle, die Serkis zu Weltruhm verhalf. Links aus dem Original, Rechts bei seiner Rückkehr im 'Hobbit' Quelle: Warner Die Rolle, die Serkis zu Weltruhm verhalf. Links aus dem Original, Rechts bei seiner Rückkehr im "Hobbit" Was gibt es da noch viel zu sagen? Die Verfilmungen von Tolkiens Meisterwerk waren DIE Filme der 2000er. Insgesamt 17 Oscars heimsen die Blockbuster von Peter Jackson ein, war sogar 30-mal nominiert und spielten in den Kinos zusammengenommen 2916,6 Millionen US-Dollar ein. Für sein Fantasy-Epos setzte Peter Jackson auf weitestgehend unbekannte Schauspieler. Serkis sollte die Rolle des, der Macht des Rings verfallenen Sméagol zunächst eigentlich nur sprechen. Jackson stellte aber bald fest, dass auch Bewegungen und Mimik einen wichtigen Teil der Performance darstellten. So griffen sie zum bis dato eher unüblichen Motion-Capture Verfahren. Das Ergebnis war damals bahnbrechend und bleibt auch heute noch im Gedächtnis. Einige Jahre später hatte Serkis die Chance, noch einmal in die Rolle von Gollum zu schlüpfen. Für die "Der Hobbit"-Trilogie kehren neben dem Motion-Capture-Profi auch Sir Ian "Gandalf" McKellen und Hugo "Elrond" Waving nach Mittelerde zurück. Über seine Zeit als Ringsüchtiger hat der Brite sogar ein Buch veröffentlicht: "Gollum: Auf die Leindwand gezaubert". Darin ist auch zu lesen, dass der Wahl-Vegetarier während des Drehs seine Vorsätze beiseitse schob und wieder begann, Fisch zu essen. Wohl bekomm's!

2. King Kong - Blondine statt Ring

Ein ungleiches Paar: Der König der Insel und die Varieté-Künstlerin Quelle: UIP Ein ungleiches Paar: Der König der Insel und die Varieté-Künstlerin Nach der bahnbrechenden Zusammenarbeit beim "Herrn der Ringe" ist es kein Wunder, dass Peter Jackson für sein Herzensprojekt "King Kong" erneut Andy Serkis ins Boot holte. 187 Minuten lang ist der Mega-Blockbuster über den gigantischen Affen, der sich Hals über Kopf in eine Menschenfrau verliebt. Die Handlung folgt dem durchtriebenen Filmproduzenten Carl Denham, der sich mit

spektakulären Bildern, gedreht auf der Insel Skull Island vom finanziellen Druck der Großen Depression befreien möchte. Hierzu versammelt er ein Team abenteuerlustiger Entdecker um sich. Mit dabei die erfolglose aber schöne Schauspielerin Ann, gespielt von Naomi Watts, die von den angriffslustigen Inselbewohnern gefangen genommen und King Kong geopfert wird. Der allerdings stellt sich als gar nicht so böse heraus, wie auf den ersten Blick angenommen. Serkis ist in "King Kong" übrigens nicht nur als titelgebender Menschenaffe sondern auch in einer Nebenrolle als Schiffskochs zu sehen.

3. Tintenherz - Ein Bösewicht aus einer Welt hinter Buchstaben

Hält wortwörtlich seine Welt in der Hand: Capricorn mit dem Buch 'Tintenherz' Quelle: Warner Hält wortwörtlich seine Welt in der Hand: Capricorn mit dem Buch "Tintenherz" Als Fiesling in der Romanverfilmung von Cornelia Funkes "Tintenherz" tritt Andy Serkins ausnahmsweise mal nicht als animiertes Wesen auf. Stattdessen mimt er den Schurken Capricorn, der eigentlich in der Welt eines Romans von Autor Fenoglio zu Hause ist. Da die junge Meggie und ihr Vater Mo, "Die Mumie"-Star Brendan Fraser, aber über die Fähigkeit verfügen, allein durch lautes Vorlesen Gegenstände, Tiere oder eben Menschen aus dem Papier heraus zu lesen, ist Capricorn seinem Gefängnis aus Buchstaben entkommen und terrorisiert nun die reale Welt. Doch die Gabe der zwei hat auch einen Nachteil: Für alles, was aus dem Buch herauskommt, muss auch etwas hineingehen. Indem er Meggies verschollene Mutter Resa in seine Gewalt bringt, versucht Capricorn, sich beide Lese-Talente gefügig zu machen, damit sie den Rest seiner Gaunerbande ebenfalls in die Realität holen.

4. Seebär, Ahoi! Auf Abenteuerreise mit Tim und Struppi

Captain Haddock will das Schiff seines Vorfahren bergen Quelle: Sony Captain Haddock will das Schiff seines Vorfahren bergen Kapitänsmütze, Schnapsnase und Vollbart - Das ist Kapitän Haddock, der den Journalisten Tim und seinen Foxterrier Struppi in ihrem ersten Film mit auf Schatzsuche nimmt. Sie wollen das versunkene Schiff von Haddocks Vorfahrem Frantz Ritter von Hadoque aufspüren, an dessen Bord sich immer noch ein großer Schatz befinden müsste. In der ersten Big-Budget Adaption des bekannten Comics arbeiten zwei der ganz Großen zusammen: Steven Spielberg und Peter Jackson. Relativ neu auch hier, dass die Figuren mit Performance-Capture-Verfahren zum Leben erweckt werden. Moment mal: Peter Jackson und Performance-Capture? Ja, richtig. Das schreit nur so nach Andy Serkis, der in dem fantasievollen Abenteuerfilm den ständig besoffenen Kapitän Haddock mimt.Und er ist nicht der einzig prominente Beteiligte. Mit dabei sind ist unter Anderem Daniel Craig als Rackham der Rote.

