Film mit KI-Synchro sorgt für peinlichen Eklat bei Amazon Prime Video
Kürzlich wurde ein Film mit einer komplett per KI erstellten, deutschen Tonspur ins Programm von Amazon Prime Video aufgenommen. Es folgten Spott, Häme und eine Löschung.
Die Angst, den eigenen Job über kurz oder lang an eine KI zu verlieren, geht aktuell in so mancher Branche um. Eine davon ist die der Synchronsprecher: KI-Modelle können sowohl übersetzen als auch Stimmen imitieren. Warum sollten sich große Filmverleihe also noch die Mühe machen, echte Menschen dafür einzusetzen?
Wie ein aktuelles Beispiel bei Amazons Streamingdienst Prime Video zeigt, ist es aber keine gute Idee, den Faktor Mensch jetzt schon auszuklammern. Der Thriller Deadly Patient - Tödlicher Patient von 2018 wurde vor Kurzem ins Programm des Anbieters aufgenommen und dafür auch mit einer deutschen Tonspur ausgestattet.
Und die war offensichtlich vollständig KI-generiert.
Das Resultat sind Übersetzungen, für die es bei vielen Lehrern wohl schon in der fünften Klasse Anschiss geben würde. Aus "I should have died there" wird "Ich sollte da gestorben haben", gefolgt von: "Sie war meine Verlobte. Wir haben uns gerade verlobt. Ich wollte ihr einen Antrag machen. Sie hat bejaht." Vorgetragen wird das Ganze mit der emotionalen Tiefe einer DB-Verspätungsmeldung.
Die Freundin des tödlichen Patienten mag bejaht haben, die Zuschauer des KI-Machwerks haben aber laut und deutlich "nein" gesagt. Nachdem Clips aus dem Film bei TikTok die Runde machten und sich auch der deutsche Synchronsprecher Sven Plate (Bugs Bunny) kritisch äußerte, wurde Deadly Patient aus dem Prime-Video-Programm genommen.
Auf Anfrage des Medienmagazins DWDL lieferte Amazon die Begründung, dass die deutsche Synchronspur nicht den Qualitätsstandards von Prime Video entsprochen habe. Amazon selbst sei auch nicht für die Tonspur verantwortlich, sondern der Uploader. Das möchte man auch hoffen - wenn Sätze wie in Deadly Patient das Beste sind, was ein Konzern wie Amazon mit der Power der KI fabrizieren kann, dann gute Nacht.
Wollt ihr euch selbst ein Bild vom Synchro-Fail machen, findet ihr Clips aus dem Film noch in diesem Instagram-Beitrag von Christopher Schmidt.
Habt ihr euch schon einmal freiwillig eine KI-Synchro angehört, und wie fandet ihr sie? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quellen: Der Spiegel, DWDL, IGN Deutschland

Bei mittleren und größeren Produktionen kommst nicht drum rum. Das liegt dran, daß da die Übersetzer auch in der jeweiligen Sprache zuhause sind, das bekommt die K.I. so nicht hin. Selbst das bei den "Filmenthusiasten" so gelobte Original kann oft nicht mit einer guten Vertonung im Deutschen mithalten. Ist mir schon bei so 80er Jahre Serien/Filmen aufgefallen und seitdem wurde es ja nicht viel schlechter.
Klar liegt es daran, daß sich das Englische generell dümmer anhört, wenn man sich in beiden Sprachen eingelebt hat. Das liegt daran, daß das Englische ein Mittelhochdeutscher Dialekt ist, welcher so noch mehr als unsere Sprache durch lateinische und teilweise auch mehr griechische Wörter zersetzt hat. Scheint so Bildungsproletending zwischen 1600-1900 zu sein. Ihr wißt schon, Humanismus, Fackel der Aufklärung, Akadische Felder usw. Die üblichen Punks (arbeitscheue weltfremde Präsozialisten) aus den Lehrstuben halt, deren Fürze nicht stinken.
Dann gibt es eben noch die Übersetzungen, welche halt kult werden und bleiben. Wie jetzt die Bud Spencer und Terence Hill Filme. Aber auch so manche Serien/Filme von früher, die treffen einen ganz eigenen Ton, entwickeln so Breitenwirksamkeit, das bekommst heute (und auch mit K.I.) so nicht mehr hin.