Alles, was wir geben mussten - Kinokritik/Review

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Keira Knightley, Andrew Garfield und Carey Mulligan sind das tragende Trio der Handlung
Quelle: Fox

Ein manirierter, ja sogar öder Film. Er basiert auf einem spannenden Buch, das sich weitaus mehr lohnt.

Kazuo Ishiguros Roman Alles, was wir geben mussten ist ein Meisterwerk der düsteren Spannung. Kathy, Ruth und Tommy wachsen in dem ländlichen Internat Hailsham auf, in dem es jedoch ein bedrohliches Geheimnis gibt, das ihr Schicksal entscheidend beeinflussen wird. Umso befremdlicher ist es, dass Regisseur Mark Romanek, der bereits mit One Hour Photo (2002) eher enttäuschte, sich entschließt, das alles bereits in der Anfangsszene zu spoilern und somit den Film nicht nur seines Spannungsbogens, sondern auch seines emotionalen Kerns zu berauben. Was übrig bleibt, sind schön inszenierte, langatmige Szenen sowie drei gutaussehende Darsteller – Keira Knightley, Carey Mulligan und Andrew Garfield –, die einander schmachtende Blicke zuwerfen. Die Handlung ist erschreckend langatmig, aber immerhin sind die Bilder schön. Die Ästhetik erinnert an Plattencover der Kelly Family: Laubbäume im Abendlicht, goldgelbe Weizenfelder und Strickpullis

(Emmanuel Bergmann)

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