5. Zurück im Affenfell: Caesar übernimmt die Kontrolle

So sieht es aus, wenn Andy Serkis zum Schimpansen-Anführer Caesar wird Quelle: Fox So sieht es aus, wenn Andy Serkis zum Schimpansen-Anführer Caesar wird Im Gegensatz zu King Kong ist der Aufrührer aus "Planet der Affen" zwar normal groß - für einen Schimpansen zumindest - dafür aber außerordentlich intelligent und mindestens genauso zornig wie der Gigant. Das Rupert-Wyatt-Prequel der Filmklassiker zeigt, wie es zu dem Zustand aus den originalen "Planet der Affen"-Filmen kommen konnte - Aus Sicht der Primaten: Als er seinen Vater an die

Demenz verliert, startet der Forscher Will Rodman ein gewagtes Experiment. Er beginnt, Gegenmittel zu entwickeln, die er an Labor-Schimpansen austestet. Einer von ihnen, Caesar entwickelt durch die Einnahme der Medikamente eine geradezu überragende Intelligenz. Wegen seines immer aggressiveren Verhaltens muss Will den Affen schließlich abgeben. Doch auch damit ist keine Ruhe: Caesar zettelt einen Aufstand an. Gerade die Motion-Capture-Technik, die den Affen eine derart aussagekräftige Mimik verleiht, ohne sie zu sehr zu vermenschlichen, wurde von den Kritikern hoch gelobt. Für Andy Serkins gab es einen Saturn Award und einen Empire Award. Sogar für einen Oscar in der Kategorie "Beste visuelle Effekte" waren beide Teile nominiert, kamen aber gegen "Hugo Cabret" und "Interstellar" nicht an.

6. Ausflüge in Realverfilmungen

Eher weniger bekannt sind Serkis un-animierte Rollen wie Richard in '30 über Nacht' und Dr. King in 'Am Ende eines allzu kurzen Tages' Quelle: Columbia TriStar; NFP Eher weniger bekannt sind Serkis un-animierte Rollen wie Richard in "30 über Nacht" und Dr. King in "Am Ende eines allzu kurzen Tages" Unbekannter zwar, aber keineswegs schlechter macht sich Andy Serkins als Schauspieler ohne Motion-Capture.Direkt nach dem weltweiten Erfolg der "Der Herr der Ringe"-Trilogie beispielsweise angelte er sich eine Rolle in der Komödie "30 über Nacht" mit Jennifer Garner und Mark Ruffalo. Im actiongewaltigen Fantasy-Spektakel "Prestige - Meister der Magie" spielt Serkins an der Seite von Hugh Jackman und Christian Bale, die sich als konkurrierende Magier mit immer mehr Hinterhältigkeit zu übertreffen suchen. Eine Hauptrolle ergatterte der Brite dann im 2010er-Komödie "Burke & Hare - Wir finden immer eine Leiche". Als William Hare verdient er sich seinen Lebensunterhalt damit, die führenden Wissenschaftler mit stets frischen Leichen zu versorgen. Bei so viel Bedarf helfen er und sein Kollege William Burke (Simon Pegg) denen schon mal beim Sterben nach ...

7. Was nun ? - Star Wars und das Dschungelbuch

Star Wars 8: Oberster Führer Snoke Quelle: starwars.com Ob wir wohl in "Die letzten Jedi" mehr über Snoke erfahren? Als nächstes großes Franchise hat "Star Wars" Serkis auf die Gehaltsliste gesetzt: Zwar war er als Führer der ersten Ordnung in "Das Erwachen der Macht" schon kurz zu sehen, spielte aber noch keine maßgebliche Rolle. Das könnte sich im nächsten Teil ändern. Außerdem wird er mit "Jungle Book: Origins" ein weiteres Motion-Capture-Projekt verwirklichen. Für die Live-Action Version des Regenwald-Abenteuers steht er nicht nur als Balu vor, sondern auch als Regisseur hinter der Kamera. Um sich hat Serkis einen spannenden Cast versammelt. "Doctor Strange" und "Sherlock"-Star Benedict Cumberbatch wird zum hasserfüllten Tiger Shere Khan, Christian Bale schlüpft in die Rolle des Panthers Bagheera und Cate Blanchett darf als Kaa den kleinen Mogli hypnotisieren. Das Ergebnis wird in den USA im Oktober nächsten Jahres zu sehen sein.

Und? Hättet ihr gewusst, dass hinter all dem derselbe Mann steckt?

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LOX-TT Mitglied
        Zitat von Scholdarr
        Schöner Artikel.

        Auch ein Ausflug in die Welt der AAA-Videospiele steht auf seinem Portfolio, nämlich in Star Citizen. ;)
        hatte er schon mehrmals, besonders bei den Ninja Theory Spielen. Heavenly Sword und Enslaved ;)

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      • Von LOX-TT Mitglied
        Zitat von Scholdarr
        Schöner Artikel.

        Auch ein Ausflug in die Welt der AAA-Videospiele steht auf seinem Portfolio, nämlich in Star Citizen. ;)
        hatte er schon mehrmals, besonders bei den Ninja Theory Spielen. Heavenly Sword und Enslaved ;)

        http://fs5.directupload.net/images/170624/9u44r5a5.png http://fs5.directupload.n...
      • Von Scholdarr Mitglied
        Schöner Artikel.

        Auch ein Ausflug in die Welt der AAA-Videospiele steht auf seinem Portfolio, nämlich in Star Citizen. ;)
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