Abgeschnitten: Filmrezension zum Thriller mit Moritz Bleibtreu
Nach seinen vorherigen Filmen "Antikörper", "Pandorum" und den Tschiller-"Tatorten" führt mit Christian Alvert einer mit Erfahrung Regie bei der Verfilmung des Bestsellers "Abgeschnitten" von Sebastian Fitzek und Rechtsmediziner Michael Tsokos. Neben den Schauspielern Moritz Bleibtreu, Fahri Yardim, Lars Eidinger und Jasna Fritzi Bauer haben außerdem die beiden Autoren einen Gastauftritt in dem Thriller, der auf Helgoland und in Berlin gedreht wurde.
Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet bei der Autopsie einer Leiche überraschend einen Zettel mit der Handynummer seiner entführten Tochter. Die Spur führt nach Helgoland, wohin sich Comiczeichnerin Linda vor einem Stalker geflüchtet hat. Weil Paul wegen eines Orkans nicht auf die Insel kommt, bittet er Linda um Hilfe ...
Für Menschen mit einem sensiblen Magen ist der Film eine Herausforderung. Häufig fühlt man sich wie im Proseminar Rechtsmedizin, so akkurat werden hier Leichen seziert und explizit darüber geredet. Kein Wunder, Sebastian Fitzek hat seine Buchvorlage mit dem Leiter der Rechtsmedizin der Charité geschrieben. Doch wer seinen Ekel überwindet, wird belohnt. Die Handlungstwists sind zwar weniger spektakulär als erwartet, dafür sind die Schauspieler in Höchstform. Allen voran Moritz Bleibtreu und Jasna Fritzi Bauer, die mit ihrem Dialog-Pingpong am Telefon für beste Unterhaltung sorgen. Der thrillererfahrene Regisseur Christian Alvart erledigt den Rest.
FAZIT:
Wer spannende Psychothriller mag und einen robusten Magen hat, wird mit dieser Bestseller-Verfilmung bestens bedient.
